Aktualisiert: 17. Januar 2006
Eine
Propelleruhr besteht aus einer Platine, auf der 7 LEDs sitzen und diese gesamte
Platine dreht sich im Kreise und die LEDs leuchten nacheinander in bestimmtem
Muster auf, so dass das Auge meint, es wäre ein stehendes Bild.
Das
Kernstück der Schaltung ist der AVR (IC1) von ATMEL. An ihn angeschlossen sind
7 zweifarbige SMD-LEDs (D1-D7) mit entsprechenden Vorwiderständen (R1, R2) und
Treibertransistoren (Q1-Q7). Neben dem Quarz (X1) mit seinen 2 Kondensatoren (C1,
C2) sind noch die Resetbeschaltung (R12, C8) und Analogabblockung (C6, C7) am
AVR nötig.
Die
Helligkeitsmessung mit D9 wurde noch nicht bestückt und ist in der Software
auch noch nicht vorgesehen. Denkbar wäre damit eine Helligkeitsabsenkung der
LEDs bei geringem Umgebungslicht oder eine hellere Anzeige bei Tageslicht.
Der
Reflexkoppler D10 misst die Zeit einer Umdrehung und ist für das stehende Bild
notwendig. Er liefert sowohl den Startpunkt als auch die Dauer einer Umdrehung.
Über den Infrarotempfänger
IC2 kann man mit handelsüblichen Fernbedienungen die Uhrzeit stellen. Ich
benutze programmierbare Universalfernbedienungen, programmiere sie auf Pioneer
und im VCR-Modus kann man dann die Uhrzeit eintippen. Möglich wäre auch eine
Übertragung der Uhrzeit von einem irgendwo im Raum befindlichen
Funkuhrempfänger, der die Zeit per Infrarot überträgt.
Die
Spannungsübertragung erfolgt über zwei handelsübliche Kugellager. Außen am
Lager werden die Kabel der Spannungszuführung angelötet, die vom festen Teil,
von der Halterung kommen, und im Kugellager innen wird je ein dünnes
Kupferlackdrähtchen angelötet, das entlang der Kunststoffachse, die die Platine
mit dem Motor verbindet, durchgeführt wird. Da die Übergangswiderstände der
Lager teilweise extrem schwanken, habe ich von außen ca. 10 V zugeführt und auf
der Platine mit dem Regler IC3 dann die 5 V erzeugt. Wichtig ist direkt nach
den Lagern einen Elko von ca. 47uF anzuschließen, der die Unterbrechungen
puffern kann. Nach dem Regler sitzt ein Goldcap C3 mit auf der Platine, der mit
seinen 0,047F oder 0,1F ebenfalls als
Pufferung dient.
Über die
sechspolige Stiftleiste kann man den AVR programmieren, verwendbar dazu sind
entweder das STK500
in Verbindung mit dem AVR Studio, oder der Eigenbau-Programmer aus der Appnote
AN910 oder beliebige andere Programme wie AVRdude, ponyprog, usw. mit
jeweils zugehöriger Hardware.
Der Quellcode wurde in C mit CodeVision erstellt und liefert nach dem
compilieren das Hex-File zum direkten flashen in den
AVR.
Vorderseite Rückseite Gerberdaten
Da die Platine fast komplett aus SMD-Bauteilen besteht,
sollte gewisse Löterfahrung vorhanden sein. Die einzigen bedrahteten Bauteile
sind der Spannungsregler, Goldcap, Infrarotempfänger und der Reflexkoppler.
Als Ständer habe ich ein vierkant-Alurohr genommen, das
auf eine Grundplatte geschraubt war. Durch das Rohr führte ich die Kabel für
den Motor und für die Platine nach oben und an das Rohr schraubte ich den Motor
an. Als besten Motor haben sich diese aus alten CD-Laufwerken erwiesen, die ca.
2 cm Durchmesser und einen cm Bauhöhe haben. Der Achsdurchmesser beträgt 2mm.
Im Motorgehäuse sind schon Gewindelöcher für die Befestigung vorhanden. Als
Verbindung zwischen Platine und Motor habe ich eine M3-Kunststoffschraube
verwendet, die in einen selbst gefrästen Adapter am Motor eingeschraubt wird.
Die elektrische Verbindung wurde oben bereits erwähnt.
Der
Bestückungsplan als Grafik und als Liste
Die Uhrzeit wird über Infrarot im RC5-Code gestellt, den
alle handelsüblichen Fernbedienungen unterstützen. Ich habe sie auf Pioneer
eingestellt, und die Uhr reagiert nur auf den VCR-Modus. Der Stellvorgang wird
mit der Kanal-nach-oben-Taste eingeleitet. Sofort reagiert die zu stellende
Ziffer mit dem Wechsel ihrer Farbe. Somit sieht man immer auf einen Blick
welche Ziffer nun gestellt wird. Die Uhrzeit wird dann über die Zahlentastatur
eingegeben. Nach dem setzen der Uhrzeit geht es gleich zum Datum über. Den
Stellvorgang kann man jederzeit mit der Stop-Taste abbrechen. Wenn man nur das
Datum stellen will kann man das mit der Kanal-nach-unten-Taste beginnen.
Fehleingaben sind ausgeschlossen, man kann also keine
Stunden größer als 23 oder Minuten größer als 59 eingeben.
Kommentare
und Vorschläge bitte per
email an mich.
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