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Sommertour 2007 - Nach Hemmelzen im Westerwald

Für den Tag hatte ich mir viel vorgenommen. Deshalb warf ich schon um 8:30 Uhr die Maschine an und los ging's in den Teutoburger Wald zum Hermannsdenkmal. Kurz vor 9:00 Uhr war ich bei dem mächtigen Denkmal. Ich war so früh da, dass ich fast alleine neben Hermann stand. Genauer gesagt, darunter. Der Aufgang im Denkmal hätte Geld gekostet. Das war es mir dann doch nicht wert. So blickte ich zusammen mit Hermann über den Teutoburger Wald. "Nach Westen", wie der einzigste Besucher außer mir feststellte: "Er sollte doch nach Süden blicken und sein Schwert dahin erheben. Vom Süden kamen doch die Römer!" Von meinem Standort am Sockel der Statue konnte ich sowieso nur die Baumspitzen des Waldes sehen. Um über den Wald in weite Ferne sehen zu können hätte ich doch den Eintritt in das Innere Hermanns bezahlen müssen.

Um kurz vor 10:00 Uhr war ich bei den Externsteinen. Hier bezahlte ich 1 für das parken. Pünktlich um 10:00 Uhr kamen 2 weitere CB500er Fahrer mit denen ich mich hier verabredet hatte. Wir kannten uns aus unserem Forum. Also nur vom Schreiben aber nicht in Wirklichkeit. In der Gastwirtschaft durften wir die Helme, Jacken, Tankrucksäcke usw. ablegen und so machten wir uns recht leicht auf den Weg zu den mächtigen, uralten Steinen, die einfach so im Wald neben einem kleinen See rumstehen. Auf die Steine kann man auf Treppen mit Eisengeländer gesichert hochklettern - gegen 1,50 Eintritt. Das gönnten wir uns und so hatten wir dann einen schönen Ausblick über die Wälder, Wiesen und Felder des Lippischen Waldes und des Naturparks Eggegebirge. In der Gastwirtschaft gönnten wir uns noch ein Eis bevor wir gemeinsam aufbrachen. Unser nächstes Ziel war die Aabachtalsperre, ein Trinkwasserstausee im Sauerland zwischen Wünnenberg und Marsberg. Die Nebenstraßen dahin sind sehr kurvig und machten richtig Spaß mit der CB500. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir das Ziel und hielten an um eine Pause zu machen. Mittlerweile hatten sich viele Ausflügler hier eingefunden. Auf Rollerblades, Fahrrädern und zu Fuß ging es um den See und auf die Wanderwege in die umliegenden Wälder. So genießt jeder den Sonntag auf seine Weise.

Nach der Pause trennten wir uns. Ich setzte meinen Weg nach Südwesten fort, die beiden Bikerkollegen mehr nach Südosten in Richtung Marsberg und Arolsen um die dortigen Motorradstrecken zu genießen. Ich hingegen durchquerte den Arnsberger Wald und wandte mich dann nach Süden zum Kahlen Asten und dem Rothaargebirge. Der Kahle Asten ist gar nicht kahl wie der Name vermuten lässt. Der Berg ist genau so bewaldet wie die umliegenden Berge auch, die er etwas überragt. Die Anfahrt ist allererste Sahne wenn man eine CB500 unter sich hat. Die viele Kilometer lange Abfahrt genauso. Eben kurvige Mittelgebirgsstraßen bester Güte. Nur hatte ich für ein zügiges Vorankommen einen schlechten Sonntag erwischt. In sämtlichen Dörfern der Umgebung waren große Festumzüge. Die Häuser und Straßen waren geschmückt mit vielen Fahnen. Die Festumzüge wurden angeführt von großen Musikkappellen und alles was eine Uniform oder eine Tracht hatte folgte der Musik. Viele Einwohner feierten auf den Bürgersteigen mit. Die Straßen waren gesperrt und es bildeten sich schnell Staus von allen Seiten. In drei größeren Orten hatte ich das Vergnügen, in einigen anderen Dörfern hatte ich das Glück, dass ich nicht zu den Umzügen im Ort war. Schließlich erreichte ich mit Verspätung den Rhein-Weser-Turm, der die Wasserscheide im Rothaargebirge zwischen den beiden Flüssen markiert. Hier regnete es mal für kurze Zeit. Ich hatte doch etwas Glück mit den Schauern. Oftmals waren nur die Straßen nass. Die Temperatur war mit knapp über 20C recht angenehm. Weiter steuerte ich meine kleine Maschine über das Diethölztal nach Haiger. Über unzählige Höhenzüge führte mein Weg. Jeder bedeutet über unzählige Kurven kilometerlanges Bergauffahren und dann über hunderte Kurven wieder bergab. Das ganze findet immer im Wald statt. Das nennt man Traumurlaub mit dem Motorrad.

Um kurz vor 18:00 Uhr erreichte ich den kleinen Ort Flammersbach. Eigentlich wollte ich um 17:00 Uhr schon hier sein. Die Festumzüge hatten mich doch recht lange aufgehalten. In Flammersbach traf ich mich mit einem anderen Motorradkollegen, den ich ebenfalls aus einem Forum im I-Net kenne. Nach einem Kaffee bei ihm zu Hause machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Hemmelzen, dem Ort meines nächsten Nachtquartiers. Meine Verspätung zwang uns den Weg etwas abzukürzen sodass wir kurz vor 20:00 Uhr in Hemmelzen im Westerwald eintrafen. Mein Kollege zeigte mir unterwegs noch den höchsten Berg des Westerwaldes, der bestückt ist mit einigen Funkmasten.

Die angekündigten Regenschauer hatten mich weitgehend verschont. So war der Tag ein super Tag, vom Weserbergland in den Teutoburger Wald, Eggegebirge und Rothaargebirge bis zum Westerwald. Dank Navi konnte ich viele superkurvige Nebenstraßen wählen und genießen.

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Sommertour 2007 - Nach Bad Herrenalb im Schwarzwald

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