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Sommertour 2007 - Nach Hardegsen im Weserbergland

Als ich morgens die Augen aufschlug sah ich über Altenstein einen grauen, regenverhangenen Himmel. Eine Stunde später, nach dem Frühstück, war der Himmel schon etwas heller geworden. Mein Navigerät und der Tankrucksack bekamen daher wieder mal die Regenhauben übergezogen. Der preiswerte NoName-Koffer hat schon oft bewiesen, dass er wasserdicht ist.

Auf feuchten Straßen, aber ohne Regen machte ich mich auf den Weg von den Haßbergen in die Rhön. In diesem deutschen Mittelgebirge war ich noch nie. Nacheinander hackte ich die Sehenswürdigkeiten wie Rother Kuppe und die Bergrennstrecke bei Hausen ab. Auf der Rhönhochstraße gelangte ich zum Jagdschloss Holzberg und dann nach Bischofsheim. Die Strecke nach Süden über Sandberg bis kurz vor Steinach ist besonders schön schwungvoll zu fahren. Über Premich und Sandberg fuhr ich zurück nach Bischofsheim. Meine nächsten Ziele waren das Kloster Kreuzberg und dann die Wasserkuppe. Wettermäßig war alles so geblieben wie beim Start am Morgen. Der Himmel konnte sich gerade so beherrschen. Nur ganz selten verlor er ein paar Tropfen. Von der Wasserkuppe, dem höchsten Berg in der Rhön, fuhr ich hinunter nach Norden der Werra und Fulda entgegen. Auf vielen Landstraßenkilometern und einigen wenigen Bundesstraßenstücken näherte ich mich in Hann. Münden der Weser.

Der Himmel wurde dabei immer heller, das Thermometer erreichte doch tatsächlich 20C. Sollte die Regenzeit übergehen in den Sommer? Allmählich bekam ich Vertrauen zur trockenen Wetterlage. Auf der Wasserkuppe hatten mir 3 Motorradfahrer erzählt, dass sie am Vormittag am Oberlauf der Weser fürchterlich nass wurden. Am Nachmittag saß ich am Weserstein beim Zusammenfluss von Werra und Fulda in der Sonne, alles war in Ordnung. Am westlichen Weserufer fuhr ich nach Norden um dann mit der Fähre den Fluss bei Reinhardshagen nach Hemeln zu überqueren. Zwischen diesem Ort an der Weser und Hardegsen liegt der Bramwald dessen Höhenzüge ich sofort schwungvoll in Angriff nahm. Die Abfahrt und die anschließende kurvenreiche Strecke über Adeleben nach Hardegsen waren meine letzten Kilometer des Tages.

Mein Misstrauen gegen den Wettergott waren an diesem Tag endlich mal unbegründet. Die Strecke war wie immer eine excelente Motorradstrecke mit wenig Autoverkehr aber dafür umso mehr Kurven. Die Rhön und die Höhenzüge nördlich davon bis zur Weser sind nicht so waldreich wie die Mittelgebirge, in denen ich in den Tagen davor war. So erreichte ich mit Hardegsen den südöstlichen Zipfel des Weserberglandes. Den nordwestlichen Zipfel, das Kalletal, hatte ich am ersten Tag bereist.

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Sommertour 2007 - Nach Arendsee in der Altmark

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