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9.861 Adelswappen aus Nordostdeutschland

Register und Verweise auf heraldische Zeichen deutscher Adelsfamilien

Das Wort "Wappen" kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet ursprünglich soviel wie "Waffe". Wappen sind seit den Kreuzzügen bekannt, als es notwendig wurde, den vollgerüsteten Ritter in seiner Identität erkennen zu können. Hieraus entwickelte sich bald die Wappen- oder Heroldskunst, die auch Heraldik genannt wird. Ein Wappen ist ein vererbliches und geschütztes Abzeichen einer Personengemeinschaft (z.B. eine Familie), einer Institution (z.B. eine Stadt) oder einer Person (z.B. des Papstes). Hauptbestandteile des Wappen sind signalhaft klare Figuren in einem Wappenschild, daneben Decken, Helm und Helmzier. Darüberhinaus können auch noch Schildhalter, Baldachine oder Spruchbänder vorhanden sein; sie sind aber nicht absolut notwendig.

Alle Wappen, die hier enthalten sind, sind ausschließlich Wappen von adeligen deutschen oder nach Deutschland eingewanderten Familien, also Wappen einer Personengemeinschaft. Diese tragen immer den Bügel- oder Spangenhelm, der seit etwa 1450 allein bei Adelswappen verwendet wird, während bürgerliche Wappen den geschlossenen oder Stechhelm besitzen. Adelige Wappen besitzen außerdem meist auch eine Krone (Ausnahme: alte Uradelswappen aus dem Mittelalter), während bürgerliche Wappen den Wulst kennen.

Was bietet diese Website?

Eine zusammengetragene Sammlung von Hinweisen auf Wappenbilder aus verschiedensten Werken, Hand- und Druckschriften, Büchern und Loseblattsammlungen. Wenn Sie unseren Quellenachweisen folgen, finden Sie in schönster schwarz-weißer Reinzeichnung die Wappen sehr vieler deutscher Adelsfamilien, natürlich vollständig mit Schild, Helm, Helmdecken und Helmzier, dazu eine kurze Blasonierung (Wappenbeschreibung). Wir haben diese Wappen - vielfach nur noch schwer zugänglich - alphabetisch aufgenommen und sortiert. Es sei noch bemerkt, daß sich in den Quellen nicht nur Auskünfte zu Wappen befinden, sondern auch zu einzelnen Familienmitgliedern, zu Nobilitierungsdaten und der Besitzgeschichte (Güter).

Für wen sind die Wappen gedacht?

Für alle Wissenschaftler und Laien, Genealogen, Heraldiker und Familienforscher, für Adelige und Bürgerliche, für alle die sich für ihre Vorfahren und ihre Sinnbilder interessieren. Sei es nun, daß ein Wappenbild zur Aufarbeitung einer Familiengeschichte gebraucht wird oder daß man einfach erfahren möchte, welche Wappen in früheren Zeiten einmal geführt wurden: Bei uns werden Sie mit ziemlicher Garantie fündig werden! Was wir nicht leisten können, ist die Untersuchung der Führungsberechtigung von Wappen. So ist beispielsweise eine nichtadelige Familie des Namens "Müller" nicht berechtigt, das Adelswappen "Müller" zu führen.

Welche Wappen wurden aufgenommen?

Bevorzugt wurden Wappenvorkommen namentlich der deutschen ostelbischen Familien aus den Buchstabengruppen A-B, C-D, E-F, G, H-J, K, L-Ma, Me-O, P-Ra, Re-Scha, Sche-Spa, Spe-Tri, Tro-Wi und Wl-Z. Der räumliche Schwerpunkt liegt in den Ländern Mecklenburg, Schlesien, Pommern, Ostpreußen, Thüringen, Westpreußen und Brandenburg, aber auch aus allen anderen deutschen Landen finden sich Wappen. Wir möchten diesen Schwerpunkt Ostelbiens jedoch bewußt setzen, um vor allem die Erforschung der Geschichte und Heraldik der vertriebenen deutschen Adelsfamilien zu fördern, bei der Beschaffung von Wappenbildern behilflich zu sein für eine Region, die oftmals mit einer viel schlechteren Quellenlage auskommen muß als Länder in West- oder Süddeutschland.



Website erstellt vom Institut Deutsche Adelsforschung, www.edelleute.de
Online gestellt am 23.02.2001