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Gemütskranke Edelleute in der Irrenanstalt Schleswig 1835/45

Volltexte zu psychisch behinderten oder kranken adeligen Patienten aus dem 19.Jahrhundert

 Im Jahre 1820 wurde bei Schleswig ein Heim für geistig Behinderte errichtet. Sie wurde damals, ohne das der Begriff negativ ausgelegt wurde, schlicht "Irrenanstalt" genannt. Ihr Zweck war es, sogenannte gemütskranke, depressive und geistig behinderte Personen aufzunehmen und zu betreuen, da diese Menschen bisher unter schlimmsten Bedingungen in den sogenannten "Arbeitshäusern" untergebracht bzw. verwahrt worden waren.

Anhand zweier recht detaillierter Volkszählungslisten aus den Jahren 1835 und 1845 lassen sich die Namen und die Anzahl aller Insassen jener Anstalt feststellen. 1835 waren erst 116 Männer und 59 Frauen dort wohnhaft, 1845 befanden sich in der Schleswiger Irrenanstalt bereits 318 Gemütskranke, davon 216 Männer und 102 Frauen, unter ihnen auch einige Edelleute.

Wie die folgende Aufstellung zeigt, handelt es sich natürlicherweise um meist in Schleswig-Holstein bzw. Dänemark ansässige Personen. Eine Ausnahme fällt auf, ein Gutsbesitzer aus Schlesien, der erst seit wenigen Jahren gemütskrank war. Welches Schicksal hinter jedem der nachfolgend aufgeführten Namen stand, ließ sich nicht ermitteln. Die genealogische und soziologische Forschung aber wird dankbar sein für die Nennung der Namen.

Quelle: Deutscher Adels-Almanach, Lieferung 7, Owschlag 1999, Seite 352-353


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Online gestellt am 08.05.2001