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Adeliger Grundbesitz in Westpreußen 1700-1800 (A-K, L-Z)

Daten zu 1.604 Familien aus Vasallenlisten und Grundbüchern des 18.Jahrhunderts

Als Westpreußen im Jahre 1774 zu Preußen kam, mußte es das Anliegen des Königs - hier Friedrich des Großen (regierte 1740-1786) - sein, möglichst bald klare Verwaltungsstrukturen nach preußischem bewährtem Muster in der neuen Provinz, die früher auch Polnisch-Preußen genannt wurde, einzuführen.

Zu diesem Zwecke wurden erstmals in dieser Form in den Jahren 1774 bis1790 Vasallenlisten und Grund- sowie Hypothekenbücher der adeligen Güter in Westpreußen angelegt. Sie umfaßten die sechs Kreise Marienburg, Stargard, Konitz, Dirschau, Kulm und Michelau und waren für den künftigen Wirtschaftsverkehr die fundementale schriftliche Grundlage.

Der König wollte dadurch einen Überblick erreichen über den Besitz und die Familien in den neuen Ländern. Durchgeführt wurden die Arbeiten von den dazu befohlenen Landräten der Kreise, die das Material zu erstellten und an die Regierung einzureichen hatten.

Eingetragen wurden in die Vasallenlisten der Vasall selbst, der ein Gut besaß und seine Nachfolger, also seine Söhne, stets mit Name und Alter. Oft werden auch noch unvermählte Brüder als Lehnsagnaten an den Gütern mit aufgeführt, auch Dienstzeiten in Preußen im Militär oder ähnliches.

Somit ergeben sich für viele Familien, deren Namen im Folgenden genannt sind, kleine Genealogien und familienkundliche Auskünfte. Von der Quantität her sind die Angaben sehr unterschiedlich. Manche der Familien besaßen in Westpreußen nur wenige Jahre den Teil eines Lehngutes, andere wiederum besaßen 30-40 Güter über Jahrzehnte hinweg. Der Umfang der Volleinträge kann also je nach Familienname stark schwanken.

Die Hypothekenbücher stehen mit den Vasallenlisten zwar nicht in unmittelbarem Zusammenhang, aber gewähren einen hervorragenden Einblick in die Besitzerfolge bestimmter Güter der oben genannten sechs westpreußischen Kreise, die aus den ehemaligen polnischen Wojewodschaften Marienburg, Pommerellen und Kulm gebildet worden waren (und damit nicht ganz Westpreußen umfaßten!). sie wurden bei ihrer anlage oft auch noch retrospektiv ergänzt, d.h. es wurden wenn möglich auch die Vorbesitzer eruiert und verzeichnet, so daß sich Besitzfolgen nicht nur ab 1774, sondern oft auch schon ab 1720, vereinzelt sogar zurück bis 1700, finden lassen.

Wir haben ein Register der in diesen gedruckt vorliegenden Grundbüchern und Vasallenlisten vorkommenden Namen aller gundbesitzenden Familien des Adels sowie des Nichtadels zusammengestellt und senden Ihnen auf Wunsch gern den Quellennachweise, damit Sie sich gegebenenfalls Kopien von einzelnen Familieneinträgen bei einer deutschen Bibliothek, welche das Werk besitzt, zusenden lassen können.

Folgende Namen kommen in westpreußischen Vasallenlisten und Grundbüchern vor:

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