Tipps für Ihre Forschungen im Web
Nützliche Hinweise auf weitere Quellen, Digitalisate und Datenbanken
Um Ihnen am Beginn der Forschung zu helfen, haben wir Ihnen aber
ein kleines Kompendium zusammengestellt, das Ihnen behilflich sein soll,
auf Ihre Fragen eine Antwort zu finden. Dabei allen gerecht zu werden,
ist naturgemäß unmöglich, da jeder sehr individuelle Fragestellungen
an ein Thema hat. Wir wollen uns jedoch im Folgenden auf genealogische
Vorgehensweisen speziell im Bereich des Adels beschränken.
I. Eine geeignete Vorgehensweise
Wie kann man bei genealogischer und biographischer Firschung zu
einer deutschen Adelsfamilie vorgehen? Diese Frage wird immer wieder von
interessierten Anfragenden gestellt und soll hier einmal für Menschen,
die sich nicht täglich mit historischen Quellen in Archiven und Bibliotheken
befassen, beantwortet werden.
Wenn wir Anfragen nach dem Vorkommen von Edelleuten in der Literatur
und in Archiven beantworten, müssen wir uns immer auf nur einen geringen
Prozentsatz der vorhandenen Quellen beschränken. Warum dies so ist,
wird deutlich, wenn man sich die Sie sich die ungeheuere Quellenfülle
einmal betrachtet: Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland in jedem der
16 Bundesländer ein oder mehrere Staatsarchive (alle Webseiten und
eMailanschriften sowie Postadressen dieser Archive finden Sie unter http://www.archivschule.de),
die jeweils ein historisches oder aktuelles Territorium "beerben".
Sie übernehmen die Bestände der vordem dort ansässigen
Behörden und bereiten sie für die Benutzung auf. Jeder, der ein
berechtigtes Interesse nachweist, kann diese Akten - Datenschutzbestimmungen
müssen natürlich beachtet werden - frei nutzen. Das bedeutet,
daß z.B. Akten des ehemaligen Herzogtums Nassau heute in einem hessischen
Staatsarchiv zu finden sind. Und jedes dieser staatlichen Archive besitzt
in der Regel mehrer laufende Kilometer Akten - von Karten, Urkunden und
Plänen ganz zu schweigen. Hinzu kommen noch private Archive, Verbandsarchive,
Familienarchive, Kirchenarchive usw.
II. Schwierigkeit Provenienzprinzip
Die oft anzutreffede Auffassung, man könne bei der Suche beispielsweise
nach einer württembergischen Adelsfamilie im zuständigen württembergischen
Hauptstaatsarchiv Stuttgart nach einer "Mappe" oder einem "Karton" fragen,
der diese bestimmte Familie betrifft, ist irrig. Wenn dem so wäre,
bedürfte es beispielsweise nicht unserer Arbeit der Quellenvermittlung.
Denn grundsätzlich werden in Deutschland alle Akten in Staatsarchiven
nach dem Herkunfts- oder Provenienzprinzip der Entstehungssituation sortiert
und verzeichnet und für eine Benutzung durch ein sogenanntes Findbuch
erschlossen. Herkunftsprinzip bedeutet, daß die Akten nicht nach
biographischen Betreffen geordnet werden, sondern nach abgebenden Institutionen
sortiert und aufgestellt werden. Ein Beispiel: Akten eines preußischen
Oberpräsidiums finden sie in einem Bestand mit dem Namen "Oberpräsidium."
Darin untergliedert ist dann nach Sachbetreffen wie beispielsweise Wassersachen,
Adelsangelegenheiten, Wegesachen, Personal und dergleichen mehr. Unter
"Personal" könnten sich nun vielleicht akten befinden, die die Laufbahn
eines Regierungsrates beschreiben. Erst hier also ist es möglich,
biographisch direkt zuzugreifen. Das bedeutet, daß es in der Regel
- von speziellen genealogischen Sammlungen abgesehen - nur möglich
ist, über ehemalige Behörden fündig zu werden, deren Bezeichnung
auf den ersten Blick nicht offenbaren, daß hier Material zu einer
deutschen Adelsfamilie vorhanden sein könnte.
III. Die ersten Schritte
Wie kommt man nun an solche versteckten Vorkommen heran? Zuerst
sollte man sich mit den Grundstrukturen der Genealogie vertraut machen.
Zu diesem Zwecke hilft es vorzüglich, wenn man sich über unser
Anfrageformular die Quellennachweise zu einzelnen Familien in den gängigsten
Adelslexika bestellt. Dort werden in der Regel die Genealogien angezeigt
und man hat dann eine gute Basis für weitere Forschungen.
-
Ein Beispiel: Durch die von uns vermittelten Quellen erfahren Sie,
daß die beispielsweise von Ihnen gesuchte Familie v.Negelein aus
Nürnberg stammt und dort im Jahre 1363 das Bürgerrecht erwarb.
1724 erfolgte für den Königlich Preußischen Geheimen Rat
Christoph Aegidius Negelein (1668-1746) die Erhebung in den preußischen
erblichen Adelsstand. Er war Gutsherr auf Weßlienen in Ostpreußen
und Oberbürgermeister von Königsberg. Sein Enkel Ernst (1737-1805)
war Königlich Preußischer Hauptmann. So könnte man noch
weiter fortfahren.
IV. So geht es weiter ...
Jetzt sind sie schon einmal mit vielen Einzelinformationen ausgestattet,
die es Ihnen erlauben, Namen, Daten und Länder zu spezifizieren. Welche
Anhaltspunkte aber befinden sich für weitere archivalische Forschungen
in dem oben genannten Beispiel? Sehr viele! Seien Sie kreativ und besorgen
sich - um bei unserem Beispiel v.Negelein zu blieben - über die Fernleihe
Ihrer örtlichen Biblitohek zusätzliche Literatur, in der mehr
stehen könnte:
-
Literatur zur Geschichte der Stadt Nürnberg und ihrer Familien
im Mittelalter (Stadtrechtserwerb)
-
Literatur über ostpreußische Güter und Herrenhäuser
(Gut Weßlienen)
-
Literatur über die Geschichte der Stadt Königsberg und ihrer
Stadtverwaltung (Oberbürgermeister)
Wie Sie diese Bücher und Aufsätze finden, steht weiter unten
(Onlinekataloge der großen deutschen Bibliotheksverbünde nutzen).
Auch in Archiven können Sie mit diesen Anhaltspunkten erfolgreich
sein. Sie wissen jetzt allerhand Genaues:
-
Da der König in Preußen - das war Friedrich Wilhelm I.,
der Soldatenkönig - 1724 den Herrn Negelein in den Adelsstand erhoben
hatte, muß es darüber eine Urkunde gegeben haben, die vielleicht
noch heute besteht.
-
Der Negeleinsche Enkel war Offizier und ist kurz nach 1800 gestorben.
Das heißt, er muß irgendwo mit seinen Ernennungsdaten und seinen
Beurteilungen aufgeschrieben worden sein. Dazu gibt es gedruckte Ranglisten
der Armee, in der alle Offiziere verzeichnet waren.
Jetzt sollte man sich fragen: welches Archiv ist heute für diese
genannten Gegebenheiten zuständig? Im Falle der Adelsstandserhebung
wäre es das Archiv, welches die Akten der Behörden des Soldatenkönigs
aufbewahrt. Für Preußen ist heute das Geheime Staatsarchiv in
Berlin zuständig. Hier also wird eine Anfrage am ehesten von Erfolg
gekrönt sein.
V. Register können sehr hilfreich sein
Doch selbst jetzt ist es nicht immer einfach, etwas zu ermitteln.
Es gibt in keinem Archiv Register aller vorkommenden Namen in allen Akten,
bei der Fülle an vorhandem Mateiral ein Ding der Unmöglichkeit.
Der Negeleinsche Enkel könnte zum Beispiel als Offizier in ein Duell
verwickelt gewesen sein. Möglicherweise gibt es dazu ein Akte, aber
wo suchen? Im Geheimen Staatsarchiv gibt es viele Bestände mit Duellakten:
im Innenministerium, im Justizministerium, im Zivilkabinett.
Hier setzt noch einmal unsere Arbeit an: wir indexieren solche Akten
nach dem Vorkommen von Familiennamen des deutschen Adels und können
Ihnen zum Beispiel sagen: In diesem oder jenem Archiv in der Akte mit der
Bezeichnung (auch Signatur genannt) "Abteilung 17, Faszikel 9a, Nr.3291"
befindet sich in der Tat ein Duellfall, in den ein v.Negelein verwickelt
war. Auch wir werden niemals ein Register erstellen können von allen
Akten in allen oder geschweige nur einem einzigen Archiv. Jedoch können
wir mit jeder neu indexierten Akte mehr Informationen liefern. Oder hätten
Sie vermutet, daß in einem Archiv des Landes Schleswig-Holstein,
wo die Familie überhaupt nicht ansässig war, ein Major v.Negelein
nach 1945 eine staatliche Pension bezog und darüber noch eine Akte
existiert?
VI. Mittelalterliche Urkundenbücher der Jahre 800 bis 1500
Dabei handelt es sich um Editionen von besonders frühen Urkunden
einer Landschaft, einer Institution (z.B. eines Kloster) oder eines Herrschergeschlechtes.
Viele Staatsarchive haben diese Urkunden vollständig transkripiert
und übersetzt und mit Einzelregistern versehen, die sich meist am
Ende eines Bandes befinden. Interessant sind Urkundenbücher für
alle Forscher, die nach dem Vorkommen einer Adelsfamilie im Mittelalter
suchen. Diese Urkunden sind auch in keinen anderen genealogischen Werken
in dieser Ausführlichkeit vorhanden, so daß sie einen sehr wichtigen
Einblick gewähren in die jeweilige Familiengeschichte. Die Urkundenbücher
haben wir hier nach Landschaften sortiert. Das heißt, Sie müßten
wissen, in welchem Territorium die gesuchte Familie beheimatet war.
Um die Urkundenbücher einzusehen, müssen Sie zuerst den
Standort in einer deutschen Bibliothek ermitteln. Dies können Sie
am besten über http://www.gbv.de erreichen
und zwar dort in den "Datenbanken" über den Gemeinsamen Verbundkatalog.
Wenn Sie den Haupttitel oder auch nur das Wort "Urkundenbuch" in die Suchmaske
eingeben, erscheinen nicht nur die zugehörigen Bände mit allen
nötigen bibliographischen Angaben, sondern auch die Standorte in den
Bibliotheken.
Die folgende Auflistung erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit,
da es noch für viele weitere deutsche Landschaften und Institutionen
Urkundeneditionen gibt. Sie soll lediglich als Beispiel dienen, unter welchen
Titeln diese wichtigen und meist sehr umfangreichen Urkundeneditionen bibliographisch
zu ermitteln sein können.
VI.1. Urkundenbücher Deutsches Reich
-
Repertorium Germanicum. Verzeichnis der in den päpstlichen
Registern und Makeralakten vorkommenden Personen, Kirchen und Orte des
Deutschen Reiches, seiner Diözesen und Territorien vom Beginn des
Schismas [1378] bis zur Reformation Herausgegeben vom Deutschen Historischen
Institut zu Rom, Berlin, seit 1916 erschienen in bisher neun Bänden
VI.2. Urkundenbücher Brandenburg
-
Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden und sonstigen
Quellen für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regesten.
Herausgegeben von Adolf Friedrich Riedel in 41 Bänden, Berlin 1838-1869
VI.3. Urkundenbücher Pommern
-
Pommersches Urkundenbuch, Herausgegeben [anfangs] vom Kgl. Preuß.
Staatsarchiv zu Stettin, Stettin, erschienen seit 1868 in bislang elf Bänden
VI.4. Urkundenbücher Pommerellen
-
Pommerellisches Urkundenbuch. Herausgegeben vom Westpreußischen
Geschichtsverein, erschienen Stettin 1861-1916 in ? Bänden, auch auf
Mikrofiche erhältlich bzw. einsehbar
VI.5. Urkundenbücher Schleswig-Holstein
-
Schleswig-Holsteinische Regesten und Urkunden. Herausgegeben von der
Gesellschaft für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Geschichte
VI.6. Urkundenbücher Mecklenburg
VII. Adelsnamen im Internet suchen
Unsere Website kann natürlich nur einen äußerst
geringen Bruchteil aller Vorkommen von Adelsnamen erfassen. Zudem haben
wir uns hauptsächlich auf die Vermittlung von Quellennachweisen spezialisiert,
die gerade nicht über das Internet zugänglich sind.
Aber auch im Netz der Netze gibt es viele hervorragende und hilfreiche
Webseiten, die der Adelsforschung große Dienste erweisen können.
Die wichtigsten möchten wir Ihnen im folgenden Abschnitt einmal vorstellen
und Ihnen die komplette Liste zur virtuellen Durchsicht empfehlen.
Das einfache Absurfen dieser Adressen eröffnet Ihnen die Möglichkeit,
auf einige Millionen externer Quellen zuzugreifen! Um Ihnen die Möglichkeiten
und Grenzen der einzelnen Adressen deutlich zu machen, habe wir jeden Link
kommentiert.
Family History Library
Salt Lake City
-
Namens-Recherche (unter dem Registerblatt "Search") in der weltweit
größten genealogischen Datenbank, auch für den Adel. Eine
Seite der Mormonen. Bietet familienkundliche Einzelverbindungen aus aller
Welt, aber keine Biographien.
Kirchenbucheinträge aus Mittel-
und Ostdeutschland
-
Website des Archivs der Evangelischen Kirche in Deutschland, die sehr
viele Kirchenbücher verwahrt, die für Ihre Forschungen nötig
sein könnten, mit Ortsindex!
Kirchenbucheinträge aus Berlin-Stadt
-
Das "Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin, Kirchenbuchstelle",
Anschrift: Bethaniendamm 29 in 10997 Berlin, verwahrt folgende Bestände:
alle 45 Zivilkirchenbücher der Stadt Alt-Berlin von 1583 bis etwa
1874 (Kirchenbücher ab 1875 liegen bei den jeweiligen evangelischen
Kirchengeminden!). Evangelische Kirchenbücher der ehemaligen Vororte
von Berlin, die heute in Berlin eingemeindet sind, befinden sich ebenfalls
bei den Kirchengemeinden selbst. Ein Zentralregister der Berliner Kirchenbücher
besteht leider nicht. Aber: Hie rliegen außerdem alle Kirchenbücher
von Berlin, Brandenburg und der Schlesischen Oberlausitz. eMail: bert.buchholz@landeskirchenarchiv-berlin.de
Katholische
Kirchenbucheinträge
-
Website des Bischöflichen Zentralarchivs in Regensburg, welches
auch aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Kirchenbücher verwahrt
und Auskunft daraus in exakten Abschriften erteilt (Achtung: pro Stunde
rund 50 Euro Recherchekosten!)
Wie forscht man
nach Kirchenbucheinträgen? Forschungswegweiser
-
Zum Vorgehen bei Forschungen. Zwei verschiedene leicht erklärte
und doch recht gute sowie ausführliche Anleitungen für die ersten
Schritte zur Rückverfolgung des Mannesstammes einer Familie.
Ahnen und Wappen
-
Viele Links und Forumbeiträge zu Spezialsuchmaschinen zu den Themen
deutsche Genealogie, Heraldik und Geschichte, einen Sütterlin PC-Font,
Newsletter und Umfragen.
Ahnenforschung im Netz
-
Portal zur Ahnenforschung mit Ortslexika, Berufsgenealogen-Vermittlung,
Münz-, Maß, und Gewichtskonkordanzen, Literatur, Software zur
Stammtafelverwaltung, Linklisten zur Familienforschung, Spezialgebieten,
etc.
Internationaler
Biographischer Index
-
Darin enthalten: Index zu gedruckten Biographien im Deutsches
Biographisches Archiv I. und II., bestehend aus 323.331 Mikrofiches betreffend
566 literarische biographische Quellen aus den Erscheinungsjahren 1707-1988.
Enthalten sind rund 820.000 Biographica (Lebensläufe, biographische
Notizen, zum Teil auch Portraits) von 449.896 Personen, die vom Mittelalter
bis in die 1960er Jahre in Deutschland lebten und wirkten. Das Register
dazu ist in acht Bänden gedruckt erschienen und heißt "Deutscher
Biographischer Index". Vorhanden in vielen wissenschaftlichen deutschen
Bibliotheken (Standortnachweise sind unter Gbv.de ermittelbar).
Gefallene im
zweiten Weltkrieg
-
Personendaten von Offizieren und Soldaten. Über 2 Millionen Auskünfte
aus dem zweiten Weltkrieg mit Vornamen, Nachnamen, Dienstgrad, Geburtsdatum,
Sterbedatum und Grablage nennt eine ständig sich erweiternde Datenbank
des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auf der Hauptwebsite
den Link "Gräbersuche online" anklicken.
Adels-Nachlässe
in deutschen Archiven
-
Moderne Datenbank (und daher auch nur mit den neuesten Browsern abrufbar!)
mit mehreren tausend Datensätzen und der Möglichkeit einer Volltextsuche.
Beinhaltet Archiv- und Bestandsnachweise nicht nur von persönlichen
Papieren berühmter Adeliger, sondern auch viele Auskünfte zum
Verbleib von Nachlässen Nichtadeliger vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Wehrmachtsauskunftsstelle (WAST)
-
Eigentlich "Deutsche Dienststelle (WASt) für die Benachrichtigung
der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen
Wehrmacht" mit Sitz in Berlin. Möglichkeit zur Auskunftserlangung
über militärische Dienstzeiten, die Dauer von Kriegsgefangenschaften
und die Inhaberschaft von Orden und Ehrenzeichen für mehrere Millionen
deutsche Wehrmachtsangehörige (vom Gemeinen bis zum Generalfeldmarschall)
des zweiten Weltkrieges 1939 bis 1945. Auch Bescheinigungen zu Todeserklärungsverfahren
und die Klärung von Vermißtenschicksalen gehören zu den
Aufgaben der WAST. Einen Suchauftrag kann man sofort online in ein Formular
eingeben.
Höherer
Adel in Europa
-
Genealogien des europäischen Hochadels. Datenbank, in der
sich nach Personen suchen läßt, deren verwandtschaftliche Umgebung
dargestellt und verfolgt werden kann, zum Teil auch mit Kurzbiographien.
Beschränkt auf die Zeit des Deutschen Reiches bis 1806. Für die
Zeit von 1950 bis 2008 siehe vor allem die Pressesammlung zu den europäischen
Fürstenhäusern des Instituts Deutsche Adelsforschung.
Genealogische
Sammlungen im Verein Herold
-
Handschriftliche Aufzeichungen zum deutschen Adel. In den nicht online
erreichbaren Sammlungen Bardeleben, Lindner, La Roche, Serlo, Zitzewitz,
Maltitz und Mosel sind tausende von vorwiegend preußischen und eingedeutschen
französischen Adelsfamilien mit Zeitungsausschnitten und Genealogien,
Stammtafeln und historischen Notizen aufgeführt. Gesamtregister ist
nicht vorhanden. Vor allem empfehlenswert für die Suche nach Familienzweigen
deutscher Adelsfamilien, die frühzeitig erloschen sind und die daher
gar nicht erst in die Gothaischen Taschenbücher aufgenommen wurden!
Oft sind sehr ausführliche Informationen enthalten! Auskünfte
zu eventuellen Vorkommen erteilt der Verein Herold, Archivstraße
12-14, D-14195 Berlin nur per Snailmail (Briefpost).
Verzeichnis der deutschen Drucke des
17.Jahrhunderts (VD17)
-
Autoren- und Titeldaten früher Druckwerke. Namens-Recherche in
Bibliographien und Faksimiles von Titelbildern aller ermittelbaren erschienenen
Druckwerke aus dem deutschsprachigen Raum der Zeit von 1601 bis 1700.
Digitales
Literatur-Zeitschriften-Archiv der Aufklärung 1750-1815 (VD18)
-
Der Bestand enthält (nach dem Stand Herbst 2009) in Form von Faksimiles
im Volltext rund 118.000 Artikel auf fast einer Million Seiten aus insgesamt
160 Zeitschriften innerhalb des Projektes "Retrospektive Digitalisierung
wissenschaftlicher Rezensionsorgane und Literaturzeitschriften des 18.
und 19. Jahrhunderts aus dem deutschen Sprachraum", geleitet von der Universitätsbibliothek
Bielefeld
Zentrales Verzeichnis Antiquarischer
Bücher (ZVAB)
-
Für Autoren- und Titelsuche in Büchern, eine Art Online-Bibliographie
der gerade auf dem deutschsprachigen Markt erhältlichen antiquarischen
Bücher; enthält mehrere Millionen Titel, die sich (durch Kauf
und Verkauf) ständig ändern. Jedes hier angezeigte Buch kann
gleich online per eMail-Bestellung käuflich erworben werden!
Antiquarische Bücher bei Abebooks
-
Bietet mehrere Millionen antiquarische Bücher, im Gegensatz zum
vorgenannten ZVAB aber auch aus privater Hand. Die Suchfunktionen und Darstellungsarten
der Ergebnisse sind nicht so komfortabel bei beim vorgenannten ZVAB, aber
dennoch hält Justbooks ebenfalls mehrere Millionen Titel alter und
neuer Werke, die nicht mehr im Buchhandel erhältlich sind.
Gemeinsamer Bibliotheksverbund der norddeutschen
Länder (GBV)
-
Im Onlinekatalog finden Sie mehrere Millionen von Büchern und
Verfassern verzeichnet. Hier können Sie feststellen, ob eine bestimmte
Person literarisch tätig war oder wo Familiengeschichten des Adels
in den deutschen Bibliotheken vorhanden sind. Nicht nur auf Norddeutschland
beschränkt. Zum durchsuchen den Link "Datenbanken" anklicken und dann
"Gemeinsamer Verbundkatalog [GVK]".
Das Zedler Lexikon
-
Digitalisat des gesamten 1731 bis 1754 entstandenen Universal-Lexikons
in 68 Bänden des Lexikons mit rund 284.000 Artikel mit dem gesammelten
Wissen des 18.Jahrhunderts.
Karlsruher Virtueller
Katalog (KVK)
-
Die bibliographische Megasuchmaschine schlechthin. Über 500 Millionen
Nachweise zu deutschen Bibliotheksverbünden und wahlweise auch in
internationalen Bibliotheken vorhandenen Büchern und Zeitschriften.
Katalog
deutschsprachiger Leichenpredigtensammlungen (GESA)
-
Register der Forschungsstelle für Personalschriften an der Philipps-Universität
Marburg zu über 200.000 in deutschen Archiven und Bibliotheken ermittelbaren
Leichenpredigten und Personalschriften vom 16. bis frühen 19.Jahrhundert.
Online als kostenfreie Datenbank mit Bibliotheks- und Standortnachweisen
zugänglich.
Kalliope -
Historische Autographen in Bibliotheken und Archiven
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Die im Jahre 2004 begründete Kalliope-Datenbank ist die Fortführung
der 1966 gegründeten Zentralkartei der Autographen (ZKA) der Staatsabibliothek
Preußischer Kulturbesitz zu Berlin. In Kalliope finden sich mehr
als eine Million Nachweise auf Standorte und Beschaffenheit von Autographen
von Adeligen und Nichtadeligen der Vergangenheit (Briefe, Karten, Manuskripte
usw. von bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten der deutschen
Geschichte, von Militärs, Politikern, Beamten, Künstlern, Gutsbesitzern
et cetera) in über 100 bundesweit verstreut liegenden deutschen Institutionen.
Österreichisches
Allgemeines Verwaltungsarchiv
-
Aktenbestand zu fast allen deutschen Adelstandserhebungen von Bürgerlichen
durch die Deutschen Kaiser aus dem Hause Habsburg 1452-1806 (außer
einer kurzen Unterbrechung) und die österreichischen Kaiser 1806-1918.
Namen sind nicht online zugänglich. Per eMail (avapost@oesta.gv.at)
anfragen, ob eine Akte zu einem speziellen Namen in der "Bestandsgruppe
06 Adelsarchiv" existiert.
Österreichisches
Kriegsarchiv
-
Offizierslaufbahnen aus der K.u.K.-Armee. Besonders interessant ist
der Bestand 01: Personalevidenzen und Bestand 03: Militärmatriken,
darin: Musterlisten der österreich-ungarischen Regimenter 1740-1869
mit alphabtischem Index aller Offiziere. Darin Angaben zur Laufbahn, Familienstand,
Alter, Beförderungen, Namen und Daten der Kinder. nicht online zugänglich.
Per eMail (kapost@oesta.gv.at) anfragen, ob eine Akte zu einem speziellen
Namen existiert.
Archivbestand
Preußisches Offizierkorps 1690-1790
-
Auszüge aus Datenbanken und alten Handschriften zur Biographik
und zu den Lebensläufen von Offizieren der brandenburgischen friederizianischen
und nachfriederizianischen Armee. Hierzu haben wir eine Extrawebsite mit
ausführlichen Hinweisen gestaltet. Bitte den Link benutzen!
Adelsakten in hessischen Staatsarchiven
Eine sehr große staatlicherseits angefertigte Datenbank,
die aus allen hessischen Staatsarchiven Akten u.a. zu vielen Adelsfamilien
in einer Art Onlinefindbuch verzeichnet und auch gleich die zugehörige
Signatur und den Archivstandort des unveröffentlichten Materials auswirft.
Unabdingbar für alle Interessenten, die zu hessischen Familien forschen
oder vermuten, daß bestimmte Familien in Hessen bedienstet gewesen
sind.
Deutscher Adelsrechtsausschuß
(ARA)
-
Adelsrechtlich maßgebliches Organ der deutschen Adelsverbände,
zuständig für Entscheidungen der adeligen Namens-, Wappen- und
überhaupt der Adelsführung seit Ende des zweiten Weltkrieges.
Nachfolger der ehemaligen deutschen Adelsbehörden. Mit einer Darstellung
der Geschichte, Aufgaben, Grundsätze, Bibliographie zum Adelsrecht
in deutschen Ländern. Online seit Ende Dezember 2001. Nur hierhin
sind auch Anträge zu stellen wegen "Nichtbeanstandung der Zugehörigkeit
zum deutschen Adel".
Adel und Genealogie
-
Eine interessante seit 2001 online befindliche umfangreiche Seite mit
vielen Auskünften zum deutschen Adel, eigenen Publikationsvorstellungen
zum Thema und mit Möglichkeiten, den Historiker (Dr.phil. Ralf G.
Jahn Magister Artium, Markt 20, D-47608 Geldern, eMail: wasgonia@t-online.de)
mit Recherchen zu beauftragen. Sein Spezialgebiet sind historische Forschungen
aller Art, auch das Auffinden von Auskünften zu unehelichen Adelskindern
oder die Feststellung der Zugehörigkeit deutscher Staatsbürger
zur ehemaligen polnischen Szlachta über genealogische Recherchen.
Deutsche Burgenvereinigung
-
Baugeschichtliches aus dem Mittelalter. Der Verein stellt sich, aber
auch zahlreiche deutsche Burgen in Bild und Text vor. Nicht uninteressant
für alle, die baugeschichtlich am Adel interessiert sind.
Österreichisch-Ungarischer
und Böhmischer Adel
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Auskünfte zu den Genealogien, der Heraldik und Chronik von österreich-ungarischen
Adelsfamilien. Mit Stammtafeln, Biographien, Portrait- und Urkunden-Sammlungen,
dem österreichischen Adelsverbotsgesetz von 1919 und vielen weiteren
Informationen.
Deutsche Auswanderer
Datenbank (DAD)
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Enthält rund 5 Millionen Datensätze von aus Europa nach den
Vereinigten Staaten vom Amerika emigrierten Personen aus der Zeit von 1820
bis 1939. Die Datenbank muß im Auswanderermuseum zu Bremerhaven eingesehen
werden oder man kann nach dort eine Anfrage stellen. Ein Recherchieren
im Netz ist leider (noch) nicht möglich.
Digitale Sammlungen historischer Quellen
Deutsche
Biographien
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Enthält Register und teils auch Volltexte zu rund 121.000 wissenschaftlich
verfaßte Lebensbeschreibungen von Deutschen (darunter viele Adelige)
aus den beiden bedeutendsten deutschen Biographiesammlungen ADB (Allgemeine
Deutsche Biographie) und NDB (Neue deutsche Biographie), die zwischen 1873
und 2001 erschienen sind.
Digitales Bildarchiv
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Das Bundarchiv ergänzt laufend die 2007 online gegangene Bilddatenbank
seiner Bestände mit mehr als 11 Millionen Bildern, in denen Photos
zur deutschen Geschichte und daher auch viele Bildnisses mit Adelsbezug
enthalten sind.
Deutsche
Amtsträger im XVIII.Jahrhundert
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Wer nach Amtsträgern aller Art sucht, ist gut beraten, Staatshandbücher
mit Verzeichnissen der Behördenangehörigen zu konsultieren. Um
diese aber überhaupt bibliographisch zu ermitteln, kann folgendes
Werk von Volker Bauer sehr dienlich sein: "Repertorium territorialer Amtskalender
und Amtshandbücher im Alten Reich. Adreß-, Hof-, Staatskalender
und Staatshandbücher des 18.Jahrhunderts", Band I., Frankfurt am Main
1997 (Nord- und Mitteldeutschland) sowie Band II., Frankfurt am Main 1999
(Heutiges Bayern und Österreich, Liechtenstein).
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