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Die Wappen des Adels der russischen Provinzen

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Arlamowski. In rotem Felde drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Ritter, von einem Pfeile durchbohrt.

Baryczka. In goldnem Felde auf grünem Boden zwei sparrenförmig gestellte schwarze Stützen (Stangen), welche oben mit einem
silbernen Kavalierkreuze besetzt sind, dessen gradlinig verlängerter unterer Balken sich zwischen den Stützen mit einem zweiten
silbernen Kavalierkreuze verbindet; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Das Ge-schlecht Baryczka kam mit diesem Wappen 1207
aus Ungarn nach Russinien.

Bokij. In rotem Felde ein silbernes, senkrecht und mit der Schneide nach rechts gestelltes Beil, das oben mit einem goldnen
Kavalierkreuz besetzt ist; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Über den Ursprung wird gesagt. Als die Tataren 1244 verheerend in
das Land Przemysl eingedrungen waren, zog ihnen Fürst Daniel von Halicz entgegen und es kam am Flusse San zu einem
Scharmützel. In diesem versuchte ein Tatar einen Angriff auf den Fürsten. Diesem eilte ein Ritter Bokij zu Hülfe; in dem Kampfe mit
dem Heiden ent-fiel dem Ritter die Waffe und er schien des auf ihn eindringenden Ritters sich nicht erwehren zu können, griff jedoch
nach dem am Sattel hängenden Beile und hieb damit den Gegner vom Pferde. Der Fürst verlieh ihm dafür dieses Wappen, das Bokij
genannt wird. Dasselbe, führen die:
Bokij, Godaczewski, Kolyski, Kuliski, Pecherzewski, Pieczychojski, Pieczyfortski.

Chocimirski. In goldnem Felde drei silberne Harken, jede mit 7 Zähnen, mit diesen nach dem rechten und linken oberen Schildeseck und nach dem Schildesfuss gekehrt, mit den Stielen in der Mitte in einem roten Ringe zusammenstehend; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Ober den Ursprung wird gesagt: Als die Tataren beutemachend in Podolien eingebrochen waren (wohl um 1452) und die Leute fingen und fortführten, schickte der König von Polen und Großfürst von Litauen (wohl Kazimierz) Mannschaften dorthin, um sie zu vertreiben. Es gelang der Vorhut jedoch nicht, die raubenden Feinde aufzufinden, die sich in den Wäldern und Hohlwegen versteckten. Ein Zufall half hierzu. Drei Landleute waren auf ihrer Wiese, um Heu zusammen zu harken, als sie von drei tatarischen Reitern überfallen wurden, die von ihren Pferden gestiegen waren und die Landleute zum Mitgehen auf- forderten. Diese weigerten sich und wehrten sich gegen die Gewalt mit ihren Harken. Der älteste, Großvater der beiden andern, wurde von dem Tataren niedergeworfen, zog aber aus dessen Köcher einen Pfeil und stach ihm denselben in die Eingeweide, entriß ihm den Säbel und eilte den Enkeln zur Hülfe; es wurde ein zweiter Tatar ebenfalls getötet, der dritte, der um Gnade bat, gebunden. Diesen brachten die Bauern zum Befehlshaber der Truppen, der durch den Gefangenen den Versteck der Horde erfuhr, die er umzingelte, dann niedermachte, so die Gefangenen befreite und die Beute zurückführte. Vom Könige wurde de ' n Bauern, die in den Adelstand aufgenommen wurden, dieses Wappen, das auch Trzy grabie (drei Harken) genannt wird, erteilt. Sie nannten sich Chocimirski, saßen in Podolien.

Choragwie. In rotem Felde zwei goldne Fahnen unter einander, jede an einer waagerechten, an jedem Ende mit einem Knopf
versehenen Stange hängend, jede unten mit drei viereckigen Lappen und mit Fransen besetzt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz,
belegt mit einem goldenen Sterne. - Der Ursprung des Wappens wird in die Zeit der ersten russischen Alleinherrscher versetzt, es
soll für die Eroberung zweier feindlichen Fahnen (Choragwie) verliehen sein. Dieses Wappen führen die -
Bykowski, Czarnobylski, Czerlenkowski, Hryckiewicz, Jelec, Knzita, Kocmierowski, Olizar, Worlowski.

Chrynicki. In rotem Felde ein gestürztes silbernes Hochkreuz, aus welchem oben ein silberner Angelhaken aufwächst, dessen zwei oben befindliche Spitzen nach unten gebrochen sind; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Es wird als Ursprung des Wappens
angegeben: Ein Ritter der auf Vorwacht war, fühlte sich vor jedem Oberfall um so sicherer, als das klare Wetter ihm freie Aussicht
gewährte. Er stieg deshalb vom Pferde, hielt es mit der einen Hand und warf mit der andern eine Angel ins Wasser nach Fischen
aus. Plötzlich wird er von einigen Tataren überfallen, er schwingt sich aber unerschrocken auf sein Pferd, schlägt einen der Feinde
nieder und verjagt die andern, nimmt aber einen gefangen, den er seinem Hetman oder Fürsten zu-führte. Es wurde ihm für seine
Unerschrockenheit und Tapferkeit dieses Wappen erteilt, das auch Weda (Angelhaken) genannt wird. Dasselbe führen die:
Chrynicki und Chyczewski.

Czetwertynski. Sie führen zwei Wappen, das eine ist das ur-sprüngliche Wappen der russischen Alleinherrscher, von denen sie
abstammen: in Rot auf nacktem, ungesatteltem, weißen Pferde ein nackter Jüngling, der einen auf grünem Boden liegenden
schwarzen Drachen mit einem Speere durchbohrt. - Als sie 1569 dem polnischen Reiche angehörten, wo ihnen der Fürstentitel
genehmigt wurde, nahmen sie zu diesem Stammwappen auch noch das etwas veränderte Wappen Korybut an: in rotem Felde ein
goldner Stern, über welchem ein silberner gestürzter Halbmond), in weichen oben zwei Schwerter bis zur Hälfte versenkt sind. Über
jedem der Wappen ein Fürstenhut.

Dederkalo. In goldnem Felde ein schwarzes Schächerkreuz, dessen unterer Balken auf einem kurzen Querbalken steht;
Helmschmuck: drei Straußenfedern.
Denis. - In blauem Felde ein auf einem goldnen Sterne stehen-des Hochkreuz; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Dieses Wappen
führen die:
Denisko, Deniszewicz, Dmowski, Kasztuski, Kolyszko.

Druck. In Rot ein gestürztes Schwert, das rechts und links von je zwei silbernen Halbmonden (also im Ganzen vier) begleitet ist, von denen die oberen gestürzt sind, die Spitzen der Monde sich also zugekehrt sind. Anstatt des Helmes und der Krone ein Fürstenhut, über dem sechs Straußenfedern. Es wird von ehemaligen russischen Fürstenfamilien geführt, von den:
Drucki, Horski, Lubecki, Ojezierski, Ozierecki, Prychabski, Sokolinski, Tolozynski.

Dulicz. In Rot ein starker halber goldner Ring, nach unten offen, auf dem der Buchstabe T. steht; Helmschmuck: fünf
Straußenfedern. Es wird angegeben, daß dieses Wappen den Dulicz verliehen worden sei, der Ring ein Zeichen der Treue sein solle
und der große griechische Buchstabe Tau, oder ein Kreuz in dieser Form, eine An-deutung sei, daß sie zur griechischen Kirche
gehörten. Es wird das Wappenbild aber oft al * s ein Anker (Kotwica) angesehen und deshalb auch wohl Kotwica genannt. Dieses
Wappen führen die:
Dulicz, Duligow, Dwernicki, Juraha.

Glinski. In rotem Felde zwei schwebende senkrechte, goldne Balken, ein jeder an dem unteren Ende um ein Viertel seiner Länge
rechtwinklig nach außen gebrochen; oben sind die Balken an ihren Enden durch einen waagerechten Balken verbunden, durch
dessen Mitte ein silberner Anker geht, so daß seine Arme, die keine Widerhaken haben, sich rechts und links halbkreisförmig,
über. dem Balken, bis an dessen Enden biegen, die Stange des Ankers aber nach unten hängt, gleich lang mit den senkrechten
Balken, und in Kreuzform endet; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Die Glinski stammen aus dem Fürstentum Siewierz, wo sie
den Kniasentitel führten.

lwanicki. In rotem Felde ein goldner Vollmond mit Gesicht, der oben mit einem goldnen Kreuze besetzt ist, dessen Querbalken
auch die Kreuzesform haben; Helmschmuck: drei Straußenfedern, neben denen links und rechts je ein blanker gekrümmter Säbel,
deren Griff unten und die Schneide nach innen steht. - Als der litauische Fürst Lubart, der das Land Wlodzirnierz besaß, dort von
dem Polenkönige Kazimierz 1341 bekriegt wurde, geriet das litauische Heer in bedrängte Lage, wurde umzingelt und kein Ausweg
schien demselben möglich, Lubart sah sich verloren, wenn er solchen nicht finden konnte. Da entschloß sich der Ritter Bohdan aus
Iwaniec, heimlich umher-zuschleichen, um die schwächste Stelle der feindlichen Stellung oder eine Lücke derselben zu erforschen.
Der Schein des Vollmondes war ihm hierbei behilflich. Er meldete dem Fürsten die günstigste Stelle zu einem Durchbruch, dieser
wurde versucht und gelang. Bohdan er-hielt von dem Fürsten dieses Wappen, das auch Pelnia (der Voll-mond) genannt wird.

Jakubowicz.  In grünem Felde, auf einem Hügel stehend, ein nach links gekehrtes, weißes, gehörntes Lamm, das mit dem
erhobenen rechten Fuße den Schaft einer von ihm getragenen Kirchenfahne hält; Helmschmuck.- ein schwarzer Flügel, von einem
waagerechten Pfeil nach links durchschossen.

Jelowicki. In rotem Felde ein kurzer, schwebender, schwarzer Balken, der nach unten schräg gebrochen ist und sich nach außen
hin abrundet und zuspitzt. Diese Figur soll die Umrisse eines Lagertors bedeuten, das oben mit einem goldnen Hochkreuz besetzt
ist; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Dieses Wappen wird auch Bozeniec genannt, dasselbe führen die:
Chawejlowicz und Jelowicki.

Jezdziec. In blauem Felde auf weißem ungesatteltem Pferd das nach rechts läuft, ein Reiter in grünem Kleide, der mit einem Bogen nach rückwärts schießt; nur eine Krone über dem Schilde. Es ist das Wappen der: Meszczeryn.

Kalinowa. In rotem Felde ein mit der goldnen Spitze aufrecht stehender, silberner Pfeil, dessen Gefieder gespalten und an jedem
Ende mit einem goldnen Sterne besetzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern, von links nach rechts von einem gleichen Pfeil mit
Sternen, waagerecht durchbohrt. Dieses Wappen führen die:
Cel und Kalinowski.

Kaluszowski. In rotem Felde zwei blanke krumme Säbel, mit den Handgriffen nach oben, mit den Schneiden nach innen gekehrt die Säbel werden durch ein um beide Klingen gewundenes goldnes Band (oder Ring?) zusammengehalten; Helmschmuck. fünf
Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Kaluszowski und Kondracki.

Kisiel. In rotem Felde ein auf dem Schildesfuss stehendes, offenes weißes Lagerzelt, verziert mit schwarzweißen Fransen, mit
rundem weißen Dach, auf weichem ein goldner Reichsapfel mit Kreuz steht; Helmschmuck: drei gezinnte rote Türme. Swietoldycz,
Hetman des russischen Selbstherrschers Wlodzimierz, um 1040, verteidigte Kiew gegen die Pieczynger. Als diese die Stadt mit
Gewalt nicht nehmen konnten, schlossen sie dieselbe ein, um sie auszuhungern, Swietoldycz, der von dieser Absicht Kenntnis
bekam, ließ, als der Proviant der Stadt schon sehr knapp , war, den größten Teil seines Mehles zu Brotteig einsäuren, diesen
verbacken und die Brote in ein Zelt fragen, das er in das offene Stadttor stellen ließ. Dann ließ er, so daß die Feinde es bemerken
konnten, Wagen mit Broten beladen und sendete durch Parlamentäre mehrere Fuhren nach dem feindlichen Lager als Beweis, daß
in der Stadt reichlicher Vorrat an Lebensmitteln sei. Die Feinde schenkten dieser Vorspiegelung Glauben, hielten ihre Absicht für
unausführbar und hoben die Belagerung auf. Wlodzimierz erteilte dem Swietoldycz dieses Wappen, in welchem das Zelt an das
feindliche Lager, die drei Türme an die Verteidigung der Stadt erinnern sollten. Das Wappen erhielt nach dem Empfänger den
Namen Swietoldycz, dieser selbst aber den Namen Kisiel (von Kisiel, Brot einsäuern). Auch wird das Wappen Namiot (das Zelt)
genannt. Dieses Wappen führen die: Kisiel und in abgeänderter Form die Szur (Zur, de Schur, Zurek), mit einem gewappneten Arm
als Helmzier.

Klinski. In rotem Felde eine Weltkugel, auf welcher ein goldnes Hochkreuz (oder auch ein Pfeil) steht, dessen unterer Balken (oder
Schaft) von zwei silbernen Klammereisen, das obere länger als das untere, durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern.
Dieses Wappen, das auch Swiat (die Welt), mit dem Pfeile aber Okufi genannt wird, führen die: Ichnatowicz, Klinski, Okun, Pienkowski.

Kmicic. In rotem Felde ein senkrechter, mit den zwei Zinken nach unten gekehrter, silberner Anker, oben neben der Tauöffnung
rechts und links von je einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen, auch Radzic genannt,
führen die: Kmicic.

Kolodyn. In silbernem Felde ein schwarzer mit dem Eisen nach oben gerichteter, senkrechter Pfeil, dessen ungefiederter Schaft der ganzen Länge nach gespalten ist; die beiden rechts und links auseinander gehenden Teile sind in der Mitte durch einen Querstab verbunden, so daß das Wappenbild wie ein lateinisches A, besetzt mit einer Pfeilspitze, erscheint; Helmschmuck: fünf
Straußenfedern. Dieses Wappen wurde von einem russischen Fürsten den Kolodynski erteilt. Dasselbe führen die:
Kolodynski und Puciata.

Kornic. In rotem Felde auf drei schwarzen Felsen-stufen ein silbernes Hochkreuz, welchem jedoch der obere Balken fehlt, auf den
Enden der beiden Seitenarme ist je ein runder Laib Brot aufgesteckt; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Das Wappen soll von den
russischen Fürsten einem Ritter Kornic verliehen sein, der sich durch Tapferkeit gegen die Feinde ausgezeichnet hatte. Das Kreuz
und die beiden Brote sollen den reichen Segen bedeuten, welchen seine Herren ihm zum Kampfe mitgaben und der ihm auch Erfolg
brachte. Es wurde nach ihm Kornic, aber auch Hospody blogoslaw (des Herren Segen) genannt. Dasselbe führen die:
Biesiecki, Bludowski, Dembowski, Frydrychowski, Gorecki, Hunel, Kloch, Inwaldzki, Jarosiewski, Jasieniecki, Koczenski,
Kornaszewski, Kornic, Kornicki, Korowicki, Laszkowski, Porebski, Rymultowski, Salacki, Stop, Sobek, Sokol, Sokolowski,
Szczepanowski, Walcerowski, Wilamowski, Zborowski, Zdanski.

Kozika. In rotem Felde ein silberner Tatarenbogen, auf dessen nach oben gekehrter Saite ein goldnes Hochkreuz steht. Dieses
Wappen wurde einem Vorfahren der Kozika wegen Auszeichnung gegen die Tataren erteilt, als Deutung gilt, daß die Waffen der
Ungläubigen dem Kreuze unterliegen mussten. Es wird Kozika, Kozeka, auch Zkrzyzluk (Kreuz mit Bogen) genannt, wird von den
Kozika geführt.

Kroszynski. In rotem Felde ein silbernes Balkenkreuz, dessen Seitenarme, in ihnen gleicher Länge, rechtwinklig nach oben
gebrochen sind, der Kreuzesfuß steht auf einem kurzen waagerechten Balken, der an den Enden schräge nach unten gebrochen
und hier sich rundend und spitz nach außen biegt, so als ob er ein Klammereisen darstellen soll Das ganze Wappenbild hat die
ungefähre Gestalt eines Arm-leuchters (lichtarz) mit drei Lichtaufsätzen, es wird deshalb auch Lichtarz genannt. Es ist das Wappen
der Kroszynski.

Losiatynski. In rotem Felde ein goldnes Kavalierkreuz, das von einem goldnen Ringe eingeschlossen ist, der oben mit einem
gefiederten, mit der Spitze nach oben gerichteten, silbernen Pfeile senkrecht besetzt ist; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Zur
Zeit des Königs Ludwig (1370-82), der auch König von Ungarn war, waren die Litauer verwüstend in Masowlen eingedrungen. In dem
ihnen entgegen geschickten polnischem Heere zeichnete sich der Ritter Losiatynski durch große Tapferkeit aus; er erschlug im
Kampfe einen feindlichen Führer, dessen Begleiter, um dessen Tod zu rächen, einen Pfeil gegen ihn abschoß , den er aber mit der
Hand auffing, auf seinen Bogen legte und `mit demselben den Schützen erlegte. Der König verlieh dafür dem Losiatynski, der aus
Wolynien war, dieses Wappen, das seine Nach-kommen führen.

Mikulinski. In blauem Felde drei übereinanderstehende sich etwas umfassende, silberne lateinische M, das oberste in der Mitte mit einem kleinen goldnen Hochkreuze besetzt; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Mikosz, Mikulinski, Milowicz,

Odyniec. In blauem Feld ein senkrechter, silberner, unbefiederter Pfeil, dessen Schaft von kurzem Balken durchkreuzt, dann unten
schrägerechts gebrochen ist; mitunter ist der Pfeil noch von einem goldnen Sterne überhöht; Helmschmuck: fünf Straußenfedern.
Über den Ursprung wird gesagt: In den Kämpfen gegen die Tataren befand sich in dem russischen Heere ein Soldat, der sehr stark
war, es im Ringen mit dem stärksten Menschen aufnahm, sich auch gegen die Feinde durch Tapferkeit und Erfolge auszeichnete. In
den russischen Ländern pflegte man einen sehr starken Mann Odyniec (wilder Eber) zu nennen, und so hieß auch allgemein der
Soldat; in einem Kampfe erschoß er den Führer der Tataren, die sich flüchteten; man fand die Leiche des Führers in der der Pfeil
gebrochen war. Der Fürst verlieh dem Soldaten dieses Wappen, das er, wie ihn selbst, Odyniec nannte. Dasselbe führen die:
Barynowski, Bohusz, Brozowiecki, Brzozowiecki, Burba, Holcowski, Odyniec, Odynski, Szostowicki, Szyszka, Wislouch.

Ostrogski. Das Wappen Leliwa, überhöht von dem Wappen Ogonczyk; über dem Schilde eine Fürstenkrone. Dieses Wappen wurde 1530 von Konstantyn Ostrogski, der von den russischen Fürsten ab-stammte und deren Wappen, den Ritter Georg, einen Drachen tötend, führte, angenommen, weil er, der Wojewode von Troki war, in russischer Gefangenschaft grausam behandelt worden war und mit Moskau nichts mehr gemein haben wollte. Die Ostrogski sind erloschen.

Oszczewski. In blauem Felde zwei silberne, offene Triangel, die mit den Spitzen auf einander stehen, von denen das obere ein
kleines silbernes Kavalierkreuz einschließt; Helmschmuck: drei Straußenfedern. - Es soll dieses Wappen einem der Vorfahren der
Oszczewski verliehen sein, der zuerst in das feindliche, in Form dieser Dreiecke angelegte Lager drang und dadurch den
Nachfolgenden den Weg zum Siege bahnte.

Pietyrog. In blauem Felde ein goldner Drudenfuss, dessen oberste Spitze mit einer silbernen halben heraldischen Lilie besetzt ist;
Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Bokoinski, Cieminski, Ilnicki, Kuniowski, Malinski, Mormilo, Pietyrog, Trzebiatowski, Zmuda.

Radoszynski. In rotem Felde ein waagerechter silberner Stab, der an jedem Ende rechtwinklig nach unten gebogen ist. Von diesen Enden, die etwas länger als das Mittelstück sind, endet das linke in Form eines Kavalierkreuzes, das rechte in einer halben, nur auf der rechten Seite vorhandenen Pfeilspitze; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die: Radoszynski.

Rudecki. In Blau ein goldner, gestürzter Halbmond, der einen goldnen Stern einschließt, über dem Monde sind 2 waagerecht
über-einander, mit der Spitze nach rechts liegende silberne Pfeile; Heim-schmuck. drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Rudecki.

Ruski. Es ist das russische (ruski) Staatswappen und Wappen der russischen Fürsten, das vorne beschrieben ist. Diejenigen
Familien, welche sich von dem Dynastenstamm der Rurik ableiteten, führten dieses Wappen, den heiligen Georg mit dem Drachen,
doch die meisten von ihnen, die in dem polnischen Adel Aufnahme fanden, als die russischen Provinzen an Polen fielen, änderten
ihr Wappen in ein anderes um, das hier im Text behandelt ist, führten dieses auch wohl neben dem Stammwappen. Von den Ruryk
leiten sich ab die: Czetwertynski, Krzczonowski, Labanowski, Mirski, Nowosielski, Odnowski, Oginski, Ostrogski, Palecki, Pozarzycki, Prunski, Puzyna, Rostkowski, Starodubowski, Szuyski, Worotynski, Zaslawski.

Sieniuta. In rotem Felde eine silberne, unvollständige Kirchen-fahne, welche nur einen, rechts herunterhängenden Lappen hat, der
linke fehlt ganz, der mittlere ist ersetzt durch ein blaues Kavalierkreuz; Helmschmuck: drei Straußenfedern. - Dieses Wappen wurde
von einem Großfürsten von Wlodzimierz einem Ritter Sien für Tapferkeit erteilt. Dasselbe führen die:
Lachowicki und Sieniuta.

Slon. In blauem Felde auf schwebendem grünen hügeligen Boden ein stehender Elefant mit erhobenem Rüssel. Dieses Wappen
führen die: Paprocki, Sierawski, Sloniewski, Warteszowicz.

Stolobot. In rotem Felde ein schwebender silberner Balken, der an den Enden zuerst rechtwinklig nach unten, dann bogenförmig
nach seiner Mitte zurück gebogen ist; dieses Wappenbild, das zwei an einer Stange hängenden Dreiecken gleicht, soll die
Vorderseite eines tatarischen Zeltes vorstellen, das oben mit einem hohen silbernen Pfeil besetzt ist, dessen Schaft zweimal
durchkreuzt ist; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. - Dieses Wappen wurde von dem litauischen Großfürsten einem in dem
moskauischen  Fürstentum Siewierz ansässigen Ritter Stolobot für eine Waffentat gegen die Tataren verliehen. Das-selbe führen
die: Winko, Winogrodzki, Wojnarowski.

Szalawa. In blauem Felde ein großer goldner Ring, der in seinem Innern mit drei goldnen, zu 2 und 1 gestellten Kavalierkreuzen
besetzt ist; Helmschmuck: ein wachsender, gepanzerter, hauender Schwertarm. Über den Ursprung dieses Wappen wird gesagt:
Als Wlodzimierz, Fürst von Rußland, die Absicht hegte, Christ zu werden, entsendete er im Jahre 987 Abgesandte zum Kaiser
nach Konstantinopel, um sich über das Wesen der christlichen Kirche zu unterrichten. Die Abgesandten, unter diesen einer
Namens Halka, wurden dort Christen, und als sie zurückkehrten rühmten sie diese neue Religion vor ihrem Fürsten und seiner
Umgebung. Von einigen der Hofherrn wurden diese Berichte mit Hohn beantwortet und sie spotteten über das Christentum. Hierüber
erbittert, forderte Halka drei dieser Spötter zu sofortigem Zweikampf und bestimmte den Ort dazu durch einen Kreis, den er auf dem
Boden zog. Der Zweikampf fand statt, Halka tötete seine drei Gegner. Wlodzimierz schrieb diesen Ausgang lediglich dem Beistand
Gottes zu, weil Alle Halka für szalony (verrückt) gehalten und genannt haben, einen Kampf gegen die mit Gewalt zu verlangen. Der
Fürst verlieh Halka dieses Wappen, das Szalawa (von szalony), aber auch Nawrotnik (Bekehrer) genannt wird. Dasselbe führen die:
Alkiewicz, Halka, Jakuszewski, Kuczynski, Ledochowski, Lebinski, Lopata Nawrotynski, Romanowski, Skoryna, Strzyz, Swirski.

Szaszkiewicz. In Rot ein goldnes lateinisches M, dessen linker Fuß aber nach außen rund gebogen ist; oben auf der mittleren
Ver-tiefung steht ein goldnes Hochkreuz, dessen Querbalken aber schräge-links liegt; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Es ist
das Wappen der: Szaszkiewicz.

Szeptycki. In rotem Felde ein goldnes, nach unten offenes Hufeisen, oben mit einem goldnen Kavalierkreuze besetzt und auf -der
linken Seite von einem silbernen Pfeile von links schrägerechts durch-bohrt, so daß die Pfeilspitze noch innerhalb des Hufeisens
bleibt; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die:
Szeptycki, Sztrem, Szystowski.

Ulanicki. In rotem Felde ein senkrechter silberner Stab, der oben mit einem nach oben offenen, unten mit einem gestürzten kleinen
silbernen Halbmonde besetzt, und in der Mitte mit der Klinge eines gekrümmten, mit der Spitze rechts liegenden Säbels belegt ist;
Helm-schmuck: fünf Straußenfedern. - Es soll dieses Wappen einem Vorfahren verliehen sein, der den Tataren mehrere Niederlagen
bei-gebracht und viele Gefangene gemacht hatte. Dasselbe führen die:
Hulanicki, Ulanicki, Zabokrzycki.

Wyszpolski. In rotem Felde eine waagerechte, mit den Spitzen nach unten gekehrte silberne Eisenklammer, die senkrecht von einer kleineren, mit den Spitzen rechts gekehrten Eisenklammer durchkreuzt wird, über dieser letzteren steht ein goldner Stern, und unter derselben stehen zwei goldne Sterne übereinander, das ganze Wappenbild ist dann rechts und links von je einem goldnen, nach auswärts offenen Halbmonde begleitet; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses Wappen führen die: Wyszpolski.


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