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Adelsforschung |
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Register zur Zeitschrift "Deutsches Adelsarchiv" 1945-1959
Verweise auf über 17.000 Vorkommen Adeliger in diesen Periodika
Zeitschriften und Periodika dienen, handelt es sich nicht um wissenschaftliche
Publikationen, in der Regel dem Tagesgeschäft. Sie können jedoch
auch über ihren aktuellen Gebrauchswert hinaus recht interessante
Einblicke verschaffen in die Vergangenheit der Leserschaft und sind sogar
in der Lage, zu einer hervorragenden Quelle zu mutieren, wenn sie nur erschlossen
sind.
Zu einer dieser wichtigen Zeitschriften für die deutsche Adelsforschung
zählt zweifelsohne das hier indexierte Periodikum. Wenn es eine Zeitschrift
gibt, in der gehäuft Edelleute vorkommen, so ist es das Deutsche Adelsblatt
seit 1883, das bis in die Gegenwart erscheint und mit Unterbrechungen durch
den zweiten Weltkrieg und einigen Nachfolgeblättern
die wichtigsten
Nachrichten über den deutschen Adel brachte. Umso bedauerlicher ist
das Fehlen eines Registers zu dieser wichtigen Quellengrundlage. Daher
wird im folgenden Abschnitt ein erster kumulierter Registerteil erscheinen
und zwar über folgende thematisch dem Deutschen Adelsblatt verwandte
Periodika und Zeiträume:
-
Jürgen v.Flotow / Hans Friedrich v.Ehrenkrook: Flüchtlingslisten,
Jahrgang I, Nr.1 (Oktober 1945) bis Jahrgang IV, Nr.11 (Juni 1948), fortgesetzt
unter dem Titel:
-
Flotow / Hans Friedrich v.Ehrenkrook (Hg.): Deutsches Adelsarchiv (Deutsches
Adelsarchiv (1949-1961), Jahrgang IV, Nr.12 (August 1948) bis Jahrgang
XV, Nr.12 (Dezember 1959)
Dieser Zeitraum deckt die ersten Nachkriegsjahre ab, die deshalb von erhöhter
Bedeutung sind, als die Einträge im Periodikum den Wandel in Standesaufffassungen,
Berufen und Wohnorten darlegen und somit zum Spiegel eines besonderen Zeitumbruchs
geworden sind.
Der folgende Namenweiser besitzt zwei Besonderheiten: erstens wurden
Hochadelige
nicht mit verzeichnet (nur ausnahmsweise bei besonders dem Verfasser bemerkenswert
erscheinenden Personen), da die Nachrichten über sie bereits in mühevoller
Kleinarbeit sämtlich von Herrn Karl-Otto du Roveray vom Hamburger
Bildarchiv du Roveray (BADR), Barmbeker Markt 8 in D-22081 Hamburg verzeichnet
worden sind - bei Interesse wende man sich dort hin.
Die zweite Besonderheit dieses Namensweisers der Buchstabengruppen A-Bor,
Bos-Det,
Deu-Fre,
Fri-Hai,
Hak-Hüll,
Hüls-Kor,
Kos-Mar,
Mas-Per,
Pes-Rid,
Rie-Schmi,
Schmu-Sto,
Stra-Wa
und
We-Z
betrifft die Erfassung
sämtlicher Kleinanzeigen in den genannten Periodika.
Hier wurden alle vorkommenden Adelsnamen aufgenommen, gleichgültig,
ob sie als Erwähnte, Inserenten oder Arbeitskräftesuchende aufgeführt
waren.
Aufgenommen werden konnten insgesamt:
-
61 Nennungen von Biographien Adeliger, die in der Regel über rein
personalbezogene Informationsnotizen hinausgehen und eine Würdigung
der Persönlichkeit enthalten.
-
186 Nennungen aus dem familiengeschichtlichen Themenspektrum. Meist handelt
es sich um Familien-"Steckbriefe", Genealogien oder Betrachtungen über
Familienzweige und deren Entwicklungen, aber auch um nur kleinste Notizen,
die familienkundlichen Wert besitzen.
-
1.211 Nennungen von Funktionären bei Adelsverbänden. Genannte
können Verfasser von Berichten zu Sitzungen oder Veranstaltungen von
Adelsorganisationen sein, aber auch gewählte, ihr Amt niederlegende
oder verstorbene Funktionsträger sowie Vortragsredner dieser Vereinigungen.
-
378 Nennungen von Familientagen einzelner Adelsgeschlechter und von Bekannt-
machungen durch die Familienverbände.
-
255 Nennungen von Geschäftsanzeigen Adeliger, die ihren Standesgenossen
Waren, Dienstleistungen oder Produkte anboten, in der Regel vom Textfließsatz
durch besonderen Satz unterscheidbar (Kennzeichen: Annnonce mit und ohne
Rahmen, mit anderer Schrifttype oder anderer Schriftgröße, Verwendung
von Graphiken, Wappen, Logos, Bildern).
-
594 Nennungen aus der Rubrik "Gesuchte Stellen". Erfaßt wurden Adelige
als Stellensuchende, es werden aber auch Personen genannt, die außerdem
in diesen Anzeigen vorkommen, z.B. wenn für einen namentlich genannten
Verwandten eine Stelle gesucht wurde (für Töchter, Söhne
oder bürgerliche Bedienstete). Inserierte eine bürgerliche Dame,
wurde sie - falls die entsprechende Angabe vorhanden war - unter ihrem
adeligen Mädchennamen aufgenommen.
-
1.042 Nennungen aus der Inseratsrubrik "Verschiedenes". Edelleute, die
etwas zu verkaufen hatten oder etwas zu kaufen suchten, einen Partner wünschten
oder Auskünfte erbaten.
-
6.996 Nennungen aus der Rubrik "Neue Anschriften". Edelleute, deren Wohnsitz
sich nach der Flucht oder Umsiedlung in Zusammenhang mit den Folgen des
zweiten Weltkrieges in den Jahren 1945-1954 geändert hatte. Angeführt
sind alter und neuer Wohnsitz sowie die Vor- und Nachnamen der ihren Wohnsitz
ändernden Personen. Anfang 1952 wurden vom Deutschen Adelsarchiv letztmalig
diese Anschriften en bloc veröffentlicht, da eine gewisse Stabilisierung
der Wohnort-Verhältnisse eingetreten war. Danach wurden nur noch vereinzelt
neue Anschriften abgedruckt, nämlich überwiegend von Umgezogenen
innerhalb der BRD bzw. des neuen Wohnbereichs. Diese wurden in den vorliegenden
Namenweiser nicht mit aufgenommen, da es allein um die Dokumentation der
ersten Flüchtlingsbewegungen der unmittelbaren Nachkriegszeit geht.
Aufgenommen wurden aus der Rubrik auch alle bürgerlichen Damen, die
adelig geboren wurden und zwar unter ihrem Mädchennamen mit der Anführung
des Gattennamens in Klammern, z.B.: "Gellhorn, Marlies v., >Jg.51, 45 (unter
Klemm)" bedeutet, daß Marlies Klemm geborene v.Gellhorn im Jahrgang
VII. des Jahres 1951 auf Seite 45 mit ihrem neuen Wohnort verzeichnet steht.
-
20 Nennungen von Nachrufen, meist auf Personen, die unmittelbar zuvor verstorben
waren.
-
1.684 Nennungen aus der Rubrik "Offene Stellen". Erfaßt wurden Adelige
als Stellenanbietende, es werden aber auch Personen genannt, die außerdem
in diesen Anzeigen vorkommen, z.B. wenn für einen namentlich genannten
Verwandten eine Gesellschafterin oder eine Pflegekraft gesucht wurde. Inserierte
eine bürgerliche Dame, wurde sie - falls die entsprechende Angabe
vorhanden war - hier ebenfalls unter ihrem adeligen Mädchennamen aufgenommen.
-
321 Nennungen von Rezensionen eines Werkes. Aufgenommen, wenn der Titel
thematisch mit dem Adelsbegriff in Beziehung stand oder der Verfasser eines
Werkes adeliger Herkunft war.
-
153 Nennungen von Rezensenten, die Bücher besprochen haben. Wertvoll,
da sich persönliche Meinungen aus den Besprechungen herauslesen lassen
und auch besondere Vorlieben für bestimmte Literaturzweige.
-
1.655 Nennungen aus der Rubrik "Suchdienst". Hier wurden alle Edelleute
aufgenommen, die nach 1945 verschollen waren oder von denen keine neue
Anschrift bekannt war. Oft sind in diesen Anzeigen persönliche Auskünfte
enthalten über Sprachkenntnisse, letzte Truppenteile, letzte Wohnorte
oder Schicksale (Verhaftungen, Verschleppungen usw.)
-
1.635 Traueranzeigen über Verstorbene der Jahre 1945 bis 1959 einschließlich.
Sie enthalten neben den persönlichen Daten auch die Liste der Trauernden
und oft noch Angaben über letzte Wünsche, z.B. Spendenbitten
zugunsten einer bestimmten Organisation.
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Website erstellt vom Institut Deutsche Adelsforschung, www.edelleute.de
Online gestellt am 27.02.2001