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Beerdigte Adelige in Regensburg 1804-1900

Genealogische Miszellen zu bayerischen und oberpfälzischen Edelleuten des 19.Jahrhunderts

In der alten Reichsstadt Regensburg im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz mit ihrem ehrwürdigen Dom St.Peter, eines der am schönsten und besten vollendeten gotischen Bauwerke Deutschlands, war schon unter den Agilolfingern bis 788 zur Hauptstadt Bayerns aufgestiegen. Vom 11. bis 15.Jahrhundert war Regensburg dann eine der blühendsten Städte in Süddeutschland und Sitz des katholischen Bistums Regensburg. Sehr früh schon in den Rang einer Freien Reichsstadt erhoben, war sie von 1663 bis 1803 auch der Sitz des deutschen Reichstages und daher schon mit allerlei vornehmen Persönlichkeiten und Familien bevölkert.

Es ist daher nicht sonderlich verwunderlich, daß sich die Präsenz des Hof- und Bedientenadels auch auf den alten Friedhöfen der Stadt niederschlug, die schon im 19.Jahrhundert abgebrochen wurden, als die Liegezeit abgelaufen war. Viele Grabdenkmäler sind daher der Vergessenheit anheimgeraten, wenn auch die Todesfälle noch in den Kirchenbüchern dokumentiert wurden.

Dennoch dürfte es nicht uninteressant sein, welche Edelleute, vorwiegend aus dem bayerischen Raum, auf den beiden Kirchhöfen ihre letzte Ruhestatt fanden. Zur Debatte stehen hier der am 10.Dezember 1804 eingeweihte "Katholische Friedhof" sowie der kleinere "Protestantische Friedhof unterer Stadt". Die Einträge zu den Grabdenkmälern sind leider in sich nicht sehr umfangreich, d.h. daß eine Beschreibung des Grabsteins nicht erwähnt wird, sondern lediglich die Familiennamen mit Vornamen, das Sterbedatum und das Alter.

Immerhin ist dies aber deshalb von Bedeutung, weil damit noch heute nachgewiesen werden kann, welche Personen auf den heute nicht mehr existenten Gräberfeldern dieser Zeit existent gewesen sind und für manche familienkundliche Forschung wird darüberhinaus bei dem Nichtvorliegen von Kirchenbucheinträgen die Information willkommen sein, wer wann wie alt verstorben war. Gelegentlich sind Einzelpersonen mit ihren Daten verzeichnet, manchmal aber auch Herren mit ihren Ehefrauen und sogar den dort beigesetzten Kindern. Hierzu ein Beispiel-Volleintrag:

Auf Wunsch senden wir Ihnen gern die genaue Bezeichnung des Fundortes zu und den Standort, damit Sie sich gegebenenfalls Reproduktionen der originalen Quellen aus einer bestimmten deutschen Staatsbibliothek bestellen können. Folgende adelige Familiennamen waren ehemals auf Regensburger Friedhöfen 1804-1889 vertreten:

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Auer, v.
Aretin, v.
Asch zu Asch, v.
Asch zu Asch u.Oberndorf, v.
Baumgarten, v.
Berchem, v.
Berthonier, v.
Branca, v.
Braunn, v.
Brückner, v.
Cabilliau de Trisponsau
Danner, v.
Dolle, v.
Eggelkraut, v.
Ellenrieder, v.
Fallot v.Gemeiner, v.
Franck, v.
Gleissenthal, v.
Hämmerl, v.
Hafenbrädl, v.
Hartung, v.
Hertwich, v.
Imßland (Imssland), v.
Karg v.Bebenburg
Kammerer, v.
Koch, v.
Lemmen zu Heylsberg, v.
Linden, v.
Massenbach, v.
Magis, v.
Mastwyk, v.
Moers, v.
Netter, v.
Oberkirch, v.
Ow, v.
Peritzhoff, v.
Planckh, v.
Pock, v.
Poschinger, v.
Preysing-Lichtenegg, v.
Quentel, v.
Reichlin v.Meldegg
Roqueville, v.
Siffer, v.
Seekirchner, v.
Sybertz, v.
Scheben, v.
Schedel-Greiffenstein, v.
Schintling, v.
Schleich, v.
Schmädel, v.
Schmid, v.
Schmöger, v.
Stefenelli, v.
Streber, v.
Tauffkirchen, v.
Triva, v.
Ulm, v.
Michael, v. (unter Wagner)
Wetzstein, v.
Wradislaw, de
Brosse, v.
Dietz, v.
Ellerichshautzen (Ellrichshausen), v.
Furtenbach, v.
Glaß, v.
Hoven, v.
Künsberg-Mandel, v.
Löwenberg, v.
Mendel, v.
Podewils, v.
Pusch, v.
Schaffenberg, v.
Unold, v.
Völderndorff, v.

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