Institut Deutsche Adelsforschung
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Kleines ABC zum deutschen Adel

Namen, Verbände, Daten, Fakten aus fünf Jahrhunderten

Die vorliegende Webseite ist Teil eines kleinen virtuellen Lexikons betreffend herausragende Persönlichkeiten des deutschen Adels der Neuzeit sowie adelseigene Begriffe und Institutionen. Neben einer thematischen Einleitung zum Gesamtwerk finden Sie hier auch Register aller Artikel im Lexikon auf der Verzweigungsseite.

Zobeltitz, Fedor v.,

Schriftsteller, * Rittergut Spiegelberg 5.Oktober 1857, † Berlin 10.Februar 1934, Pseudonym: Maria Fedor.

In der Neumark als Sohn des aus meißnischem Uradel stammenden Rittergutsbesitzers Karl Constantin v.Z. und der Berta, geborene Knibbe, geboren, widmete er sich der militärischen Laufbahn und besuchte zunächt die Kadettenhäuser Plön und Berlin. Anschließend trat er 1874 als Ulanenoffizier ins preußische Heer ein, nahm aber 1880 seinen Abschnitt, als er fühlte, in der Beschäftigung mit der Geistestätigkeit mehr Erfüllung zu finden.

Er übernahm das väterliche Gut und wurde Schriftsteller und Journalist, Redakteur bei Schorers Familienblatt, dem Deutschen Tageblatt und der Illustrierten Frauenzeitung. Als sich die ersten Erfolge seiner schriftstellerischen Betätigung einstellten, verpachtete er Spiegelberg und siedelte nach Berlin in die Uhlandstraße 33 über. Nun wirkte er als selbständiger Schriftsteller, von dem eine Reihe Romane berühmt geworden sind.

Sie waren anfänglich vor allem im Bereich der vaterländischen Geschichte angesiedelt, so erschienen 1881 seine "Fähnrichsgeschichten", im selben Jahr "Bismarck" und "Moltke", 1884 "Märkischer Sand". Anfänglich dominierte das militärische Terrain, so redigierte er 1880 bis 1881 die "Militarblätter" und die Unterofficier-Zeitung", zeitweise auch die "Tägliche Rundschau". Später wandte er sich vielfach Dramen und Novellen zu, schrieb auch agrarische Szenen und Reiseliteratur, zu der er sich auf seinen zahlreichen Aufenthalten in Italien, Frankreich, dem Orient und in Afrika die Anregungen holte.

Er war außerdem Vorsitzender der Gesellschaft der Bibliophilen und, eng damit verknüpft, Herausgeber der "Zeitschrift für Bücherfreunde". Auch mit dem Adel befaßte sich Z., so veröffentlichte er 1933 "Vier von den Quitzows". Z. war 1909 bereits Rechtsritter des Johanniterordens und 1926 Mitglied des Gaues Kurmark der Landesabteilung Mark Brandenburg der Deutschen Adelsgenossenschaft.

Quellen und Schrifttum: Deutsches Biographisches Archiv I, 1417, S.283-284 und Deutsches Biographisches Archiv II,  S.1451, 344-351 --- Jahrbuch der Deutschen Adelsgenossenschaft, Berlin 1927, S.187
 


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