Institut Deutsche Adelsforschung
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Historische Akteure im Untergrund

Opakheit und Klandestinität von Randseitern in der Frühen Neuzeit

Gerade in der iberischen und nordwesteuropäischen Phase des Kolonialismus und der imperialeuropäischen Ausbreitung über die Welt traten Menschen auf, die durch Schwindelunternehmen als „Kolonialbetrüger“ klassifiziert werden können. Sie sind neben Orientbetrügern, Herzögen von Klein-Ägypten und Olivenprinzen [1] eine vierte große Gruppe von doppelgesichtigen Akteuren der Frühen Neuzeit, die noch weitgehend unerforscht sind. Verstanden werden können unter dem Terminus Männer (Frauen konnten bisher nicht ermittelt werden), die in der Zeit zwischen der „europäischen Entdeckung“ Amerikas (1492) und dem ersten Weltkrieg (1914) mit halbwahren Angaben über zu vergebende Landanteile oder Privilegien in angeblichen oder tatsächlichen neuen Kolonien in Amerika, Asien, der Südsee oder in Afrika versuchten, Mitmenschen mithilfe von Versprechungen zu Zahlungen an sie zu verleiten, um sich anschließend mit den erbeuteten finanziellen Mitteln abzusetzen. 

Zur Gruppe dieser Kolonialbetrüger, die Hönn in seinem Betrugslexikon erstaunlicherweise übrigens nicht aufführt, [2] gehörte der „Marquis de Rays“, der 1879 für seine angebliche neue Südseekolonie „La nouvelle France“ zahlreiche Anteilscheine an Auswanderungswillige verkauft hatte, ohne daß die Versprechungen auf fruchtbare Ländereien eingehalten werden konnten. [3] Weiters gehörten zu dieser Gruppe auch diverse Glücksritter und Abenteurer, die auf ähnliche Weise versuchten, bei ihrer sozialen Umgebung und in der Gesellschaft Halbwissen ebenso wie Hoffnungen auszunutzen, um daraus pekuniäre Vorteile zu ziehen, beispielsweise Grundstücksspekulanten in Australien, die im Windschatten des Goldfiebers ab der Mitte des XIX. Jahrhunderts agierten. 

In einer zeitgenössischen Quelle hieß es dazu im Jahre 1866: „Diese Länderei-Versteigerungen sind in Südaustralien etwas ziemlich Neues. Früher dachte niemand daran, größere Länderei-Komplexe zu kaufen und als Spekulations-Artikel wieder zu verkaufen. Es gab nur wenige Städte; die Ansiedler ließen sich meist ohne alle vorgängige Anfrage oder gesetzliche Erlaubniß `im Busch´ nieder, d.h. sie suchten sich irgend eine passende Örtlichkeit, wo sie Wasser, Wald und Waidegründe für ihre Heerden fanden, bauten sich darauf ihre Häuser, die Hütten für ihre Hirten, die Einfriedigungen für die Heerden von Schafen und Rindvieh, und ließen es an sich kommen, bis der Steuereinnehmer anlangte und sie zur Besteuerung zog und bis die Kolonial-Regierung selbst mit ihnen in Unterhandlung trat und ihnen unter den leichtesten Bedingungen ungeheure Strecken Landes als freies Eigenthum, als `Run´ für ihre Heerden, überließ. Erst als die paar neu angelegten Städte in Aufnahme kamen, insbesondere Melbourne selbst, bemächtigte sich die Spekulation dieses Verkehrs. Es galt, die neugegründete Stadt so rasch wie möglich und nach einem gewissen Plane zu erbauen, und dieß konnte bei der absoluten Selbstregierung, deren wir uns hier in Australien noch bis aus den heutigen Tag erfreuen, nicht durch eine Polizei-Verordnung, sondern nur aus dem Wege des Vertrags geschehen: 

Die Käufer der ausgelegten Baustellen mußten sich verpflichten, die projektirten Straßenlinien genau einzuhalten. Der erste Länderei-Verkauf ward am 1. Juni 1837 durch den Feldmesser Hodle abgehalten, und es kamen dabei hundert Baustellen, je mit einem Flächenraum von einem halben englischen Acre, zur Versteigerung; jede dieser Baustellen ertrug durchschnittlich 35 Pfd. Sterling oder 235 Thlr. preuß. Cour. Ein Herr Faulkorn kaufte damals die Baustelle zu einem Eckhause, denselben Grund und Boden, worauf gegenwärtig das Shakspeare-Hotel steht, an der Kreuzung der beiden belebtesten Straßen von Melbourne, um zehn Pfund Sterling; heutzutage ist diese Baustelle 6000 Pfd. Sterling oder 40000 Thlr. preuß. Cour, unter Brüdern werth ... 

So außerordentlich sind in diesen wenigen Jahrzehnten die Preise von Grund und Boden in den größeren und kleineren Städten Australiens gestiegen. Hie[r]zu hat namentlich die Entdeckung der australischen Goldfelder wesentlich beigetragen. Im Jahre 1851 wurde zum ersten Mal Waschgold in der Provinz Victoria entdeckt, und damit begannen die eigentlichen Zeiten der gedeihlichen Entwickelung für Südaustralien, denn die Kunde von dem Goldreichthum lenkte einen Strom der Einwanderung nach Melbourne, dessen es sich gar nicht versah. Wohnungen waren kaum um irgend einen Preis zu erlangen, denn niemand war auf solchen Zufluß vorbereitet, jedermann hatte kaum nur soviel Raum in seinem Häuschen als er für sich und die Seinigen bedurfte; Tausende von Einwanderern landeten am Strand und vermochten nirgends ein Unterkommen zu finden. Elende hölzerne Verschläge welche seither kaum fünf Schillinge per Woche eingetragen hatten, wurden nun zu drei bis fünf Pfd. Sterling per Woche gegen Vorausbezahlung gierig ersteigert. Der Werth von Grund und Boden stieg ganz im selben Verhältnisse; die Grundeigenthümer verlangten die verrücktesten thörichtsten Preise; hundert Pfd. Sterling für einen Quadratfuß galt noch für einen ganz anständigen und vernünftigen Preis, und ein wahrhaft aberwitziger Schwindel im Häuserbauen oder Kauf und Verkauf von Baustellen riß ein. 

Spekulanten vom zweifelhaftesten Ruf und Charakter kauften ganz unbewohnbare Sümpfe, ließen darüber phantastische Landkarten und Stadtpläne der verlockendsten Art ausnehmen und sie durch volltönige marktschreierische Reklamen in den Zeitungen als ganz vorzügliche Baustellen in der Nähe von Melbourne ausschreiben mit einem reichlichen Vorrath von Wasser, und das war denn auch in der That gewöhnlich der wahrste Theil an der ganzen Empfehlung. Man muß nämlich wissen, daß bei der relativen Wasserarmuth des australischen Bodens die Anwesenheit von Quell- oder Flußwasser auf einem Grundstück gewöhnlich der einzige Angelpunkt ist, um welchen sich die Brauchbarkeit oder Zulässigkeit einer solchen Besitzung zur Besiedelung dreht. Ein Freund von mir kaufte damals ein Grundstück, von dem es in der öffentlichen Ankündigung hieß, es biete einem Freunde von Baden und Angelfischerei besond[e]re Vortheile dar, und wirklich als mein Freund sich aufmachte, um daß erkaufte Grundstück zu besichtigen, welches er sich als eine grasreiche Böschung mit einem klaren Fischteich in der Mitte vorgestellt hatte, fand er zu seinem Verdrusse, daß er einen endlosen Sumpf voll Fröschen gekauft hatte, den er nur in einem Kahne betreten konnte. Derartige Prellereien witzigten und warnten aber die Käufer nicht, denn es strömten ja jeden Tag wieder Neulinge zu, die sich von den Aufschneidereien und Lügen in jenen Reclamen ködern ließen, und jene Landspekulanten waren allzu geriebene Leute, um nicht immer wieder neue Lügen zu erfinden und durch alle möglichen gemeinen Mittel Käufer anzulocken. So wurden große Auktionslokale gemiethet, von denen man nach der Straße hinaus die Schaufenster wegnahm, so daß jeder Vorübergehende hereinsehen konnte. 

Die Versteigerungen wurden wochenlang zuvor angekündigt und den dabei sich einfindenden Liebhabern ein unentgeltliches Gabelfrühstück mit Champagner und Spirituosen aller Art versprochen, wo der reichliche Genuß der geistigen Getränke die zur Versteigerung erschienenen Leute bald so aufregte und in eine solch gehobene Stimmung versetzte, daß der Auctionator den größten Vortheil von ihnen zog. Es trieben sich in den Auktionssälen immer einige Dutzend durchtriebene Burschen als Agenten herum, meist Nordamerikaner, welche sich an die Neulinge und Gelbschnäbel machten und ihnen durch schwindelhafte Vorspiegelungen, Zutrinken u.s.w. Muth machten, auf die einzelnen zur Versteigerung kommenden Loose zu bieten. Die Ersteigerung jener Loose ward möglichst erleichtert: Man verlangte von dem Steigerer nur ein Angeld oder Depositum, und diese Käufer wurden dann oft so betrunken gemacht, daß sie ihren Kauf und ihr geleistetes Angeld ganz vergaßen und am andern Morgen mit wüstem Kopf und geleerten Taschen an einer Straßenecke oder in dem Winkel irgend eines Hofraumes erwachten.“ [4]

Auch in diesem Falle traf zu, was allgemein für Kolonialbetrüger dieser Spezies konstituierend angesehen werden kann: Mithilfe von Halbwissen, gezielter Verführung, der Ausnutzung der Leichtgläubigkeit und hohem schauspielerischem Talent wurde finanzieller Gewinn mithilfe phantastischer Versprechungen „erkauft“. Dabei zeigten sich bei den historischen Akteuren alle Anzeichen klassischer Hochstapler. [5] 

Zwei dieser Kolonialbetrüger, „Philippe de Gentil Marquis de Langallerie“ (1661-1717) und sein Komplize „René Godefroy Landgrave de Linage“, stellt auch der Gothaer Historiker Olaf Simons in einem neuen Sammelband vor, der den Titel „Kriminelle, Freidenker, Alchemisten. Räume des Untergrunds in der Frühen Neuzeit“ trägt, von dem Erfurter Philosoph Martin Mulsow herausgegeben wurde und der 2014 im Böhlauverlag zu Köln erschienen ist. Der Simonsche Beitrag ist dabei einer von zahlreichen Aufsätzen in acht Sektionen, die sich sämtlich mit dem Doppelleben opaker und klandestiner Welten befassen. [6] 

Dabei legt der Herausgebende zwei Dimensionen derartigen Wirkens historischer Akteure als Rahmen fest, die er in der Raummethapher „des Untergrundes“ wie in der „Vergesellschaftung“ sieht. Dazu Mulsow auf Seite 11 des zu besprechenden Bandes: „Als Untergrund kann man jenen sozialen Raum verstehen, der sich durch die Intransparenz entweder der Identität oder aber der Absicht der Akteure auszeichnet.“ 

Dies würde damit auch auf die erwähnten Grundstücksverkäufer in Australien zutreffen, ebenso auf Olivenprinzen, Herzöge von Klein-Ägypten und Orientbetrüger, auf den Eiffelturmverkäufer „Graf“ Victor Lustig (1890-1947) oder auf den „Baron Steinach“ in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts. Dieser angebliche Adelige lebte ebenfalls in einer Doppelwelt oder im Untergrund im Mulsowschen Sinne. Seine Identität zerfiel in mehrere Rollen. Zunächst handelte es sich um den Schauspieler Karl Wilhelm Otto Filsinger aus Berlin (* um 1843), der seit 1860 auf unterschiedlichsten Bühnen zu sehen war, bevor er eine kriminelle Karriere als Adeliger beschritt und Mitmenschen um ihr Geld prellte, dabei Bekanntschaften zu Prominenten vorschützend. [7]
Steinach-Filsinger zählt damit nach Mulsow zu den Soziotypen, bei denen davon auszugehen sei, daß sie als historische Larventräger oder Doppelgesichtige (also Hochstapler und Betrüger) gesellschaftlich untereinander mehr oder minder vernetzt seien. Aus diesem Grunde werden auch etliche Anklänge an die Historische Netzwerkforschung (HNF) in dem erwähnten Sammelband behandelt. 

„Untergründige“ seien vor allem abwesend, weshalb ihre Behandlung also eher einer „Vergesellschaftung unter Abwesenden“ gleiche (Seite 11). Hier kann bemerkt werden, daß Hochstapler allerdings nicht nur, wenn sie nicht Einzelgänger waren, unter sich vergesellschaftet waren, sondern immer auch eklatant von der sozialen Umgebung abhängig waren, sie genau studieren mußten, um zu ihrem Erfolg zu kommen: Es gehörte ein gerütteltes Maß an interkultureller Kompetenz ebenso wie erheblich ausgeprägte schauspielerische Fähigkeiten und sozialpsychologisches Geschick dazu, um in irgendeiner Weise persönlich in einer sie umgebenden Mehrheitsgesellschaft zu reüssieren. 

Das vorwiegende Interesse des Bandes, der aus zwei im Jahre 2009 abgehaltenen Tagungen über klandestine Welten hervorging, ist jedoch die Vernetzung der Randseiter untereinander gewidmet, beispielsweise der Frage, wie Korrespondenzen unter Opakheitsbedingungen verliefen, aber auch die Frage, wie sich Identitäten in einem Zeitalter zunehmender Spezialisierung bei der Identitätsfeststellung noch verheimlichen lassen? Diese Fragestellungen trafen auch auf den Fall Steinach-Filsinger zu. Zunehmender Verfolgung durch die massenhafte und interregionale gedruckte Verbreitung der Filsingerschen Kriminalitätsvita mit Erwähnung seiner Betrugsstrategien suchte der Verfolgte durch mehrfachen Identitätswechsel zu entkommen. Dabei bediente er sich in seinen opaken Welten — im Untergrund — auch der Komplizenschaft des Berliner Schriftstellers Paul Victor Wichmann (1829-1907) alias „Graf Wartensleben“, [8] welcher Filsinger in geeigneten Momenten der Beobachtung telegraphisch dringend „zu seiner Mutter“ nach Mailand beorderte, um auf diese Weise von seinen Opfern Reisegelder zu erlangen, die die beiden Herren indes nie zurück zu zahlen gedachten. [9]

Unter ähnlichen Gesichtspunkten der Opakheit untersucht der Band aber nicht nur Hochstapler mit Geldabsichten, sondern auch religiöse Ausnahmeerscheinungen (u.a. den „arabischen Prinzen“ David Reubeni oder den mittelfränkischen Islamkonvertit Adam Neuser, beide im XVI. Jahrhundert), Alchemisten (wie „Don Domenico Manuel Caetano Graf von Ruggiero“ im XVIII. Jahrhundert) oder heimliche Bibliotheksbenützer (wie den jungen Lessing). 

In insgesamt 25 Beiträgen werden daher sehr divergierende opake Welten geschildert und analysiert, wenngleich auch nicht in Beziehung zueinander gesetzt. Der jedoch oft mikrohistorische und naturgegebenermaßen biographische Blick eröffnet dabei zahlreiche Parallelen und Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Differenzen in klandestinen Beziehungen und Umständen. 

Im weiteren Forschungsverlauf könnte man indes auch daran denken, die Mehrheitsverhältnisse in der Dimension der Vergesellschaftung einmal ins Gegenteil zu verkehren. Möglicherweise können nämlich, was noch zu diskutieren wäre, auch gesamtgesellschaftliche Phänomene mit dieser Klammer des Untergrundgedankens untersucht werden, beispielsweise wenn die Mehrheitsgesellschaft opak handelt, einzelne aber an der „Aufdeckung“ von „Geheimnissen“ arbeiten. Zu denken ist hier an die vielfach eine weitere Bearbeitung verhindernde allgemeine Empörung, die der Historiker Daniel Goldhagen 1996 mit seinen Thesen auslöste, was die Involvierung „gewöhnlicher Deutscher“ in den Nationalsozialismus anlangte, aber auch an die Kollektivverweigerung einer „echten“ Entnazifizierung. Zu denken wäre aber auch an die Untersuchung von Verschwörungstheorien, die ebenfalls einen Sonderfall von Opakheit darstellen, in der jeweils eine nur vermutete Klandestinität Anlaß für allerlei Erörterungen ist. Da aber globale Verschwörungstheorien nicht bewiesen werden können (es würde sich sonst nicht um eine angebliche oder tatsächliche Verschwörung handeln), eignen sie sich hervorragend für kognitiv tätige Entdeckernaturen, deren Beschäftigung die puzzleartige Verknüpfung von Ereignissen und tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Strukturen umfaßt.

Der vorliegende Band hat seine Stärke in der starken Heterogenität opaker Weltentwürfe und -möglichkeiten, im Aufzeigen der Mannigfaltigkeit der Forschungsansätze. Seine Schwäche besteht in der fehlenden Meta-Theorie der Opakheit, die in Ansätzen zwar im Nachwort von Andrew McKenzie-McHarg geliefert wird, aber dort nur sakral orientiert ist. 

Doch wenn demnächst die bislang noch in keinem der bekannten kulturwissenschaftlichen Handbücher mit einem eigenen Lemma vertretenen Begrifflichkeiten „Opakheit“ oder „Klandestinität“ erscheinen werden, [10] so ist dies wohl ein großer Verdienst des vorliegend besprochenen Mulsowschen Sammelwerkes, welcher zur weiteren Erforschung eines vielleicht entstehenden „clandestin turn“ in den Kulturwissenschaften wichtige Grundlagen in etlichen Einzelstudien gelegt hat. [11]

Diese Besprechung stammt von Claus Heinrich Bill und erschein auch gedruckt in der Zeitschrift Nobilitas für deutsche Adelsforschung (2015).

Annotationen:

  • [1] = Vergleiche dazu Claus Heinrich Bill: Olivenprinzen im Deutschland der frühen Neuzeit. Zwischen Morgenlandfaszination und religiöser Solidarität, in: Nobilitas. Zeitschrift für deutsche Adelsforschung, Folge Nr.24 / 2002 / Seite 1184-1210 sowie Claus Heinrich Bill: Die Herzöge und Grafen von Klein-Ägypten. Anmerkungen zu einer adelsrechtlich problematischen Kategorie 1418 bis 1552, in: Nobilitas. Zeitschrift für deutsche Adelsforschung, Folge Nr.35, Jahrgang VIII., Sønderborg på øen Als 2005, Seite 3-25 sowie Claus Heinrich Bill: Orientbetrüger, in: Kulturwissenschaftliches Wörterbuch, Lieferung Nr. 2, Sønderborg på øen Als 2011, Seite 85-89
  • [2] = Georg Paul Hönn: Betrugs-Lexicon, worinnen die meisten Betrügereyen in allen Ständen nebst darwider guten Theils dienenden Mittel endtdecket, Coburg 3.Auflage 1724
  • [3] = Zu Rays und seinem betrügerischen Kolonialunternehmen siehe Erika Suchan-Galow: Die deutsche Wirtschaftstätigkeit in der Südsee vor der ersten Besitzergreifung 1884, Hamburg 1940, Seite 122-124 sowie Heinrich Schnee: Bilder aus der Südsee unter den kannibalischen Stämmen des Bismarck-Archipels , Berlin 1904, Seite 61-62
  • [4] = Heinrich Püttmann: Australische Skizzen. Sociale Lebensbilder von den Antipoden, in: Otfried Mylius (Herausgebender): Erheiterungen am häuslichen Herd. Illustriertes Familienblatt, Heft Nr. 8, Stuttgart 1866, Seite 304-305 
  • [5] = Siehe dazu Claus Heinrich Bill: Kontrafaktische Lebensentwürfe von Hochstaplern. Zur Anwendung historischer Kulturstrategien zum Gelderwerb, in: Nobilitas. Zeitschrift für deutsche Adelsforschung, Folge Nr.73, Jahrgang XV., Sønderborg på øen Als 2012, Seite 16-38
  • [6] = Die beiden Begriffe, die in dem Buch durchgängig verwendet werden, drücken prinzipiell denselben Sachverhalt aus: Das lateinische „opacus“ steht für „beschattet“, das lateinische „clandestinus“ für „heimlich“. Die Verfassenden benützen die Begriffe aber vor allem eingedeutscht als Eigenschaftswörter „opak“ und „klandestin“ sowie als Substantive „Opakheit“, „Clandestinität“ oder „Clandestina“ 
  • [7] = Der Wächter. Polizeiblatt für Mecklenburg, Jahrgang XXXIX. (Schwerin in Mecklenburg), Ausgabe Nr. 27 vom 8. April 1876, Seite 107-108 (Rubrik „Correspondenzen und Notizen“, Meldung Nr. 5)
  • [8] = Nannte sich bisweilen auch Paul Vitor Wichmann von Sebog und Glenz
  • [9] = Der Wächter. Polizeiblatt für Mecklenburg, Jahrgang XXXIX. (Schwerin in Mecklenburg), Ausgabe Nr. 27 vom 8. April 1876, Seite 107 (Rubrik „Correspondenzen und Notizen“, Meldung Nr. 5)
  • [10] = Sie fehlen z.B. bei Ansgar Nünning (Herausgebender): Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie, Stuttgart / Weimar 5.Auflage 2013
  • [11] = Außerhalb dieses Bandes ist zum Thema nur wenig erschienen, z.B. aber Johannes Wahl: Die Stellung der Spanier zu dem Problem der klandestinen Ehen in den Verhandlungen auf dem Konzil von Trient, Bonn 1958. Doch auch, wenn die beiden Begriffe nicht immer auftauchen, so erfährt doch die Heimlichkeitsforschung unter anderem Vorzeichen einen starken Aufwind. Ein Beispiel dafür ist Volkhard Huth (Herausgebender): Geheime Eliten? Bensheimer Gespräche 2010/11, veranstaltet vom Institut für Personengeschichte (Bensheim) in Verbindung mit der Ranke-Gesellschaft (Köln), Frankfurt am Main 2014, 450 Seiten

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