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Autographen des deutschen Adels

Forschungsprojekt zur Dokumentation privat verkäuflicher Quellen der Adelsforschung

Auf dieser Webseite finden Sie im Volltext hand- oder maschinenschriftliche Dokumentenauszüge (Regesten) von bekannten und weniger bekannten deutschen Adeligen. Neben einer ausführlichen Einführung zur Thematik bitten wir noch Folgendes zu beachten:

Fettgedruckt sind jeweils die Namen der vorkommenden Adeligen! Dadurch, daß auch Adelige erfaßt wurden, die nur im Text und nicht als Urheber eines Autographs festszustellen sind, ist die Reihung nicht alphabetisch erfolgt. Eine umfassende Suche nach einzelnen Namen ist jedoch mit unserer Suchmaschine möglich!

Die Preise (grundsätzlich in DM!) sind ehemalige Preise des Anbieters! In der Regel sind die damals angebotenen Stücke nicht mehr zu erwerben! Sie werden hier nur gesammelt und publiziert, um sie der historischen Forschung zu erhalten. Nachfragen nach eventuellem Vorhandensein des einen oder anderen Stücks sind daher ausschließlich an den ehemaligen Anbieter zu richten, nicht an uns vom Institut Deutsche Adelsforschung!

Die folgenden Autographen mit Adelsbezug stammen aus:
 
Katalogtitel: Autographen und Portraits, Geschichte
Erscheinungsart: papierener Printkatalog
Erscheinungszeitpunkt: ohne Jahresangabe (1998)
Ehemaliger Anbieter: Wissenschaftliches Antiquariat & Verlag Wilfried Melchior, Buchenberg, Siehdichfür 6, 78126 Königsfeld im Schwarzwald, Telefon: 07725 / 917-666, Fax: 07725 / 917-667, eMail: wilfried.melchior@t-online.de, Internet: www.melchior-antiquariat.de 
Autographen aus der Zeit: 1500-1929

Ardecke, Marie Prinzessin von, Gräfin von Schaumburg - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift als Schwester. Fulda, 14. April 1862. 2 S. (Preis DM 100,--). An ihre Schwester Alexandra Prinzessin von Hohenlohe-Öhringen. - Glückwünsche zur Geburt der Tochter ("Wird die kleine Gertrude heißen?" - "Meine beiden Jungen sind liebe Kinder...Wilhelm trägt mir nochmals seine Glückwünsche an Dich auf..."). - Tochter des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel und der Gertrude geschied. Lohmann, die zur Fürstin von Hanau erhoben wurde, 1876 (als Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Hessen) vom Kaiser den Namen Ardecke mit dem Prädikat "Durchlaucht" verliehen, geschieden.

Ardecke, Marie Prinzessin von, Gräfin von Schaumburg - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Wiesbaden, 25. Januar 1876. 2 S. (Preis DM 100,--). An einen Herrn, die Absage des Prinzen Alexanders, in ihrem Konzert mitzuspielen, betreffend. - Tochter des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel und der Gertrude geschied. Lohmann, die zur Fürstin von Hanau erhoben wurde, 1876 (als Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Hessen) vom Kaiser den Namen Ardecke mit dem Prädikat "Durchlaucht" verliehen, geschieden.

Armfelt, Carl Freiherr von - : Brief mit Unterschrift als Regiments-Chef. Mit zusätzl. Unterschrift als "Gust. L. Angerstein" und (rückseit.) geöffneten Regiments-Lacksiegel. Stockholm, 8. Juni 1811. 1 S., schwedisch. - Beiliegt: Handschrift d. 19. Jh. mit seinen Lebensdaten. (Preis DM 100,--). An den Feld-Kämmerer Heßler, über die Armee-Pensionskasse. - 1764 - Stockholm 1827, Sohn des Generals F. A. Armfelt und der Maria Schantz. Schwedischer Feldherr, Direktor der Artillerie, der sich im schwed.-russ. Krieg 1788-1789, sowie in Deutschland gegen Napoleon, verdient machte.

Bagard, T[homas] F[rancis] - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit blau geprägten "Department of State, Washington". (Washington), 30. April 1885. Kl.-8°. 1 S., englisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1884-1885 Gesandter in Washington. - Bagard war Staatssekretär.

Baillet von Latour, Maximilian Graf von - : Briefabschnitt mit Unterschrift und Empfehlungsformel. Korch, 26.XII.1796. (Preis DM 40,--). Virton 1737 - Wien (?) 1806, K. K. General der Kavallerie, Kommandeur der Rheinarmee.

Bartolomo, Compte von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf blaugrau getönt. gerippten Briefpapier mit gold geprägten Vordruck "B B" und Krone. O. O. [St. Petersburg], "Macredi" o. J. K.-8°. 2 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1872-1875 Botschaftsrat in St. Petersburg: "Mon cher Baron...", mit einer Nachricht von Berlin. - Der Compte war italienischer Gesandter in St.Petersburg.

Beernaert, Auguste - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier "Chambre des Representants" mit schwarz geprägten, gekrönten Wappenschild. O. O. u. J. 2 S., französisch.
 (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, wohl in der Zeit als Gesandter in Brüssel, ab 1886. - Ministerpräsident von Belgien.

Beernaert, Auguste - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier "Ministere des Finances. Cabinet" mit rot geprägten, gekrönten Wappenschild. O. O. u. J. 3 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, wohl in der Zeit als Gesandter in Brüssel, ab 1886. - Ministerpräsident von Belgien.

Beuters - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit rotbraun geprägten Kopf "M R" und Krone. O. O., 1879. 2 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1876-1879 Generalkonsul in Bukarest, 1879 Gesandter in Darmstadt. - Beuters war russischer Finanzminister.

Bismarck, Bernhard von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Naugard, 17. Juli 1857. Gr.-8°. 1 S. - Montiert, Brieffaltung, rückseitig Anschrift und Poststempel R 1 Naugard 27/7*6-7, und postal. Weitervermittlungs-Vermerken innerhalb Berlins. (Preis DM 125,--). An die "neuverwittwete Frau Julie Burggraf, Wittwe des Porträtsmalers Burggraf zu Berlin...". - Ist damit einverstanden, daß er das angefangene Bild seiner verstorbenen Frau und deren Totenmaske mit der Post zugeschickt bekommt.

Bissingen [und Nippenburg], Cajetan Graf von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit gekrönten Initialen. Berlin, 26. März 1881. 3 S. (Preis DM 200,--). An einen Baron in St. Petersburg. - Bedauert die furchtbaren Ereignisse in Petersburg und bittet seinen alten Freund General Faber du Faure zu fragen, "ob er welche Nachrichten über das Befinden unserer Majestät" hat, schildert seine Gedanken über den Zeitgeist und schließt in seiner "dynastischen Gesinnung...in treuer Anhänglichkeit an König und Königin". - Von Bissingen war Stadthalter von Tirol, Vorarlberg und Venetien, Reichstagsmitglied (Venedig 1806 - Schramberg 1890).

Blaine, James - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. [Washington], 30. April 1885. Kl.-8°. 1 S., englisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1884-1885 Gesandter in Washington. - Blaine war Staatssekretär, unterlegener Präsidentschaftskandidat der Republikaner.

Bleckede (Ortschaft) - Spörcken, A. von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift und (rückseit.) Lacksiegel. O. O. u. J. (ca. 1750). Gr.-8°. 2 S. (Preis DM 100,--). An den Syndikus Roschler. - Um Akten "die Müllerin zu Wendewisch" [W.-B.] betreffend, da sich Trumann eine Kommission erbat. Über Wohnrecht (Backhaus, Wohnstube, "die Leute wohnen auf der Dihle"), mit Nennung einer Lunselburg, Dr. Kausen u. a.

Blücher von Wahlstatt, Wanda Fürstin von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift als Wanda Steineberg. Auf Briefpapier mit geprägter Fürstenkrone und Anschrift "Schloss Kampehl Neustadt-Dosse". 21. September 1942. (Preis DM 75,--). Text um Bücherwünsche.

Brandenburg-Ansbach, Joachim Ernst Markgraf von - : Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift und papierged. Siegel. Göppingen, 16. Juni 1616. Qu.-8°. 1 S. - Zwei ausgeschnittene, alt montierte Teile (drei Kopf- und zwei Schlußzeilen). (Preis DM 125,--).  Kölln an der Spree 1583 - Ansbach 1625, Sohn des Kurfürsten Johann Georg. Regierte 1603-1625, General bei der Unions-Armee, beigesetzt im Kloster Heilsbronn.

Brandenstein, Sabine Christina von (geborene von Posern), Georg Abraham von und Wolf Gottfried von - : Briefabschnitt (eine Zeile Textrest) mit Unterschrift und schwarzer Lacksiegel. Zöschen, 14. Oktober 1667. (Preis DM 200,--). "dero Seeligsten seeligst Hinterlassene Wietbe [Weib] und Erben...".

Braunschweig, Karl II. Herzog von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. "Brunswick House", 18. April 1845. 3 S. und Anschriftseite mit Lacksiegel und postal. Empfangsstempel. - Darunter kl. Postnotiz eines Hofsekretärs. (Preis DM 400,--).  An den Kommandanten de la Bosuorais in Batignolles. Dabei Erwähnung von General de Meyern und des Grafen von Schulenburg.

Bülow, Bernhard Fürst von - : Stammbuchblatt mit Unterschrift ("Fürst von Bülow"). Auf Briefpapier mit geprägten Kopftext "Villa Malta". Rom, 27. Dezember 1911. (Preis DM 150,--).  "Wenn der Verstand allein herrscht, ist er oft ebenso Kurzsichtig wie das Gefühl". - Hamburg-Klein Flottbek 1849 - Rom 1929, Reichskanzler.

Bülow, Johann Albrecht von - : Briefabschnitt mit Unterschrift und Lacksiegel. "FeldLager bey Unna", 30. September 1758. Schm.-Qu.-Kl.-8°. (Preis DM 60,--). Textfragment einer Truppenzählung "Sa[Summa] 155. Mann / Felht an completen Stand, 1.Mann". - Glubenstein 1708 - Berlin 1776, preußischer General der Infanterie.

Bülow von - : Schriftstück mit Unterschrift als Major und Kommandant. Mit gedruckten Briefkopf "Le Marie de la Ville de Laon" und städt. Stempel. Laon, 28. Februar 1814. Gr.-8°. 1 S., französisch. - Stockfl. (Preis DM 75,--). Order als Militärkommandant.

Cabouli Pascha - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit blindgeprägten "C P". (St. Petersburg), 2/14 Dezember 1875. 2 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1875-1875 Botschafter in St. Petersburg, als "Monsieur la Charge d'Affaires". - Einladung für ihn, mit Text um Prinz Karl von Preußen. -
Cabouli Pascha war türkischer Botschafter.

Celle - Testamentsakten der (französ. reformierten) Pastorin Anne Hedwig Sylvestre, geborene Jacmin. Dabei Orig.-Testament (mit Lacksiegel, französisch), gesiegelte Depositionsscheine (Celle), Amtschreiben u. a. Celle 1776-1777. 4°. 5 Teile mit 5 Bl. zus. (einschl. Titel) 12 S. (Preis DM 150,--). Testament mit Nennung eines Herrn J. Christ, Mme. Arthaud nee 'Sylvestre in Genf, Prof. Pastor de Roques und Aufzählung von 13 Begünstigten (von Zelle, Coisy, gebo. Verteuil, Grandam, Menie, Massip in Hameln, Berguen, Lohman, Backmeister gebo. Dreves). - Zum Testamentvollstrecker wurde der Prof. de Roques ernannt, es erschien der Sprachmeister Claud. Jac. du Menil. Testamentübergabe in der Wohnung "vor dem Celler Thore in der breiten Straße in der verw. Hof-Räthin Bacmeister Hause".

Celle - Testamentsakten der Schloßfrau Amalia Francisca Schmidt geborene Courbesate (Curbeste). Dabei Orig.-Testament (Celle 1771, in "hiesigen Herrschaftl. Schloße habende Wohnung"), Schreiben mit Unterschriften der Nichte und Erbin Dorothea Sophia Maria le Marchand, Notar Mittag (2, Lacksiegel), Vollmacht mit Lacksiegel des Friedrich Wilhelm le Marchand (Hamburg 1782), Vollmacht der Maria Elisabeth Marchand gebo. Panning (Bispingen 1782). Celle 1771-83. 4° (2x Gr.-8°). 15 Bl. mit zus. (einschl. Titel) 24 S. (Preis DM 180,--).  Das Erbe betrug 1000 Taler u. a. bei dem "Commissarius Rehberg in Hannover Zinßbahr beleget". Mit Testamentänderung 1780 (geschrieben in der "Wohnung des Chirurgi Deutsch, Haus am Plaun") für ihren Bruder Kaufmann Friedrich Marchand Kaufmann in Hamubrg. Ursprünglich Amtsvogt Johann Georg von Marchand, Wittwer und Kinder zu Bispingen.

Closen, Freiherr von - : Briefabschnitt mit 2 Zeilen Textrest, 3 Zeilen Empfehlungsformel, Unterschrift und später mont. Wappen des 18.Jahrhunderts. Rückseitig 8 Zeilen Text. Osterhausen, 27. Mai 1690. (Preis DM 60,--).

Cottorf, Ernst E. von - : Montierter Briefabschnitt mit 3 Zeilen Text, Empfehlungsformel und Unterschrift. Mai 1691. (Preis DM 60,--). Um Auslagen bei Entgegenreitung der anmarschierenden Montecuculischer Pagage [Bagage oder Gepäck].

Danngrieß, J. U. von - : Abschnitt mit Unterschrift, Empfehlungsformel und kleiner schwarzer Lacksiegel. Grieshof, 1.II.1713. (Preis DM 60,--).

d'Eril Melzi - : Eigenhändige Briefkarte mit Unterschrift. Mit geprägter grauer Fürstenkrone. Amsterdam, 25. Juli o. J. Qu.-Kl.-8°. 2 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, wohl in der Zeit als Gesandter in Brüssel (ab 1886).

Devaux, Jules - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit violett geprägten "Palais des Bruxelles", Krone und "Cabinet du Roi". O. J. 2 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, seit 1886 Gesandter in Brüssel. - Handschriftlich von alter Hand "Jules Deavaux", auf beil. Umschlag jedoch in Bleistift "Paul" vermerkt.

Dobra - Krietz, Joachim - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift als Pfarrer. Mit hälftig vorh. Siegel. Dobra, 16. April 1665. 4°. 3 S. Text und Anschriftenseite. (Preis DM 250,--). Geistliche Glückwünsche an die Kanzlerin Martha von Lüttichau auf...und Baseliz, geborene Böck, wegen ihres neugeborenen Enkels von deren Tochter (zur "Vermehrung derer respective hochadelichen Häuser von Beichling und Lüttichau"). - Joachim Krietz 1612 gebürtig aus Großenhain, war von 1639 bis 1693 Pfarrer in Dobra.

Dobra - Krietz, Joachim - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift als Pfarrer. Dobra, 19. April 1680. 4°. 3 S. Text und Anschriftenseite. (Preis DM 200,--). Aus Anlaß zu seinem eigenen 68. Geburtstag, an den Kammerherrn und Hofjustiz-Appellationsrat Gottfried Hermann von Beichling[en?] auf Eyphorna, Esalwein und Baseling. - Joachim Krietz 1612 gebürtig aus Großenhain, war von 1639 bis 1693 Pfarrer in Dobra.

Drentelen, A. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. O. O. (wohl Bukarest), 15. April o. J. 1 S., französisch. (Preis DM 150,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1876-1879 Generalkonsul in Bukarest. - Drentelen war General und kaiserlich russischer General-Commissär in Rumänien 1877-1878.

Dufferin, Lord - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit weinrot geprägten Kopf "British Embassy, St. Petersburgh". (St. Petersburg), 5./17. April 1879. 1 S., englisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben als Kollege (1872-1875 Botschaftsrat in St.Petersburg, 1879 Gesandter in Darmstadt). - Der Lord war britischer Botschafter.

Dufferin, Lord - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit handschriftl. schräger Kopfzeile "Private". British Embassy (St. Petersburg), 22. April/4. Mai 1879. 1 S., englisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben als Kollege (1872-1875 Botschaftsrat in St.Petersburg, 1879 Gesandter in Darmstadt). - Der Lord war britischer Botschafter.

[Eschwege], Ludwig von - : 5 eigenhändige Briefe mit Unterschrift "Louis". Auf Briefpapier mit geprägten, gekrönten Initialen. Kassel (3), W[ächtersbach] und F[ulda] 6. August 1859 - 24. August 1862. 8° (4) und 4°. Zus. 17 S. (Preis DM 250,--). An Alexandrine Prinzessin von Hohenlohe-Öhringen, geb. Prinzessin von Hanau. - Vertrauliche, verehrende Briefe von ihrer Jugendliebe Ludwig, wohl der in kurhessischen Hofdiensten befindliche Ludwig von Eschwege.

Eulenburg und Hertefeld, Philipp (seit 1900:) Fürst zu - : Telegramm. Auf Vordruck des Telegraphenamts Wiesbaden. Aus Prökelwitz (Ostpreußen) abgeschickt, o. J. (ca. 1890-93) Qu.-Gr.-8°. - Randeinrisse. (Preis DM 100,--). An "fuerstin liechtenstein wiesbaden". - "innigsten dank feur brief . seine majestaet waren sehr erfreut = eulenburg +" - Königsberg in Ostpreußen, 1847 - Schloß Liebenberg (bei Templin in der Uckermark) 1921, seit 1877 im diplomat. Dienst, enge Beziehungen zum Hause Bismarck, 1894-1902 Botschafter in Wien, Vertrauter Kaiser Wilhelms II. zuletzt in einem schweren Prozeß verwickelt, literarisch tätig.

Eulenberg und Hertefeld, Philipp (seit 1900: Fürst) zu - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit blindgeprägten Wappen. München, 25. Januar 1894. 3 S. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben als Excellenz, seit 1886 Gesandter in Brüssel. - Bittet seine Excellenz, sich für den Leutnant von Malsen (Neffen des Oberhofmarschalls) interessieren zu wollen, welcher in Brüssel beabsichtigt, seine Berufskenntnisse zu verbessern.

Eulenburg und Hertefeld, Philipp (seit 1900:) Fürst zu - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit blindgeprägten gekrönten Wappen. Wien, 12. November 1894. Kl.-8°. 3 S. - Faltspuren. (Preis DM 150,--). An eine Fürstin. - Nachdem er von ihr kam, mußte er plötzlich krank zu Bett und kann daher nicht mehr vor ihrer Abreise kommen, Grüße an verschiedene Personen, "an Hülsen schreibe ich".

Eulenburg und Hertefeld, Philipp (seit 1900:) Fürst zu - : Gedruckte Danksagung mit handschriftl. Ergänzung und Unterschrift. Auf Briefkarte mit blindgeprägten gekrönten Wappen. O. O. u. J. Qu.-Kl.-8°. 1 S. (Preis DM 80,--). "...und besonders für Ihre treue liebe Gesinnung!"

Fürstenberg, Maximilian Egon II. Fürst zu - : Maschinenschriftl. Brief mit eigenhändiger Empfehlungsformel und Unterschrift. Auf Briefpapier mit Trauerrand und schwarz geprägten Schild mit Fürstenkrone. Schloss Lana, 22. November 1903. 4°. 1 Bl., zweiseitig beschrieben. (Preis DM 200,--). An einen Freund. Hat in seinem Archiv in Donaueschingen über die Schlacht von Rossbach nachforschen lassen und berichtet über eine mögliche Teilnahme eines Fürstenberg ("...offenbar voraussehend, wie die Sache gehen würde, sich bei Zeiten zurückzog"), desweiteren "Wir waren so oft mit Kummer und Sorgen in Gedanken bei [dem Kaiser]... Gottlob erhielt ich gestern wieder von Plessen beruhigende Nachricht...schwere Zeiten durchgemacht...am allerschrecklichsten aber müssen diese zwei Monate für unseren...Kaiser gewesen sein!" - Lana/Böhmen 1863 - Heiligenberg 1941. Mit "Plessen" wird der Generaladjutant Kaiser Wilhelm II. gemeint sein, Hans v.Plessen.

Fürstenberg, Maximilian Egon II. Fürst zu - : Eigenhändiger Brief mit Empfehlungsformel und Unterschrift. Auf Briefpapier mit gold geprägten Schild mit Fürstenkrone. Lana Böhmen, 26. November 1904. Doppelblatt, 3 S. beschrieben. (Preis DM 200,--). An einen Freund. - Nach Rückkehr von dessen bedeutsamer Reise, mit der er Geschichte gemacht und diese mit Interesse in den Zeitungen verfolgt und im Geiste begleitet hat. Bittet ihn, nach seinen Dienstgeschäften ihm davon zu schreiben. berichtet Über seinen Gesundheitszustand ("Ich lebe so langsam weiter...") und grüßt von seiner Frau [Irma Gräfin von Schönborn-Buchheim, Ehrenbürgerin von Heiligenberg, dort gest. 1948].

Fürstenberg, Maximilian Egon II. Fürst zu - : Telegramm. Donaueschingen, 6. Jun 1904. 1 Bl. Originalformalar (C.187.Rohrpost-Berlin, Haupt-Telegraphe mit geöffneter Verschlußmarke, Stempel und handschriftl. Beförderungsvermerken. 4°. (Preis DM 180,--). An "excellenz generaladjutant von löwenfeld berlin". Wohl für den Kaiser bestimmt: "habe am
21. mai ein buch an sie abgesendet, waere dankbar fuer guetige nachricht ob sie es empfangen haben. herzliche gruesse = fuerstenberg".

Fürstenberg, Maximilian Egon II. Fürst zu - : Eigenhändige Danksagung. Auf Briefpapier mit gold geprägten Schild mit Fürstenkrone. Berlin, 26. Januar 1906. Doppelblatt, 1 S. beschrieben. (Preis DM 150,--). "Fürst und Fürstin zu Fürstenberg danken innigst für die liebe Einladung zum Frühstück (Motto: altpreussische Einfachheit...)."

Fürstenberg, Maximilian Egon II. Fürst zu - : Eigenhändige poetische Danksagung mit Empfehlungsformel und Unterschrift "Fürstenberg derzeit Dichter". Auf Briefpapier mit farbig und gold-silber geprägten Schild mit Fürstenkrone. Berlin, 1. März 1906 "1 Uhr Früh! (Nachts)". Doppelblatt, 2 S. beschrieben. (Preis DM 250,--). Poetische Danksagung an einen Freund ("...Wenn ja auch holp'rig es klingt und Klopstock sich
stöhnend im Grab wälzt").

Giers, Nikolas - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. [Bukarest], 27.März 1879. 1 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1876-1879 Generalkonsul in Bukarest. - Terminangabe für eine Einladung in das Ministerium. - Giers war Minister.

Gleich, Andreas - : Eigenhändige Quittung (für Deputat 1696) mit Unterschrift als "Churfl. Sächs. HofPrediger". Daneben Unterschrift des R. v.Wolffersdorf. Mit Lacksiegel. Dresden, 26. September 1696. Qu.-8°. 1 S. (Preis DM 75,--). Johann Andreas Gleich (geb. 1665 Gera) war Musikdirektor in Gera, seit 1696 Hofprediger in Dresden.

Gortschakoff, Prinz von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift ("Gortchacow"). [St. Petersburg], 28. Mai 1879. 1 S., französisch. (Preis DM 150,--). An Friedrich Graf von Alvensleben, 1872-1875 Botschaftsrat in St. Petersburg, 1879 Gesandter in Darmstadt.

Grolmann, A. L. - : Stammbuchblatt mit Spruch, Widmung und Unterschrift ("ALGrolmann") als "Grhzl.: Regierungs- und Samt-Revisions-Gerichts-Rath". Gießen, 14. September 1779. Qu.-Gr.-8°. (Preis DM 150,--). Vater des berühmten Carl Ludwig Wilhelm von Grolmann (Großherzogl. hess. Staatsminister, geb. 1775 zu Gießen).

Habsburg - Eleonora Magdalena Theresia, Kaiserin - : Brief mit Unterschrift. Mit papierged. Siegel (6 cm). Wien, 23. Dezember 1691. 4°. 1 S. - Braunfl., zwei Löcher (geringer Textverlust). (Preis DM 200,--). Weihnachtswünsche an Kardinal Jacob. - 1655-1720, Gemahlin von Kaiser Leopold I.

Habsburg - Eleana, Erzherzogin von Österreich, Prinzessin von Rumänien - : Eigenhändiger zweizeiliger französ. Spruch mit Unterschrift. O. O. u. J. Qu.-Kl.-8°. 1 S. (Preis DM 125,--). Seit 1931 mit Erzherzog Anton verheiratet, geb. 20. März 1901.

Habsburg - Eugen, Erzherzog von Österreich - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Igls, 11. Mai 1941. 4°. 1 S. - Beiliegt: Eigenhändiger Briefumschlag, Poststempel Igls 11.5.43. (Preis DM 100,--). An den Schriftsteller [Graf] Conte Corti in Wien. Bedankt sich für die Übersendung seines Metternich-Buches. - Der Erzherzog war österreichischer Feldmarschall (1863-1954).

Habsburg - Franz Karl Joseph, Erzherzog von Österreich - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Schönbrunn, 8. Oktober 1815. 2 S. (Preis DM 300,--). An seinen Bruder Ferdinand, den späteren Kaiser Ferdinand I. (damals 22 Jahre alt). - Der 13jährige Franz (1802-1878) dankt für ein genanntes Werk, dessen Wert er kennt, "da der liebe Papa einmal die Gnade hatte, dieses schöne und seltene Buch aus seiner Bibliothek zu leihen", dankt auch für einen Säbel und will wissen, was er alles in Frankreich gesehen hat. Würde sich freuen, wenn sein Bruder den Vater auf seiner Reise nach Italien begleiten kann.

Habsburg - Franz Joseph I., Kaiser - : Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift. O. O. u. J. 1 S. - Beiliegt: Briefumschlag mit Anschrift "General Direktor Freiherr v. Mayr", rückseitig Lacksiegel. (Preis DM 250,--).  "Ich bitte mir 5 Stück Banknoten a 1000fc zu schicken".

Habsburg - Friedrich, Erzherzog von Österreich - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift als General. Dazu Umschlag mit Lacksiegel. Wien, 18.Juni 1911. 3 S. (Preis DM 250,--). An den "General der Infanterie Versbach von Hadamar, Kommandant des 2. Korps und kommand. General, Wien" (beil. eigenhänd. Umschlag). - Dankt für Brief in Angelegenheit des erkrankten General Jaksch mit näheren Umständen und bedauert, "dass so wenig für unrettbar erkrankte Offiziere gethan wird... Ich fahre heute dienstlich nach Istrien und Kärnthen..." - Der Erzherzog (1856 Groß-Seelowitz bei Brünn - 1936 Ungarisch Altenburg) war öst.-ung. Feldmarschall, Kommandant der öst.-ung. Armeen im Weltkrieg, zuvor 1889-1905 kommand. General in Preßburg.

Habsburg - Josef I., Kaiser und Erzherzog von Österreich - : Zeitgenössische Abschrift (16. September 1709) eines Briefes. Mit papierged. Siegel (6 cm). Wien, 22. August 1709. 4°. 2 S. (Preis DM 150,--). An Ferdinand Leopold Edler von und zu Weißenburg, Hofzahlmeister und Johann Ludwig Kreth (?). - Befehl, eine von Erzherzogin Barbara Isabella geborene Gräfin B... veranlasste Summe "Unseren N. Ö. und Mährl. Dann Schleßl. Satz und Khönigl. Pragerlich Deputirten Ambtes befohlen...gegen quittung Unsers Gräf. Großhofzahl Ambts abgestattet werden solle". - Mit Nennung des "N. Ö. und Mährl. Salzamtmanns Johann Baptist Bartholotti, freiherrl. von Parttenfeldt, bzw. Schleßl. Salz Ambts Directore Bartholomee von Tinti". "...sind an Gottfridt Christian von Schreyvogl...unsere Khönigl. Pragerischer Deputirten...anvertraut". - Unterzeichnet von Thomas Graf und Herr zu Starhemberg, Ferdinand Ernst Graf Mollarth, Georg Antoni Forschner u. a.

Habsburg - Karl Stephan, Erzherzog von Österreich - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift als Erzherzog. Schloß Weilburg, 4.September 1879. 2 S. (Preis DM 150,--). An die Gräfin Batthyany. - Der Admiral übersendet Photographien ("Ich hatte leider keine mehr in Civil und als Matrose und ich sandte daher die als Marineofficier") und dankt für "angenehm verbrachte Tage in Laglehimst" (?), dem "Glanzpunkt meiner Reise".

Habsburg - Leopold Ferdinand von Toskana, Erzherzog von Österreich, (ab 1902:) Leopold Wölfling - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier "Hotel Vier Jahreszeiten". München, 28. Februar 1913. 1 S. (Preis DM 250,--). An den Herausgeber einer Zeitschrift. Hat auf Wunsch eine Skizze über den neuen österreichischen Marinekommandanten Vizeadmiral Haus verfasst ("Ich habe Haus persönlich gut gekannt und sehr verehrt"). - Leopold Ferdinand war der älteste Sohn des Großherzogs Ferdinand IV. von Toskana, machte mit dem damaligen Thronfolger Franz Ferdinand eine Weltreise, bei dessen Verlauf er in Australien wegen Differenzen heimberufen wurde und aus der Marine austreten mußte. Ging 1902 heimlich von Salzburg nach Genf, verzichtete auf die Würde eines Erzherzogs und nahm den Namen L. W. an.

Habsburg - Rainer, Erzherzog von Österreich - : Brief mit Unterschrift. Wien, 20. Februar 1867. 4°. 1 S. (Preis DM 150,--). An Achilles Melingo [auch Alcides Melingo Edler von Saginth, Oberkontrolleur der östr.-ung. Bank]. Gemeinderath, Curator des k. k. österr. Museums für Kunst und Industrie, etc. - Wünsche zu seinem bevorstehenden Besuch auf der Pariser Weltausstellung im Interesse des Museums und Dank für die dreijährige Tätigkeit als Curatoriumsmitglied.

Habsburg - Wilhelm, Erzherzog von Österreich - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit geprägten, gekrönten Wappen. O. O., 25. August 1945. 1 S. (Preis DM 150,--). An den Freund Dr. Otto Friedländer in Wien. - Dankt für die Einladung zur Gründungs-Versammlung des Französisch-Österreichischen Verbandes und bedauert, daß er krankheitshalber verhindert ist. "...gerade diese Annäherung der beiden Länder mir besonders am Herzen liegt, da ja so viel Gemeinsames Beide aufs innigste verbindet".

Halberstadt - (Gleichzeitige Abschrift ohne Siegel). Zwischen dem General und Feldmarschall Johann [v.?] Bauer, Erich [v.?] Schlang als Halberstädt. Obrist über ein Regiment zu Pferde und der Stadt Halberstadt selbst. Mit Unterschrift des Erich Schlang. (Halberstadt), 16.Dezember 1636. 4°. 1 S. (Preis DM 300,--). Dokument des Dreißigjährigen Kriegs: Kriegsaccord über 8000 Taler von der "Stadt Halberstadt nebst denen darinnen Begriffenen Capittellen und Clöstern", die dem Obrist Schlang(en) entrichtet werden soll, daneben die Verpflegungsgelder für die Kompagnie, die Bürgermeister und Rat der Stadt Halberstadt einhalten müssen.

Harlingen von Nettelhorst - : Schmaler Ausschnitt mit Unterschrift und Lacksiegel. 1776. (Preis DM 45,--).

Hatzfeld zu Trachenberg, Paul Graf zu - : Eigenhändiger Brief in Bleistift mit Unterschrift. Sommerberg (?), 18. Mai 1882. 1 S. (Preis DM 200,--).  An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, eiliger Antwortbrief vor der Abreise zu einem aufwendigen Besuch. - Vertrauter Bismarcks, Düsseldorf 1831 - London 1901, dort Botschafter.

Hessenstein, F. W. Fürst von - : Brief mit eigenhändiger Empfehlungsformel und Unterschrift. Lütjenburg ("Lütienburg nach Panker") in Holstein, 8. Januar 1797. Gr.-8°. 1 S. (Preis DM 100,--). An einen königlichen Sekretär. - Text mit Erwähnung von Hamburg.

Hohenlohe-Schillingsfürst, Chlodwig Fürst von - : Eigenhändige Nachricht mit Unterschrift. O. O. u. J. Schmal-Qu.-12°. 1 S. - Auf Notizzettel. (Preis DM 40,--).  "Ich bitte dieses Protokoll bei Ihren Berichten an Ihr Blatt zu benützen u. wieder an das...zurückzugeben".

Hohenzollern-Hechingen, Eugenie Fürstin zu, geb. Prinzessin von Leuchtenberg - : Brief mit Lacksiegel und eigenhändiger Unterschrift als regierende Fürstin und geborene Prinzessin. Hechingen, 3 April 1847. 4°. 1 S. (Preis DM 250,--). Bestätigung, daß sie von dem Kronprinzen Karl von Württemberg den Betrag von zehntausend Gulden erhalten hat, der an ihren Bevollmächtigten Baron von Billing als Agio für die an ihn ausbezahlten Staatspapiere im Nominalwert von 400 000 Gulden ausgehändigt und von diesem an ihr übergeben wurde.

Hohenzollern-Sigmaringen, Leopold Fürst von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit kl. dunkelblauer Kopfprägung "Sigmaringen Palais". Sigmaringen, 6. Juni 1893. 8°. 3 S. - Beiliegt: Eigenhändiger Briefumschlag (Briefmarke abgerissen) an die "Kaiserliche Hoheit der verwitteten Herzogin Eugen von Württemberg Großfürstin von Rußland. Stuttgart" und rückseit. fürstl. Lacksiegel. (Preis DM 250,--). An die Herzogin [Wera] von Württemberg. - Der Fürst bedankt sich für das jahrelange teilnehmende Wohlwollen beider Häuser und einer ihm übersandten Erinnerung aus der Hand ihrer [vor kurzer Zeit verstobenen] Mutter Königin Olga von Württemberg. (Es handelt sich um ein Aquarell das seine Frau [Antonia von Portugal] seinerzeit malte und "in Friedrichshafen einen Platz" hatte).

Hopfer, Johann Friedrich von - : Schmaler Ausschnitt mit Unterschrift als Königl. Preuß. Geheimer Rath und Lacksiegel. Geissenheim im Rheingau 1777. (Preis DM 65,--).

Hoyerswerda - Beichlingen, Gottfried Hermann von - : Schriftstück mit Unterschrift. Dresden, 28. Oktober 1701. 4°. 1 S. - Rückseitig: Genannter Antrag des Samuel Martini, erster Pastor zu Hoyerswerda (von alter Hand namentlich bezeichnet). (Preis DM 150,--). Befehl für den Oberförster zu Hoyerswerda, Johann Gottfried Lobrinus, auf Antrag des Herrn [Pfarrers] Martini zu seiner Tochter Hochzeit "1 Stück Wild, 1 Stück Reh und 4 Hasen...schießen und ohne Entgeld abfolgen zu laßen".

Hübner, Joseph Alexander von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. "Therapia, Montag 23". Kl.-8°. 1 S., deutsch. (Preis DM 100,--). An einen Freund, um terminliche Vereinbarungen. - Wien 1811-1892, Diplomat in London, Paris, Lissabon, Leipzig und Italien, Botschafter in Paris und im Vatikan, 1860 Polizeiminister in Wien, zuletzt weltreisender Publizist.

Hübner, Joseph Alexander von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit blindger. gekrönten Initialen. Paris, 19. August 1869. Kl.-8°. 4 S., französisch. (Preis DM 150,--). An "Mm cher Leon" de Maupassant.

Hutten, Bernhard Friedrich von - : Eigenhändiger Briefabschnitt mit Empfehlungsformel, Datierung und Unterschrift. Mit Lacksiegel (18 mm hoch) und von späterer Hand aufmont. Wappenstich des 18. Jahrhunderts. Franckenberg, 19.IV.1725. (Preis DM 100,--).

Jomini, A. - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. [St. Petersburg] o. J. 1 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1872-1875 Botschafter in St. Petersburg. - Terminangabe. Mit Erwähnung der Botschaft von Österreich.

Jomini, A. - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. [St. Petersburg] 19. Mai 1875. 4°. 1 S., französisch. - Seitlich knitterig. (Preis DM 150,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1872-1875 Botschafter in St. Petersburg. - Nennung einer deutschen Delegation und Konferenz der Telegraphie.

Karl VI., röm.-dt. Kaiser - : Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Wien, 20 Januar 1720. 4°. 2 S. - Rechter Rand der ersten Seite knapp (mit geringem Textverlust) beschnitten. (Preis DM 300,--). Mitteilungen, das Ableben seiner Mutter, der "Eleonore Magdalena Therese, Kaiserin in Germanien, zu Ungarn und Böhmens Königin, geborene Pfalzgräfin bey Rhein und Herzögin von Bayern", betreffend. - Unterer Blattrand mit Unterschrift des kaiserl. "proprium" E. Fr. v.Glandorff.

Kettenburg, Margareta Elisabeth von der - : Vollmacht mit Lacksiegel ("MEVDKB" und Wappen). O. O. u. J. (17. Jh.). 4°. 1 S. (Preis DM 45,--). "Margareta Elisabeht fraw von / gebohrne von der Kettenburg...Vollmacht Contra meinen bruder / JOhan Dieterich von der Kette..." auf unterer Ecke eines Kanzleipapiers (mit seitl.Abriß).

Keyserlingk, Hermann Carl von - : Brief mit Unterschrift. Dresden, 13.September 1739. 4°. 3 S. (Preis DM 300,--). An eine Herzogin und Fürstin (Königliche Hoheit). - Aus der Zeit, als Graf von Keyserlingk (Großbotschafter der Kaiserin Katharina II. in Warschau, Königreich Polen) russischer Gesandter in Dresden war: Dankt für die Nachricht ihrer Reise nach Gotha, die ihm verspätet zuging, da der Kammerrat von Nymptsch abwesend war und bedauert, ihr nicht die Aufwartung machen zu können infolge des "übereylten Friedens wegen...der sich in Ungarn zwischen den Römisch-Kayserlichen und denen Türcken, zur Unzeit beschlüßen laßen". Berichtet ausführlich vom "Beglückten Fortgang der Rußisch-Kayserlichen Waffen" bei Dnyestr, Chotin (Sieg der russischen Truppen unter Münnich) und Jassy "wieder den Erfeind der Christenheit".

Keyserlingk, Wedig Christoph von - : Schmaler Briefabschnitt mit Unterschrift und Lacksiegel. Feldlager Großdorf, 16.IX.1757. (Preis DM 45,--).

Kriegsau, Johann Baptist von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Wien, 18. Dezember 1759. 2 S. - Auf zweitem Blatt: Eigenhändiger Brief mit Unterschrift seines Vaters. 2 S. (Preis DM 150,--). Empfehlungsschreiben für den Vater, der in seinem Briefteil eine Bittschrift verfaßt hat.

Lanckoronski, Karl Graf von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit blindgeprägten Wappen. Jacquinyako, 22. Dezember o. J. Kl.-8°. 2 S. (Preis DM 150,--).  Wien 1850-1936 (?). - Hochwürdenträger, berühmter Sammler und Mäzen, eine der bedeutendsten Erscheiungen der Wiener Gesellschaft zwischen 1800 und 1930. Sein Urteil in künstlerischen Fragen war an den entscheidenden Stellen maßgebend. Er war ein großer Förderer Max Dvorak's. Aus polnischer Königsfamilie stammend, besaß er riesige Güter in Österreich und in Rußland. Berühmt war er auch durch seine Grobheit. Er gehörte zu den
Traditionsfiguren der ersten Reihe im Hoftheater - Ecksitz links.

Langenau, Freiherr von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit violett geprägten Kopf "Ambassade d'Autriche-Hongrie". St. Petersburg, o. J. 1 S. (Preis DM 150,--).  An Friedrich Johann Graf von Alvensleben, 1875-1875 Botschafter in St. Petersburg. - Erhält soeben ein Telegramm von Bechtolsheim, daß er zu einem genannten Termin (Geburtstag seines Kaisers) in Galphina erscheinen muß und daher nicht abreist und "Ihre Depesche nicht mitnehmen" kann.

Leisching, Carl Gottlob - : Heiratsbescheinigung des Carl Gottlob Leisching mit Unterschrift als Superintendent und Familiensiegel. Langensalza, 23. November 1799. 4°. 2 S. (Preis DM 150,--). Bescheinigung der väterlichen Einwilligung zu der vorhabenden Verehelichung seiner Tochter Caroline Friederike Sidonie Leisching mit dem Premier Leutnant Friedrich Wilhelm August von Brause, beim Regiment Kurfürstl. Infanterie, und der alljährlichen Bezahlung von Zinsen aus viertausend Talern und als Erbe das gesamte Kapital.

Lewenhaupt, Carl Emil Graf von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. O. O. u. J. 1 S., schwedisch. (Preis DM 100,--). An einen Leutnant. Text mit Erwähnung von Hamburg. - Der Graf war General, Chef der schwedischen Armee gegen Rußland, verlor die Schlacht von Willmannstrand 1741.

Limburg, Fürst...Holstein - : Briefabschnitt mit Empfehlungsformel und Unterschrift als "Guter Nachbar und Freund". Wien, 19. August 1769. (Preis DM 40,--).

Limburg-Styrum, Philipp Ferdinand Graf zu - : Briefabschnitt mit 3 Zeilen Textrest, Unterschrift und Lacksiegel. Schloß Burgmilchling nächst Wilhelmsdorf ["Willhermsdorff"], 4. April 1764. - Rückseitig Wappen und 6 Zeilen dekorativer Regentenbriefkopf ("Styrum").
 (Preis DM 80,--).

Lippe-Weissenfeld, Carl Christian Graf von der - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift als "Kays. Würkl. Geheimer Rath". "Armenreich bei Löwenberg in Schlesien", 8. März 1803. Gr.-8°. 3 S. - Stockfl. (Preis DM 300,--). An seinen Verleger, ein Manuskript über "die Alterthümer der Mannus-Söhne" zusendend und anbietend. "Da ich mit Ihnen bekannt bin, so wäre mir es am liebsten, wenn Sie mein Verleger werden möchten...", über Honorar, Arbeit bei der Erstellung des Manuskripts, Auflagenhöhe, Illustrationen, Schriftart usw. - Der Graf (1740-1808) war u. a. Schriftsteller.

Loftus, August Lord - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Auf Briefpapier mit weinrot geprägten Kopf "British Embassy, St. Petersburgh". (St. Petersburg), 12. April 1873. 2 S., französisch. (Preis DM 100,--). An Friedrich Johann Graf von Alvensleben als Kollege, später Botschafter in St. Petersburg. - Der Lord war britischer Botschafter.

Losenstein, Wolff Sigmundt [Graf] zu - : Brief mit Unterschrift und papiergedeckten Siegel. Schwenndt, 10. August 1597. 4°. 2 S. Text und 1 S. Postanschrift. - Alte Faltspuren. (Preis DM 250,--).

Lüdersburg - "Sämtl. Haußleute zur Neetze und Boltersey". Brief mit kollektiver Unterschrift. O. O., 1. November 1694. 4°. 5 S. (Preis DM 200,--). "wegen den von Wittorff zu Lüdersburg umb außnehmung frembden Viehes..." und Weiderechten verordneten Schadensregulierung mit Nennung des Landrates von Dannenberg, des Direktors des Klosters St. Michaelis in Lüneburg und Amtmanns zu Lüneburg, Hauptmann Magnus Hans von Wittorff und "ärger, wie es Vorhin gewesen, indehm Er für ohngefehr 3 Wochen unsern ViehHirten mit einen Degen Vielfältig geschlagen und drey Löcher im Hudt gehauen..." - Beiliegt: I. Wittdorf, M. F. v. Abschrift der Verteidigungsschrift um traktierte "unmündige Kinder von dem Brambt" zu Lühne. Mit Nennung von Commißary Secretarii Klinger und des Gutes Lüdersburg. 4. Januar 1695. 4°. 5 S. - II. Püchler (?), Lüneburgischer Geheimrat. Brief mit Unterschrift und papierged. Siegel (Lüneburg) um vorgenannte Klage. An Georg Gebhard von Dannenberg. Landrat und Hofgerichtassessor in Lüchow. 27. Mai 1695. 4°. 2 S.

Luxburg, Graf von - : Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit rückseit. (unleserl.) Lacksiegel, Poststempel Z2 Höchst 3 Maj 1838 und Distributionsstempel. Dresden, 12. Oktober 1837. 4°. 1 S. (Preis DM 100,--). An eine Excellenz. - Bittet ihn am "Höchsten Hofe anzumelden", nennt Zeit in der er in Weimar eintrifft, nennt Geschäfte die er zu Leipzig besorgen will und wünscht, dem Erbprinzen von seiner Ankunft Nachricht geben zu lassen.