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Herrensitze des Adels im Deutschen Reich

Texte und Abbildungen zu Herrenhäusern, Rittergütern, Festen Häusern, Schlössern

In der praktischen Arbeit des Instituts Deutsche Adelsforschung ist es immer wieder aufgefallen, daß der Mangel an übergreifenden Registern von Gutshaus- und Herrensitzbeschreibungen aus der Literatur spürbar ist.

Das folgende Verzeichnis ist als bibliographisches Register aufgebaut und versteht sich daher als kombiniertes Register und als Bibliographie, geht jedoch über die reine schrifttumskundliche Zusammenstellung von bloßen Zeitschriften- oder Monographietiteln weit hinaus, indem sie nicht nur primär die Quellenwerke in deutschen Bibliotheken nachweist, sondern sich vielmehr durch zeitaufwendige Autopsie mit dem Nachweis einzelner Herrensitzbeschreibungen und einzelner Besitzerfamlien befaßt.

Herangezogen wurden hierfür eine Vielzahl von (teilweise sehr seltenen) gedruckten wie ungedruckten Werken ab dem Erscheinungsjahr 1700, vornehmlich aber solche Quellen, die sich der gewöhnlichen Bibliographie über Herrensitze bisher entzogen haben.

Neben dem Namen des Herrensitzes und der provinziellen bzw. territorialen Lagebezeichnung wurden zudem auch die wichtigsten jeweils im Text genannten Besitzerfamilien mit dem Familiennamen beigefügt, so daß hier nicht nur ein Zugriff per Herrensitzname möglich ist, sondern auch ein solcher über die Geschlechter, die einst auf diesem Herrensitz gesessen haben. Mit dieser doppelten Funktion wird es nunmehr wesentlich einfacher als bislang mithilfe der hier vorliegenden Liste möglich sein, auf gesamtdeutsche, auch die alten preußischen Ostprovinzen einschließende Herrensitzbeschreibungen, zugreifen zu können.

Von der Qualität her variieren die Texte und Abbildungen sehr stark. Sie reichen von einfachen gezeichneten oder photographischen Außen- oder Innenansichten in unterschiedlichsten Formaten aus Privatbesitz ohne jegliche Beschreibung bis hin zu ausführlichen mehrere Seiten umfassende Texte der Herrensitze, ihrer Architektur und ihrer Kunstgeschichte.

Dadurch hervorgerufen wird auch eine unterschiedliche Wertigkeit der Originale. Eine Qualitätsbeurteilung der einzelnen Beschreibungen wurde durch uns jedoch nicht vorgenommen und muß dem Benutzer überlassen bleiben, wohl aber eine Quantitätsmessung. Daher wurden zur Orientierung über den Umfang der jeweiligen Beschreibung und des erschlossenen Bildmaterials jeweils kleine Bemerkungen über den Umfang mit eingeflochten und dem Herrensitznamen hinzugefügt. Dabei haben die einzelnen Bezeichnungen folgende Bedeutungen:

I. Bilder

Es handelt sich um Gemäldereproduktionen, Photographien, Gouachen, Stiche und Zeichnungen mit den Motiven von Grußndriß, Innen- oder Außenaufnahme unterschiedlichen Formats. Zu unterscheiden sind die beiden in jedem Registereintrag vergebenen Parameter:

II. Texte

Es handelt sich um textliche Erwähnungen des jeweiligen Herrensitzes meist in Form einer Unterschrift, eines Artikels oder eines Aufsatzes in einer Monographie, einem Prospekt oder einem Sammelwerk unterschiedlichen Umfangs. Zu unterscheiden sind die vier in jedem Registereintrag vergebenen Parameter:

Das Register umfaßt insgesamt die Herrensitznamen Aalbeck bis Aulenbach, Aulendorf bis Berus, Berwalde bis Boverstedt, Boxberg bis Caane, Cabel bis Demerthin, Demmitz bis Eberstein, Eberstein bis Flechtlingen, Fleckenstein bis Gemel, Gemen bis Grasnitz, Grassee bis Großtychow, Großumstadt bis Haunsheim, Haus bis Höhenroth, Hohensalzburg bis Johannenhof, Johannisberg bis Kleinglienicke, Klein-Glienicke bis Krassenstein, Krassow bis Laubach, Laubenberg bis Lojow, Lomnitz bis Mauschwitz, Mausitz bis Muschten, Muskau bis Neuwaldau, Neuwalde bis Oels, Oelsa bis Piepenhagen, Piesnitz bis Putbus, Putlitz bis Residenz Passau, Residenz Saarbrücken bis Ruhr, Rühstädt bis Schmagerow, Schmagorey bis Selka, Sellechow bis Stern, Sternberg bis Torgelow, Tornow bis Vögeding, Vogelsgesang bis Wernburg, Werneck bis Wöltersdorf und Woltow bis Zywoszütz sowie eine Seite mit Supplementen A-Z.

Die von uns für die Verzettelung herangezogenen Werke stammen aus einer großen Masse an nahezu unübersehbarer Literatur, die wir hiermit gern online teilweise erschließen möchten. Die folgende vom Institut Deutsche Adelsforschung zusammengestellte Schrifttumsliste enthält nun gedruckten Werke, die als Monographie oder Sammelwerk mehrere Beschreibungen oder Abbildungen zu Herrensitzen bringen, die in Deutschland oder dem ehemaligen Deutschen Reich einschließlich der alten deutschen Ostgebiete liegen. Die meisten dieser Titel sind territorialgebunden und beschreiben die Herrensitze einer bestimmten Region; es bot sich daher an, eine raumbezogene Gliederung nach Bundesländern, Provinzen und Gegenden anzulegen.

Daneben gibt es aber auch Themenbände mit Aufnahmen von speziellen Architekturformen (Beispiel: "Deutsche Wasserburgen"), die grenzübergreifend angelegt worden sind. Unberücksichtigt für die vorliegende Bibliographie blieben hingegen Aufsätze oder Monographien, die sich mit nur einem einzigen Herrensitz befassen (ihre Zahl ist groß und nicht ohne weiteres ermittelbar, zudem nur von begrenztem lokalem Interesse) als auch solche Werke, die sich nur unter architektonischem Gesichtspunkt mit verschiedenen Bauformen befassen (Beispiel: "Deutsche Burgenkunde"), ohne namentliche Beispiele zu bringen.

Nicht berücksichtigt wurden ferner solche Werke, die sich überwiegend oder ausschließlich mit Herrensitzen im europäischen Ausland befassen (Österreich, Schweiz, Italien et cetera). Ebenfalls unbeachtet blieb ferner die Reihe "Handbuch der Historischen Stätten" und die Reihe der "Kunstdenkmäler"-Handbücher, die neben Herrensitzen immer auch weitere Baulichkeiten beschrieben und daher zu sehr ausufern, gleichwohl aber vollständiger sind als andere Werke.

Bibliographisch sind diese jedoch wesentlich einfacher zu ermitteln als andere Werke, namentlich Monographien oder Aufsätze, die unter sehr unterschiedlichen Titeln erschienen sind. Standortrecherchen in deutschen Bibliotheken und Fernleihbestellungen von unten aufgeführten Büchern sind möglich über den Gemeinsamen Bibliotheksverbund der norddeutschen Länder. Selbstverständlich bietet die vorliegende Zusammenstellung nur eine Auswahl an und beansprucht keinesfalls Vollständigkeit, kann jedoch ohne Frage wichtigte Hinweise für weitere eigene Forschungen liefern. Das Schwergewicht bei der titelmäßigen Erfassung lag zudem auf Herrenitzen der Neuzeit und nicht auf den Burgen, die schon bei der Deutschen Burgenvereinigung hinreichend dokumentiert werden.

Deutschland, landschaftsübergreifend

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