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Sommertour 2007 - Nach Friedrichshafen am Bodensee

Diesmal schlief ich ohne Albträume. Morgens machte ich mich deshalb froh auf den Weg. Ich hatte eine weite Strecke vor mir. Zunächst ging es auf Landstraßen nach Baden-Baden. Hier legte ich nur einen Tankstopp ein und fuhr gleich weiter nach Süden auf der B500, der Schwarzwaldhochstraße. Die Straße ist schön breit, hat einen sehr guten Straßenbelag, besteht nur aus langgezogenen, schwungvollen Kurven in nicht zu steilem Gelände - und hat fast durchgehend eine 70 Km/h Beschränkung. Ich kann auch nicht sagen, dass viel Verkehr gewesen wäre; das Gegenteil war der Fall. Bei Allerheiligen setzte ich den rechten Blinker und verließ diese schöne Höhenstraße. Bei der Klosterruine und den Wasserfällen Allerheiligen machte ich eine erste Pause.

Als ich weiterfuhr fing es an zu regnen, ich mache es kurz, es regnete den ganzen Tag ohne Unterbrechung bis weit in den Abend hinein. Auf vielen Landstraßen- und wenigen Bundesstraßenkilometern überquerte ich viele Höhenzüge bis nach Waldkirch. Höhenzüge heißt, es geht 5 bis 10 Kilometer nur bergauf. Natürlich nicht gerade bergauf sondern so 30 bis 50 Kurven aller Radien machen normalerweise richtig Spaß. Dann geht es Kurve um Kurve abwärts in das nächste Tal. Normalerweise gibt es nichts Schöneres, aber da bei Regen meine persönliche Schräglagengrenze schnell erreicht ist machte es diesmal nicht so viel Spaß.

Von Waldkirch aus fuhr ich hoch auf den Kandel. Oben war ich mitten in den Regenwolken. Ich konnte nichts mehr sehen. Nur die erste Reihe der geparkten Autos des Gipfelparkplatzes konnte ich schemenhaft erkennen, mehr nicht. So tastete ich mich weiter zu Tal wo die Sicht schnell besser wurde. Für mich stand fest: Der Schwarzwald und ich und dieser Tag bei diesem Wetter - wir passten nicht zusammen. In St. Märgen hielt ich an der ARAL-Tankstelle und programmierte in der Bikerecke mein Navigerät um. Drei andere Motorradfahrer taten das Gleiche. Kein Titisee, kein Feldberg, kein Schluchsee - alles wurde gestrichen. Auf direktem Weg fuhr ich in die Schwäbische Alb, nach Immendingen, zur Donauversickerung. Auf dem Weg dorthin lag aber der Bikertreffpunkt Hegaublick. Ich war bei beiden Lokalen auf dem Parkplatz. Es war niemand da außer mir. Die junge Donau führte auch zu viel Wasser mit sich. Von einer Versickerung war nichts zu sehen. Stattfinden tut sie trotzdem. Mein nächstes Ziel war die Aachquelle. Hier konnte ich sehen wie mächtig das Donauwasser aus der Erde sprudelt - und weiter in den Bodensee und damit in den Rhein fließt. Auf der Schwäbischen Alb streiten sich also Donau und Rhein um das Wasser.

Auf meinem Plan stand als Nächstes die Insel Mainau. Man hört und liest so vieles von der Schönheit der Blumeninsel im Bodensee. Das man aber ohne Eintritt nicht mal auf den Parkplatz kommt, geschweige den auf die Insel, das wusste ich nicht. So machte ich kehrt und fuhr weiter nach Konstanz. Eine große Fähre brachte mich rüber nach Mersburg. Auf der B31 steuerte ich Friedrichshafen an und bezog mein Nachtquartier in einer privaten Zimmervermietung.

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