Institut Deutsche Adelsforschung
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Adelslexikoneinträge aus dem 19.Jahrhundert

Register zu über 17.300 Adelslexikon-Einträgen 1860 bis 1870

Auf dieser Webseite finden Sie alle Familiennamen der Buchstabengruppen A-Beu, Ber-Cou, Cor-Fen, Fer-Hach, Hack-Kap, Kar-Lud, Lue-Ok, Ol-Ret, Reu-Sel und Sem-Z, die in Ernst Heinrich Kneschkes Neuem Allgemeinen Deutschen Adelslexikon im 19.Jahrhundert in neun umfamgreichen Bänden zusammengetragen, veröffentlicht und beschrieben worden sind. Es handelt sich hierbei um die derzeit größte gedruckte Sammlung von Kurznachrichten zu Adelsfamilien im deutschsprachigen Raum einschließlich Österreich-Ungarns.

Territorial beziehen sich die Angaben der Familien auf das Territorium des ehemaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, zeitlich werden Artikel zu Familien aufgenommen von den ältesten Zeiten (Uradel) bis in die
Erscheinungsjahre 1860 bis 1870 (Nobilitierungen).

Der Umfang zu einzelnen Einträgen ist äußerst unterschiedlich und reicht von zwei Zeilen bis hin zu mehreren Seiten. In der Regel werden aber fast stets Nobilitierungsdaten genannt, bei mehr Auskünften findet man auch persönliche Daten und Wappenbeschreibungen.

Zwar entspricht der Inhalt des gesamten Lexikons dem Forschungsstand von 1870, doch ist es das einizge bis heute erschienene Lexikon, welches auch die erloschenen Familien aufnahm, die heute in dieser Anzahl nirgends mehr zu finden sind. Das macht den besonderen Wert dieser riesigen kumulierten Sammlung aus, in der je Band rund 2.000 Familien behandelt wurden.

Zu bemerken ist noch daß die reichsseitig geadelten bürgerlichen Familien mit ihre Adelung vielfach einen Phantasienamen dazu erhielten. Eine bürgerliche Familie "A." wurde daher zu einer adeligen Familie "A.v.B.". Ein Beispiel: Die nichtadelige Familie "Gschwind" wurde mit ihrer 1708 erfolgten Nobilitierung (Adelsstanderhebung) mit dem Namen "Gwschind v.Pöckstein" bedacht. Man orientiere sich daher immer an den vorderen Namen, welche die urspürnglichen Familiennamen darstellen!

Ein Beispieleintrag in Abschrift:

  • Kotzebue ([Wappenbeschreibung:] in Silber oder in Blau drei, 2 u. 1, rote, goldbesaamte Rosen). Der bekannte dramatische Dichter u. Romanschreiber August Friedrich Ferdinand v. Kotzebue, geb. 1761 zu Weimar und gefallen zu Mannheim 23.März 1819 durch Sand's Dolch, bat 1786 als damaliger Präsident des k. russ. Gouvernements zn Reval, mit welcher Stelle der persönliche Adel verbunden war, den Minister Grafen v.Herzberg um Unterstützung seines an den König von Preussen gerichteten Gesuches wegen ibm zu ertheilenden Adels. Derselbe leitete Namen u. Abkunft von dem altmärkischen Dorfe Kossebau her, welches allerdjngs früher der Sitz eines gleichnamigen ritterlichen Geschlechts war, doch blieb der Antrag ohne Erfolg. Später ist ihm wohl der erbliche russiscbe Adelsstand ertheilt worden, denn sein zweiter Sohn, der bekannte Seefahrer, Otto v. Kotzebue, kam schon zeitig mit dem adeligen Prädicate vor. [Quellen:] Freiherr v.Ledebur I., S.472 --- Tyroff II., S.82
Zu beachten ist, daß sich die Einträge nicht nur auf Angaben beziehen, welche die damaligen Verfasser des Reihenwerks ermittelt hatten, sondern daß sie stets auch weiterführende Quellen anzeigen, die in einem kleineren Schriftformat jeweils am Ende eines Familienartikels angeführt werden. Über die Auflösungen der dort gebrauchten Angaben, die sämtlich im ersten Bande auf den Seiten VII bis XVI abgedruckt sind, lassen sich also leicht weitere Auskünfte zu einer Familie im "Schneeballsystem" erlangen.

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