Achinger. In goldnem Felde auf grünem Boden ein sitzendes rotes Eichhörnchen; Helmschmuck: ein gleiches Eichhörnchen zwischen zwei. schwarzen Elefantenrüsseln. Es ist 1547 aus Deutschland ein-geführt. Dasselbe führen die: Achinger, Adamski, Barwinski, Berwinski, Ichnatowski, Pilchowski, Ryczewski.
Alemanni. Schild gespalten, rechts in Blau zwei silberne, aus der Mittellinie hervorgehende, verkürzte, rechte Schrägebalken, links in Gold drei rote Kugeln zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: eine wachsende, bekleidete Jungfrau, einen Lorbeerkranz auf dem Haupte, einen zweiten mit der rechten Hand hoch haltend, die linke Hand in die Seite gestützt. Die Alemanni, aus Florenz stammend, erhielten 1566 das polnische Indigenat.
Andrault de Buy. Schild gespalten, rechts in Rot ein an die Teilungslinie gelehnter, halber, silberner, gekrönter Adler, ein Getreidebund in der rechten Klaue haltend. Dieses Wappenbild wurde ihnen von dem Könige Jan Kazimierz (dessen eignes Wappen es war) 1658 verliehen, als Vermehrung des in das linke Feld gesetzten Stammwappens. von blau-rot geteilt, oben drei goldne achtstrahlige Sterne, zu 2 und 1 gestellt, unten drei schrägelinke silberne Flüsse, überzogen von einem blauen, rechten Schrägebalken, der mit drei silbernen Rosen belegt ist. Die A. de B. stammen aus dem französischen Grafengeschlecht Langeron, erhielten 1658 auch das polnische Indigenat. Dieses Wappen führen auch die: Antonowicz.
Arcemberski. Schild geteilt, oben in Silber ein laufender Hirsch, unten rot-silbern geschacht; Helmschmuck: drei bis zur Fahne in der Krone verschwindende, gestürzte Pfeile. Die A. stammen aus Pommern, wo sie Hertzberg hießen, kamen 1650 nach Polnisch-Preussen. Dieses Wappen soll 1630 von dem pommerschen Fürsten, der sich während einer Jagd mit dem Schachspiel vergnügte, einem Johann Hertzberg erteilt sein, der einen vorbeilaufenden Hirsch durch drei Pfeilschüsse erlegte.
Arquin. In Blau eine silberne Lilie, die von zwei sich zu-gekehrten Hirschen gehalten wird; kein Helm, nur eine Krone. Marya Kazimierza d'Arquin de la Grange aus Frankreich war Gemahlin des Königs Jan Sobieski; ihr Bruder: Ludwik erhielt 1685 das polnische Indigenat, hatte in Polen Nachkommen.
Bawol. In goldnem (auch wohl anders farbigem) Felde ein schwarzer Ochs (bawol); Helmschmuck: ein gleicher Ochs wachsend. Dieses Wappen führen die: Aulogk, Baruth, Rocewicz, Tyzenhauz, Wolowski.
Berzewicz. In Blau ein aus einem roten Felsen aufwachsender Steinbock. Dieses Stammwappen wurde den aus Siebenbürgen stammenden Berzewicz 1583 von König Stefan durch den polnischen Adler vermehrt, der in quadriertem Schilde in das erste und vierte Feld gesetzt wurde" in das zweite und dritte Feld kam das Stamm-wappen; Helmschmuck: der polnische weiße Adler.
Bes. In Rot ein schrägerechts gestellter, gestümmelter, silberner Lindenbaurn mit drei Wurzeln, auf jeder Seite ein abgehauener Ast mit einem silbernen Blatte; Helmschmuck: ein Busch von schwarzen Hahnen-federn. Die Heimat des Wappens ist Schlesien.
Beziski. In Blau ein aus einem roten Kahne aufwachsender, bewaffneter Mann, der in jeder Hand einen roten Pfeil hält; Helm-schmuck: ein roter Flug. Aus Schlesien.
Bialoglowski. Drei, zu 1 und 2 gestellte Totenköpfe; Helm-schmuck: drei Straußenfedern. Die B. hießen früher Weiskop, erhielten 1600 das polnische Indigenat.
Bialokurowicz. In rotem Felde zwei silberne Pfeilspitzen über-einander, die obere nach oben, die untere nach unten gekehrt, zwischen beiden ein schrägerechts gestelltes Stück eines Pfeilschaftes, unter der unteren Pfeilspitze ein silberner nach oben offener Halbmond; Helm-schmuck: drei Straußenfedern. Bazyli Bialokurowicz wurde für Aus-zeichnung in dem Kriege gegen Moskau von König Stefan mit diesem Wappen beliehen, das Pociech und auch Pocisk (Wurf mit dem Speer),genannt wurde.
Bogaty. Schild rot-blau geteilt, oben zwei schräg gekreuzte Pfeile, unten sechs silberne Münzen, zu 3, 2, 1 gestellt.
Bombek. Schild rot-blau gespalten, rechts ein aufrechter, goldner Löwe, links ein rechter silberner Schrägebalken, belegt mit fünf roten Rosen. Dieses Wappen führen die: Bombek und Malkowski.
Borsnicz. Schild in neun Feldern blau silbern geschacht; Helm-schmuck: ein Teil des Schildes. Heimat des Wappens ist Schlesien.
Braun. In Blau ein von einem silbernen Pfeil durchschossener Bärenkopf, über welchem drei ins Kreuz gelegte silberne Pfeile schweben. Die Braun erhielten 1620 den polnischen Adel und dieses Wappen.
Braunschweig. Schild rot-silbern geteilt, oben ein silberner Löwe, unten drei goldne Sterne. Erhielten 1570 das polnische Indigenat. Ein Zweig nannte sich Milczewski.
Breza. Der Schild durch drei Linien, welche von dem Mittel-punkte nach den beiden Unterecks und nach der Mitte des oberen Schildrandes gezogen sind, geteilt, rechts rot, links blau, unten silbern; kein Helmschmuck. Aus Frankreich.
Brisinowski. Schild gespalten, rechts schwarz-silbern geteilt, oben ein silberner, unten ein schwarzer Balken, das linke Feld rot ohne Bild; Helmschmuck: zwei Büffelhörner, das rechte schwarz-silbern geteilt, das linke rot. Aus Schlesien.
Bronikowski. In Blau ein silberner, schrägerechts mit der Spitze nach oben stehender Bootshaken (oseka); Helmschmuck: drei Straußenfedern. Die Bronikowski hießen ursprünglich von Oppeln, stammen aus Schlesien. Das Wappen wird auch Os«a genannt.
Buchwitz. Schild golden-schwarz gespalten, ohne Bild; Helm-schmuck: ein wachsender, gekrönter, schwarzer Greif. Aus Schlesien.
Cromer. Sie erhielten 1552 den polnischen Adel mit dem Wappen: in rotem Felde ein naturfarbener Adler, mit aufgeschwungenen Flügeln und einem Lorbeerkranz um die Brust. Dieses Wappen wurde durch Kaiser Ferdinand durch einen roten Querbalken in silbernem Felde vermehrt; es wurde nun der Schild rot-silbern geteilt, oben der Adler wachsend, unten der Balken geführt; Helmschmuck: ein schwarzer, doppelköpfiger Adler wachsend.
Czarnecki. In Blau drei silberne, vorwärts gekehrte Adler, zu 2 und 1 gestellt; Heimschmuck: drei Straußenfedern. Die Czarnecki stammen aus Deutschland, wo sie von Leiligen hießen, erhielten 1618 das polnische Indigenat.
Czeki. Schild rot-silbern gespalten, rechts ein halber, gold-gekrönter, silberner, an die Teilungslinie gelehnter Adler, links ein auf einem grünen Hügel sitzender, zurückschauender schwarzer Hund mit gespaltenem Schwanz und einem Halsband. Die Czeki stammen aus Ungarn, erhielten 1589 das polnische Indigenat.
Czirn. In Rot zwei silberne, stufenförmig zusammengestellte verkürzte, schwebende Pfähle oder Ziegeln; Helmschmuck: Brustbild eines rotgekleideten Mohren ohne Arme, mit weißer Binde um den Kopf. Aus Schlesien.
Czochron. In Silber ein roter, verkürzter Sparren, oben von zwei Eberköpfen, unten von einem Eberkopf begleitet; Helmschmuck: auf einem schwarz-silbern gestreiften Brett ein weißes, nach links schreitendes Roß.
Czorneborg. In Blau drei goldne Gabeln, deren Stiele in der Mitte, von einer weißen Rose bedeckt, zusammenstehen; Helmschmuck: zwei goldne Gabeln. Aus Schlesien.
Dalibor. Schild rot-gold gespalten, rechts drei silberne Münzen, zu 2 und 1 gestellt, links ein an den Spalt gelehnter halber, schwarzer Adler; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Aus Schlesien.
Deboli. In Silber zwei aufrechte, nach innen gekehrte goldne Löwen, welche einen blauen Kirchenleuchter halten. Sie stammen aus Frankreich, wo sie de Beaulieu hießen, erhielten 1662 das polnische Indigenat.
Dolaczko. Ein nach links gekehrter Ritter, in der rechten Hand eine brennende Lunte haltend, in rotem Felde. Stammen aus Sieben-bürgen, erhielten 1580 das polnische Indigenat.
Dolszkiewicz. In Rot zwei gekreuzte Säbel, mit den Spitzen nach oben gerichtet, der eine mit, der andere ohne Bügel, begleitet rechts von einem goldnen Stern, links von einem nach auswärts geöffneten Halbmonde. Erhielten 1661 den polnischen Adel.
Domagolicz. Schild rot-schwarz geteilt, unten und oben ein goldner Siegelring, aus dem oberen zwei grüne, nach den Seiten herab-gebogene Eicheln hervorgehend, aus dem unteren eine Eichel gerade hervorragend; Helmschmuck: zwischen zwei rot-schwarz übereck geteilten Büffelhörnern eine grüne Staude mit zwei grünen Blättern und oben drei Eicheln. Erhielten 1642 den polnischen Adel.
Donat. In Gold ein aus einer in dem rechten Obereck befind-lichen, blauen Wolke hervorkommender, links gekehrter, schwarz geharnischter Arm, der ein rotes Herz in seiner Faust hält. Erhielten 1662 den polnischen Adel.
Donhoff. In Silber ein Eberkopf; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Eber. Aus Liefland.
Dzianott. In Blau auf grünem Boden eine rote Mauer mit offenem Tor und mit fünf gezinnten Türmen, auf dem größeren mittleren ein schwarzer doppelköpfiger Adler mit goldnem Schein um den Köpfen; Helmschmuck: ein gleicher Adler. Aus Italien, erhielten 1663 das polnischen Indigenat.
Ebert. In Silber eine schwarze Armbrust, belegt mit einem silbernen, befiederten Pfeile mit blauer Spitze; Helmschmuck: ein Mannesrumpf, schwarz bekleidet mit silbernem Kragen, schwarzer Mütze mit silbernem Stulp mit einer schwarzen Hahnenfeder besteckt. Stammen aus Deutschland, erhielten 1685 das polnische Indigenat.
Farensbach. In silbernem Felde zwei voreinander stehende rote Mauern, jede mit vier Zinnen, unter denen eine goldne Gesimslinie, die hintere Mauer ragt über der unteren um zwei Ziegelreihen hervor; Helmschmuck: zwischen einem schwarzen Adlerflug ein aufwachsender Mann mit großem Schnurrbart, blauem, zugeknöpften Waffenrock, die Hände hinter dem Rücken haltend, auf dem Kopfe einen silbernen, rot aufgeschlagenen Kolpack mit roter Troddel. Stammen vom Rhein, erhielten 1588 das polnische Indigenat. Dieses Wappen führen auch die. Felker.
Fegesak (Vegesack). Schild geteilt, oben in Rot ein aufwachsender, goldner Löwe, unten, ebenfalls in Rot auf grünem Rasen zwei mit den grünen Stengeln sich kreuzende blaue Blumen. Erhielten 1597 unter Anerkennung des Adels als Vermehrung des Wappens: in gespaltenem Schilde, in welchem das Stammwappen, wie oben, in das linke Feld gesetzt wurde, rechts in Blau ein grün-bekränzter wilder Mann, in der rechten Hand einen runden Klöpfel, in der linken einen kleinen Sack haltend; Helmschmuck: wachsender Löwe.
Fihauser. Schild quadriert, in dem ersten und vierten schwarzen Felde auf einer auf grünem Boden stehenden Tonne ein silberner, auffliegender Reiher, im zweiten und dritten goldnen Felde je drei rote Kugeln; Helmschmuck - ein gleicher Reiher auf der Tonne zwischen zwei Büffelhörnern, das rechte rot-golden, das linke gold-schwarz geteilt, jedes in der unteren Hälfte mit den drei Kugeln belegt. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1633 das polnische Indigenat.
Flemming. In Blau ein auf den Hinterfüßen stehender Wolf mit hochgehobener Rute, in den Vorderklauen ein kleines, gezähntes rotes Rad haltend; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Aus Deutschland.
Fogelweder. In Blau ein schrägerechts gelegter roter Balken (oder Rittergürtel?), belegt mit vier goldnen Sternen; Helmschmuck: ein bis zu den Knien aufwachsender Mann in langem Gewande, ohne Kopfbedeckung, mit dem Sternen-Gürtel über der Brust belegt, die rechte Hand in die Seite gestützt, auf der erhobenen linken ein sitzender Habicht. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1589 den polnischen Adel.
Gersztorf (Gersdorff). Schild geteilt, oben rot, unten schwarz-silbern gespalten, ohne Bild; Helmschmuck: eine rote, mit Pelz verbrämte Mütze, auf derselben sechs Hahnenfedern. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1641 das polnische Indigenat.
Gordon. Schild blau-golden quadriert, im ersten Felde drei goldne Eberköpfe, im zweiten drei rote Löwenköpfe, im dritten drei rote Halbmonde, im vierten drei silberne Lilien. Stammen aus England, erhielten 1658 das polnische Indigenat.
Grzybowski. In Blau ein silbernes Balkenkreuz, an den vier Enden mit je einem goldnen Stern besetzt, über dem Kreuz ein goldner, nach oben offener Halbmond.
Guldenbalk. In silbernem Felde auf grünem Boden drei Palmen-bäume nebeneinander. Sie erhielten 1632 das polnische Indigenat und gleichzeitig als Wappen-Vermehrung: einen goldnen, gekrönten, schreitenden Löwen, der in der rechten Tatze ein Schwert hält in rotem Felde; Helmschmuck: ein gleicher, doch ungekrönter Löwe. Es wurden in quadriertem Felde das Stammwappen der Guldenbalk von Holt, also die drei Palmbäume in das erste und vierte, der Löwe in das zweite und dritte Feld gesetzt. Sie stammen aus Livland.
Guttry. Schild geviert, im ersten und vierten Felde in Silber ein roter Löwe, im zweiten und dritten in Blau eine aufgerichtete, goldne Garbe; Helmschmuck: ein wachsender goldner Löwe mit der Garbe in der Tatze. Sie nahmen wohl später das Wappen Sas an. Sie stammen aus Schottland, erhielten 1673 das polnische Indigenat.
Gwagnyn. Schild geteilt, das obere Feld golden-rot gespalten, rechts ein schwarzer, doppelköpfiger, gekrönter Adler, links der gekrönte polnische weiße Adler, mit den verschlungenen Buchstaben SA. auf der Brust, das untere Feld ist schrägerechts silbern-rot geteilt, unten ohne Bild, oben ein Igel. Erhielten 1571 den polnischen Adel.
Haydes. In silbernem Felde auf grünem Boden ein abgestumpfter Baumstamm, links mit einem, rechts mit zwei gestümmelten Ästen, an denen je ein grüner Zweig, um den Baum ist der untere Teil eines schrägerechts gestellten Ankers gelegt; Helmschmuck: zwischen offenem Fluge ein Schwertarm. Sie stammen aus Deutschland, hießen dort von Genderych-Haydes, erhielten 1540 und 1576 das polnische Indigenat.
Helt. In schwarzem Felde ein linker, silberner Schrägebalken, belegt mit einem nach oben gerichteten roten Pfeile; Helmschmuck: Kopf und Hals eines schwarzen Jagdhundes, der Hals belegt mit dem Balken, dieser mit dem Pfeil. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1569 den polnischen Adel.
Hendreich. In Blau ein silberner Querbalken, durch den drei silberne Pfeile und zwar zwei über den dritten gekreuzt, gesteckt sind; Helmschmuck: ein die drei Pfeile haltender, geharnischter Arm. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1631 und 1654 das polnische Indigenat.
Kalkreuter (Kalckreuth). In silbern-schwarz gespaltenen Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte, goldne, zweizinkige Gabeln; Helmschmuck: eine silbern-schwarz gekleidete Frauengestalt, in jeder Hand eine Gabel. Stammen aus Schlesien, erhielten 1676 das polnische Indigenat.
Kalmucki. In grünem Felde ein goldner Löwe, in der Mitte von einem Pfeile von oben nach unten schrägerechts durchbohrt, in der rechten Vordertatze ein aufrechtes Schwert haltend; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Erhielten 1675 den polnischen Adel.
Kanon. In silbernem Schilde ein blaues Schildeshaupt, in weichem eine goldne Rose, auf jeder Seite derselben ein goldner Stern. Sie stammen aus Burgund, waren schon 1640 in Polen.
Kantakuzen. In Gold ein gekrönter, doppelköpfiger, schwarzer Adler. Sie stammen aus Griechenland, kamen 1636 nach Polen.
Kierlo. In Blau drei goldne, feuerspeiende, goldne Löwenköpfe, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein aufwachsender Löwe oder zwei über Kreuz gelegte Jagdhörner mit silbernen Beschlägen, mit silbernem Bande zusammengehalten. Sie stammen aus Sachsen, ihr Stammwappen waren die Jagdhörner; als Ludwig Kierlo in dem Kriege der Deutschen gegen die Franzosen einen feindlichen, vornehmen Ritter, der einen Löwenkopf im Wappen führte, getötet hatte, erteilte ihm der Kaiser Rudolf um 1300 als Wappenvermehrung einen Löwenkopf, die Jagd-hörner wurden in den Helmschmuck gesetzt. Sie erhielten 1528 das polnische Indigenat und als Wappenvermehrung noch zwei weitere Löwenköpfe. Dieses Wappen wurde Plomienczyk Sowity genannt.
Kierszejsztein. In rotem Felde ein senkrechter Eichenstamm, rechts mit zwei, links mit drei Astenden, an welchen sich links ein aufrechter, goldner Löwe mit den Vordertatzen stützt, rechts vom Eich-stamm zwei goldne, nach links gekehrte Hirschköpfe mit Hals, übereinander; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz zwischen zwei Adlerflügeln. Die K. stammen aus Deutschland, wo sie Kirschenstein hießen. Die Hirschköpfe waren ihr Stammwappen, das 1437 durch den Löwen mit dem Eichenstamm von Kaiser Sigismund vermehrt wurde. Sie kamen über Preussen um 1550 nach Samogitien und erhielten das Indigenat für Litauen und Polen. Nach dem Vornamen Kryszpin des mit dem Indigenat Beliehenen, nannten sich dessen Nachkommen mitunter auch nur Kryszpin und es wurde dies der Name des Wappens.
Kleszczynski. In Rot ein silberner Greif, der in der rechten Tatze ein goldnes Kreuz hält; Helmschmuck:. zwei gekreuzte Beile vor drei Straußenfedern. Maciej Puttkamer trennte sich von seiner Familie, die ihn unter Kuratel halten wollte, weil er katholische Andachten besuchte, änderte sein Wappen in den silbernen Greif um, trat in polnische Kriegsdienste und nannte sich Kleszczynski; vorn Reichstage 1685 erhielt er das polnische Indigenat und von König Jan Sobieski für Kriegsauszeichnung als Wappenvermehrung das Kreuz und die beiden Beile, auch wurde der angenommene Name K. bestätigt.
Koninski. Schild rot-silbern gespalten, in jedem Felde ein Jagdhorn von gewechselter Tinktur, das vordere gestürzt; Helmschmuck: ein wachsender, geharnischter Ritter, in jeder Hand ein Horn.
Kreczynski. In Blau ein schwarzer Pfeil; Helmschmuck: ein Hirschgeweih von acht Enden, das rechte Horn schwarz, das linke blau. Sie stammen aus Schlesien, erhielten 1685 das polnische Indigenat. Dieses Wappen führen auch die Mokrski.
Kreski. In schwarzem Felde unter einem Baum stehend ein weißer Jagdhund mit goldnem Halsbande. Sie kamen um 1650 nach Polen aus Schlesien, wo sie Nadelwicz hießen, wie auch dieses Wappen genannt wird.
Kruszowski. In blauem Felde ein aufrechter Bär, der zwei bis zur Hälfte in den Hals, von rechts und links geschossene Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher Bär. Sie kamen aus Ungarn, wo sie Nedecki hießen, um 1540 nach Polen.
Kruzer. In blauem Felde drei schwebende silberne Sparren übereinander, begleitet oben von zwei silbernen Bechern, unten von einem Becher Sie stammen aus den Niederlanden, wo sie Croser hießen, erhielten 1683 das polnische Indigenat.
Kur. In rotem Felde auf schwebendem grünen Boden ein silberner Hahn mit goldnem Kamm und goldnen Lappen; Helmschmuck, ein gleicher Hahn (Kur). Über den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, der Hahn gilt als Sinnbild der Wachsamkeit. Dieses Wappen führen die: Horodynski, Karszenski, Kurak, Kurek, Kurkowski, Kurski, Kurzewski, Szaprowski.
Lacyozy. Schild quadriert, im ersten und vierten Felde in Silber je ein gekrönter, schwarzer Adler, im zweiten und dritten Felde in Blau je drei goldne fünfstrahlige Sterne zu 2 und 1 gestellt. Erhielten 1673 das polnische Indigenat.
Laussen (Lauson). Ein Sparren, in der Spitze mit einem Stern belegt, von drei Granatkugeln begleitet; Helmschmuck: ein Stern. Erhielten 1685 den polnischen Adel.
Lembinski. Ein nach oben offener Halbmond von zwei senk-rechten Pfeilen von oben nach unten durchschossen, überhöht rechts und links von je einem Stern; Helmschmuck: ein Halbmond, die Spitzen mit je einem Stern besetzt.
Lindenowski. Schild schrägelinks geteilt, unten von Silber und Blau viermal schrägelinks gestreift, oben in Rot ein wachsender, goldner Löwe; Helmschmuck: der Löwe wachsend zwischen zwei rot und blau quergestreiften Büffelhörnern.
Linkiewicz (L. Pozhorski). Ein an dem rechten unteren Balken gestümmeltes Doppelkreuz auf einem Hügel.
Labecki. In rotem Felde ein querliegendes, mit der Spitze links gekehrtes Schwert, auf welchem ein gestürzter goldner Halbmond ruht.
Megieln. Schild quadriert, im ersten Felde drei Sterne, im zweiten ein Hufeisen mit Kreuz, im dritten ein halber Adler, im vierten vier Monde. Nobilitiert in Brandenburg 1672 als Megelin von Weissenbach, erhielten 1673 das polnische Indigenat.
Melcyan. Schild gespalten, rechts in Blau zwei graue Hasen-köpfe untereinander, links in Silber ein roter Baumstamm, auf welchem auf drei roten Weinblättern zwei blaue Weintrauben liegen; Helmschmuck. drei Pfauenfedern. Aus Schlesien, dort Maltzan genannt.
Mikusz. Schild blau-rot quadriert, im ersten und vierten Felde je drei silberne Lilien zu 2 und 1 gestellt, im zweiten und dritten Felde je drei silberne Querbalken; Helmschmuck: innerhalb eines offenen Adlerfluges eine silberne Lilie. Aus Schlesien.
Mlekicki. Schild gespalten, vorne ein Löwe, hinten ein nach oben offener Halbmond, besetzt mit einem durchkreuzten Pfeileisen.
Mocarski. In rotem Felde im Schildesfuss ein blauer Fluß, an welchem rechts ein grüner Baum steht, dessen Gipfel links von einem goldnen Sterne begleitet ist.
Mohyla. In rotem Felde zwei nackte, schrägegekreuzte, mit den Schneiden nach unten gerichtete Säbel, deren Spitzen einen kleinen Kreuzbalken haben; Helmschmuck: ein gleicher Säbel gekreuzt mit einem Feldherrnstabe. Es ist das Stammwappen der Wallachischen Hospodarenfamilie Mohyla, die 1593 das polnische Indigenat erhielt und nach dem Verluste des Thrones 1612 ganz nach Polen übersiedelte. Dieses Geschlecht ist erloschen, es führen dieses Wappen aber die: Maruchowicz und Stabniewicz.
Montelupi. Schild rot-golden quadriert, in dem ersten und vierten Felde je ein silberner Adler, in dem zweiten Felde ein Berg, in dem dritten drei Flüsse, von oben nach unten fließend. Sie stammen aus Florenz, erhielten um 1580 das polnische Indigenat, nannten sich dann Wilczogorski.
Morykoni. Schild gespalten, rechts ein das Feld ausfüllendes, wallendes Meer, das von drei silbernen, schmalen Querstreifen in gleichen Abständen überzogen ist, links in Silber ein schwarzer, ge-krönter, einköpfiger, heraldischer Adler, mit einem schrägerechten blauen Bande über der Brust, das mit drei goldnen Sternen belegt ist; zwei Helme, auf dem rechten ein nach links gekehrter, wachsender weißer Windhund, auf dem linken ein Mohrenkopf mit weißer Binde. Sie stammen aus Italien, erhielten 1673 das polnische Indigenat.
Muelverstedt (Mülverstedt). In Gold ein halber, roter Hirsch; Helmschmuck: ein goldner, schwarzbefiederter Vogelfuß, aufwärts gekehrt, eine goldne Kugel haltend. Sie stammen aus Thüringen, kamen um 1490 nach Preussen.
Muryson. In Silber drei Mohrenköpfe, zu 2 und 1 gestellt. Sie stammen aus Großbritannien, erhielten 1676 das polnische Indigenat.
Necz. In Gold drei silberne Halbmonde zu 2 und 1 gestellt, über jedem Monde eine schwebende, rote Kugel; Helmschmuck: ein silbernes und ein rotes Büffelhorn. Sie stammen aus Schlesien, er-hielten 1601 das polnische Indigenat.
Neysztad. In Schwarz ein goldner Querbalken, begleitet von drei goldnen Rosen. Sie stammen aus Deutschland, aus der Grafschaft Mark, erhielten 1673 das polnische Indigenat.
Nosadyni. Schild blau-rot gespalten, rechts ein von zwei goldnen Löwen gehaltener, auf grünem Boden stehender Walnußbaum, auf dem ein Reiher steht, der in der rechten Hand einen Stein hält, links der gekrönte polnische weiße, Adler; Helmschmuck. ein gleicher Reiher. Sie stammen aus Venedig, erhielten 1673 das polnische Indigenat.
Oderski. In Blau ein goldnes Rad; Helmschmuck: ein gleiches Rad. Sie kamen aus Schlesien um 1640 nach. Polnisch Preussen.
Olszewski. Ein geharnischter Arm, der eine Lanze mit aus-gezacktem Fähnlein hält; Helmschmuck: drei Straußenfedern zwischen zwei Lanzen. Sie stammen wohl aus Deutschland, wo sie Wegier hießen, sich in Preussen um 1650 Olszewski nannten, nach Masowien übersiedelten.
Orla glowa. In goldnem Felde ein schwarzer Adler-kopf (orla glowa) mit Hals und einem Teil der Brust, mit offenem Schnabel und ausgeschlagener Zunge; Helmschmuck: das Wappen-bild. Dieses Wappen führen die: Gwozdziecki, Myslanski, Nasierowski, Oppersdorff, Pikolar, Stablowski. Es führen das Wappen jedoch verändert die Oppersdorf, die 1663 das polnische Indigenat erhielten: den Adlerkopf silbern und gekrönt in Rot.
Pacholowiecki. Stanislaw P., des Wappens Rownia, zeichnete sich 1581 bei dem Sturm auf Pskow aus, erklomm zuerst die in die Mauer geschlossene Bresche, verjagte den Feind von dort, drängte die nach dem Turm der Festung Entfliehenden nach der Stadt, wo sie eingeschlossen waren. Durch sein Wagnis trug er wesentlich zur Einnahme der Festung bei. Dafür erhielt er vom König eine Wappenvermehrung: in dem gespaltenen Schilde vorne in Rot ein halber, an die Teilungslinie gelehnter, gekrönter weißer polnischer Adler, links das Wappen Jelita, zu welchem der Hetman Zamojski ihn annahm; auf dem Schilde drei Helme, auf dem mittleren ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Stammwappen Rownia mit dem Halbmond und drei Sternen, auf jedem der beiden Nebenhelme ein runder, gezinnter Mauerturm, der rechte mit drei zu 2 und 1 gestellten, der linke ohne Öffnungen, auf jedem Turm ein senkrechter Fahnenstock mit einer nach auswärts flatternden langen Fahne, auf der rechten das Wappen des Königs, d. i. drei Wolfszähne, auf der linken das Wappen Jelita. Dieses neue Wappen wurde Pskowczyk genannt.
Peretyatkowicz. Krzysztof P. wurde für Tapferkeit vom Reichs-tage 1659 nobilitiert und erhielt als Wappen: in blauem Felde ein silbernes, gesatteltes und gezäumtes, laufendes Roß, dessen Kopf und Mähne mit je einem goldnen Stern besetzt sind; Helmschmuck: drei, Straußenfedern. Dieses Wappen führen auch die: Perkowski.
Pernus. In Blau ein schrägerechter, silberner Balken, belegt mit drei Birnen, jede halb rot, halb gold und mit einem Stengel mit zwei Blättchen; Helmschmuck: Kopf und Hals eines silbernen Hahnes. Sie stammen aus Böhmen, wo sie Kippenhan hießen, erhielten 1589 das polnische Indigenat. In Zweigen nannten sie sich: Pyrnus, Spirn, Petkowski.
Petrowski. In Blau ein roter, mit einem silbernen Schlüssel belegter, rechter Schrägebalken, oben und unten von je einem goldnen Stern begleitet; Helmschmuck: ein gleicher, senkrechter Schlüssel inner-halb eines Fluges.
Plaga (Plagga). Ein wachsender, geharnischter Mann mit einem Schwerte in der Rechten, am rechten Schildesrand ein nach innen geöffneter Halbmond; Helmschmuck: ein geharnischter, hauender Schwertarm. Eine Linie führt: einen Schrägebalken, belegt mit drei nach oben geöffneten Halbmonden; Helmschmuck: ein Halbmond, dahinter ein belaubter Baum.
Podchociwski. Sie erhielten 1633 den polnischen Adel, als Wappen: in Rot der weiße polnische Adler mit dem Wappen Snopek auf der Brust.
Pogorski. In Rot ein goldner Hirschkopf mit Hals, der in einen Fischschwanz endet; Helmschmuck: das Wappenbild. Aus Schlesien 1500. Dieses Wappen führen auch die: Rudzki.
Polota. In rotem Felde ein schwebender, nach links gekehrter nackter Arm, welcher schrägerechts von unten nach oben von einem Pfeil durchbohrt ist und in der Hand eine brennende Fackel hält; Helmschmuck: zwei nebeneinander stehende Türme" jeder mit zwei Luken und einem spitzen Dach, aus den äußersten Luken der Türme weht je eine aufrechte Fahne. Dieses Wappen wurde von König Stefan an Walentyn Was verliehen, welcher bei dem Sturm auf Polock 1579 mit großem Wagnis eine brennende Fackel unter einen Turm legte, dabei durch einen Pfeil in den Arm verwundet wurde. Der Beliehene nahm den Namen Polotynski an, das Wappen wurde Polota genannt. Dasselbe führen die: Bursztin, Polotynski, Pomaski.
Raes. Schild schwarz-rot gespalten, rechts ein silbernes Hoch-kreuz, dessen oberer, rechter und linker Arm jeder mit drei Quer-sprossen, der untere Arm mit fünf Sprossen durchkreuzt ist, links drei silberne rechte Schrägebalken; Helmschmuck: ein schwarzer und ein goldner Adlerflügel, beide sich halb deckend, die Schwingen nach links gekehrt. Sie stammen aus dem Herzogtum Luxemburg, kamen 1642 nach Polen. Dieses Wappen führen auch die: Przedwojewski.
Rarowski. In Rot sechs goldne Ziegeln, zu 3, 2 und 1 (wohl auch zu 1, 2 und 3) gestellt; Helmschmuck: zwischen zwei mit den Köpfen einander zugekehrten, den Schwanz nach oben richtenden Delphinen, der rechte rot, der linke silbern, ein Reichsapfel mit Kreuz. Über den Ursprung wird gesagt: Als im 11. Jahrhundert die Türken die Stadt Budzynia in Kroatien sich angeeignet hatten, unternahm ein Ritter Rhor mit der ihm untergebenen kaiserlichen Mannschaft einen Sturm auf die Stadt, bestieg als einer der ersten die Stadtmauer und ließ diese durch Herunterwerfen von Ziegeln ersteigbarer machen. Dafür erhielt er vom Kaiser dieses Wappen, die Ziegel sollen an die Abbrechung der Mauer erinnern, der Reichsapfel sollte als Zeugnis gelten, daß die Stadt durch die Heldentat des Rhor dem Kaiser wieder-gewonnen war. - Jan Rohr (Rohr, Ror) aus Schlesien erhielt 1580 das polnische Indigenat, nannte sich Rarowski.
Rotermund. Ein rechter Schrägebalken, oben von einem schräge-rechten Pfeil, unten von einem schrägerechts nach oben schwimmenden Karpfen begleitet. Stammen aus Böhmen, erhielten 1585 das polnische Indigenat.
Salamandra. In blauem oder auch silbernem Felde ein Flammenfeuer, in dessen Mitte sich ein nach links gekehrter Sala-mander befindet; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Der Sage nach wurde dieses Wappen von dem böhmischen Fürsten einem seiner Ritter erteilt, der das von giftigen Schlangen verheerte Böhmen von diesen durch Anwendung von Feuer, durch dessen Rauch die Tiere betäubt wurden und dann gefahrlos getötet werden konnten, befreit hatte. Es wurde dieses Wappen, das nach dem Wappenbilde Sala-mandra genannt wurde, Ende des 15. Jahrhunderts in Polen ein-geführt. Dasselbe führen die: Chrzasz, Deszkowski, Kaszyc, Kaszycki, Pielesz, Sampolinski.
Schampach. In Grün ein goldener Löwe, ohne Krone, in der rechten Pranke ein Schwert, in der linken eine weiße, heraldische Rose an einem Stengel haltend; Helmschmuck: ein wachsendes Einhorn. Sie stammten aus Deutschland, erhielten 1633 das polnische Indigenat.
Schlichting. In Silber ein schwarzes Hirschgeweih von zehn Enden, auf dessen Spitzen eine Hirschstange von vier Enden ruht; Helmschmuck: drei Reiherfedern. Ursprünglich deutsches Geschlecht, erhielt 1567 in Polen von König Zygmunt August Anerkennung und Erneuerung des Adels.
Sierpy. In rotem Felde ein aus dem linken Schildesrande aus Wolken ragender mit weißem Ärmel bekleideter Arm, dessen Hand drei Sicheln (sierpy) hält, die fächerartig mit den Griffen nach unten, mit den Schneiden nach links gekehrt stehen. Dieses Wappen führen die: Sierp und Sochanski.
Slodkowski. In Rot ein halber, nach unten offener, goldner Ring, oben besetzt mit einem goldnen, nach oben gerichteten, befiederten Pfeil, unter dem Ringe eine silberne Rose mit vier schwarzen Butzen ; Helmschmuck: fünf Straußenfedern, von einem Pfeil waagerecht durch-schossen. Die Slodkowski stammen aus dem Fürstentum Siewiers, das Wappen wird Gnieszawa genannt.
Snopek. In grünem Felde eine aufrechte, goldne Garbe (snopek). Es ist das Stammwappen der polnischen Könige aus dem schwedischen Hause Wasa (1587-1668).
Soltyk. In silbernem Felde ein schwarzer Adler mit einer goldenen Krone um den Hals und mit einem aus der Brust, oberhalb des rechten Flügels herauswachsenden Ritterarm, dessen Hand einen krummen Säbel schwingt. Es ist dies das alte Wappen Preußens. Die Soltyk stammen aus dem alten Preussen, kamen über Polen nach Rußland, von dort um 1580 nach Polen wieder zurück.
Sowinski. In Blau ein goldenes, nach oben offenes Hufeisen (podkowa); Helmschmuck: drei Straußenfedern. Die Sowinski erhielten 1591 den polnischen Adel und dieses Wappen, das Podkowa genannt wird.
Stojenski. In blauem Felde zwei silberne, gestürzte Pfeile und in deren Mitte ein gestürztes Schwert fächerförmig zusammenstehend; Helmschmuck: ein senkrecht stehender Anker. Sie stammen aus Frankreich, wo sie Statorius hießen, erhielten 1591 das polnische* Indigenat.
Stoma. In Blau ein goldnes, lateinisches H, dessen Mittellinie mit einer halben, silbernen Lilie besetzt ist. Die Stoma stammen aus Samogitien, wo sie Stuman hießen. Dieses Wappen führen auch die: Nornicki.
Szwarcwald (Schwarzwald). Schild schwarz-blau geteilt, oben ein goldner Eichenzweig mit drei Eicheln und zwei Blättern, unten ein rechtsgekehrter, goldener Löwenkopf mit ausgeschlagener Zunge. Die Szwarcwald stammen aus Preussen, erhielten 1658 das polnische Indigenat.
Trach I. Schild blau-silbern gespalten, rechts liegt auf der Spaltlinie ein goldner, geflügelter Drache, den Kopf und die zwei Füße nach oben gerichtet, den Schwanz aufgebogen und in einer Pfeilspitze endend, in dem linken Felde drei rote, rechte Schräge-balken; Helmschmuck: fünf Straußenfedern. Dieses Wappen stammt aus Schlesien, dasselbe führen die: Brzeski, Gninski, Proski, Trach, Traczewski, Zelecki.
Trach II. In Rot ein silberner Adler mit einem Hahnenkopf. Dieses, aus Schlesien stammende Wappen führen die: Zak.
Trzy Bulawy. In blauem Felde ein linker, silberner Schräge-balken, belegt mit drei goldnen Lilien und besteckt oben mit zwei goldnen, halben Feldherrnstäben (bulawy), unten mit einem Feldherrn-stabe. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, dasselbe führen die: Karboth, Moczarski, Supinski.
Twardost. In rotem Felde ein silbern-blau geschachtes Herz. Dieses Wappen führen die: Juszyinski.
Unrug. In Gold ein roter, doppelschweifiger Löwe; Heim-schmuck: ein Mahlstein, oben mit drei Straußenfedern besteckt, umfaßt von zwei roten Löwentatzen. Die Unrug stammen aus Deutschland, wo sie Unruh hießen" kamen 1594 nach Polen.
Wal. Schild gold-silbern gespalten, rechts ein halber, an den Spalt gelehnter schwarzer Adler, links ein schwarzer Querbalken, oben und unten mit je drei roten Spitzen besetzt. Sie stammen aus Danzig, schrieben sich dort Wahl, erhielten 1658, das polnische Indigenat. Walbach. - Schild gold-blau gespalten, vorne ein schwarzer einen Felsen hinaufspringender Steinbock, links ein silberner Fluß, senkrecht oder auch schrägerechts laufend; Helmschmuck: ein Pfauen-schwanz. Sie stammen aus Deutschland, wo sie Wolbach, auch Wolbock hießen. Sie erhielten 1569 den polnischen Adel. Ein Zweig nannte sich Bartlinski, nahm aber das Wappen Sowka an.
Waxman. In Gold eine rote, gezinnte, mit drei Schießscharten versehene Mauer, aus der ein silbern gerüsteter, bärtiger Mann aufwächst, den linken Arm in die Hüfte gestützt, mit dem rechten ein Schwert schwingend; Helmschmuck: ein gleicher, aufwachsender Mann. Sie stammen aus der Schweiz, erhielten 1569 den polnischen Adel. Dieses Wappen, das Zbroyny Maz (bewaffneter Mann) genannt wird, führen auch die: Szotkiewicz.
Wegner. Schild rot-silbern geteilt, oben ein wachsendes, silbernes Einhorn, unten zwei schwarze Pfähle, zwischen denen eine rote Rose. Sie saßen in Preussen, wo sie Wegnern hießen, erhielten 1635 den polnischen Adel.
Wegrzynowicz. In Rot ein goldner Löwe, überhöht von drei goldnen Sternen nebeneinander; Helmschmuck: drei Straußenfedern.
Weselini. Schild blau-silbern geteilt, oben ein auf der Teillinie- liegender, roter Seehund mit silbernem Schwanz, mit beiden Pfoten sich an einem auf der Teillinie stehenden Baumstumpf haltend, an den er mit einer Kette um den Hals gefesselt ist, unten ein rechts gekehrter Fisch; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Die Weselini stammen aus Siebenbürgen, erhielten 1590 das polnische Indigenat.
Wesola. In Blau, auch wohl in Schwarz ein rechter Schrägebalken, in zwei Reihen silbern-rot geschacht; Helmschmuck: drei Straußenfedern. Dieses, auch Gaudium genannte Wappen führen die: Wiese.
Wichert. Schild silbern-blau quadriert, im ersten und vierten Felde ein aufgerichteter Pfeil, im zweiten und dritten Felde drei silberne, zu 2 und 1 gestellte Sterne. Sie erhielten 1667 den preussischen, 1686 auch den deutschen Reichsadel und auch 1686 das polnische Indigenat.
Wilcza Glowa. In Blau ein Wolfskopf (wilcza glowa). Dieses Wappen führen die.- Klein (Kleyna), welche 1662 den polnischen Adel erhielten.
Wilkaniec. In Blau ein nach unten offenes Hufeisen, oben besetzt mit einem Kreuze, unter dem Hufeisen ein Wolfskopf.
Wilmowski. Schild geteilt, oben in Schwarz ein goldner Löwe, unten golden-rot gespalten mit zwei einander zugekehrten, gestürzten Jagdhörnern in gewechselten Farben mit schwarzen Schnüren; Heim-schmuck: der Löwe wachsend zwischen zwei schwarzen Büffelhörnern. Die Wilmowski hießen ursprünglich Skoczowski, erhielten als solche 1553 den polnischen Adel.
Winter. Schild gespalten, rechts in Gold ein blauer, linker Schrägebalken, belegt mit zwei goldnen Sternen, links in schwarzem, mit silbernem Gitter durchzogenen Felde ein goldner Querbalken; Helmschmuck: ein wachsender Adler mit einem Eichenzweige im Schnabel. Die Winter saßen in Thorn, erhielten 1632 den deutschen Adel als Winter von Sternfeld, 1658 das polnische Indigenat.
Winter. In Blau auf natürlichem Boden links ein trockner Baum, rechts ein nach links schreitender, geharnischter Mann, der mit der linken Hand den Baum faßt, mit der rechten ein Beil schwingt. Die Winter erhielten 1650 den schwedischen Adel, dann 1659 das polnische Indigenat und gleichzeitige Wappenvermehrung: Schild ge-spalten mit einem Herzschild, in welchem in Silber die goldnen Buch-staben J. C. (Joh. Casimir), über dem Herzschild eine goldne Königs-krone, in dem rechten roten Felde über einem mit drei goldnen Sternen belegten linken, wohl blauen Schrägebalken ein aus Wolken am rechten Schildesrande hervortretender Schwertarm, unter dem Balken ein linksgekehrter, goldner, gekrönter Löwe, im linken Felde das Stammwappen: Mann und Baum.
Wizemberg. In blauem Felde zwei schwarze, goldgekrönte, mit goldnem Halsband versehene Füchse mit hochgehobener Rute, welche nebeneinander, einer den andern halb deckend, einen vom halben Schildesfuss bis zum halben rechten Schildesrande reichenden Felsen-berg hinauflaufen; Helmschmuck: ein schwarzer, aufwachsender Hirsch innerhalb eines schwarzen Fluges.
Zeby. In rotem Felde eine silberne Wolfs-kinnlade mit drei auf der linken Seite derselben befindlichen, über- und nebeneinander stehenden Zähnen (Zeby). Es ist dies das Stamm-wappen des Königs Stefan Batory (1576--86). Über den Ursprung des Wappens wird gesagt: Vitus, der um 900 in Ungarn lebte, tötete einen Drachen, der in den Sümpfen beim Schlosse Eczed sich aufhielt und in der Umgegend großen Schaden anrichtete, mit seinem Spieße, nachdem er ihn dreimal vergeblich angegriffen hatte. Für seine Tat erhielt er die drei Drachenzähne (also nicht Wolfszähne) ins Wappen, den genannten Landesstrich als Eigentum, und wurde fortan Bator, d. i. im Ungarischen = Magnanimus, genannt. Das Wappen Zeby wird auch mit Trzy Zeby (drei Zähne) und mit Wilcze Kly (Wolfszähne oder Hauer) bezeichnet.
Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular! Danke!
Ja, ich erbitte Zusendung einer Wappenabbildung für oben genannte Familie:
1. Ich suche auch:
Angaben zur Genealogie
2. Ich habe spezielle Fragen:
2. Ich wünsche eine Grund-Recherche bis zu einer halben Stunde (für 30,00 DM) Profi-Recherche bis zu einer Stunde (für 60,00 DM)
3.Mein Name:
4.Meine Straße:
5.Meine Postleitzahl und mein Ort:
6 Meine eMail:
7 Meine Telefon-Nummer (bitte angeben, weil gelegentlich eMails als unzustellbar zurückkommen):
Einmaliges Drücken des "Absenden"-Knopfes genügt!
6.Sie haben es geschafft! Wir werden uns in kurzer Zeit um Ihr Anliegen bemühen und danken Ihnen vielmals für Ihr Interesse!