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Die Presse berichtete

Medienaufsätze, in denen das Institut Deutsche Adelsforschung erwähnt wird

Im folgenden Abschnitt finden Sie einige Aufsätze zusammengestellt, die aus Artikeln oder Erwähnungen des Instituts Deutsche Adelsforschung in der Online- oder Printpresse bestehen.

22.02.2001 - Adel verpflichtet (aus: Wirtschaftswoche)
01.11.2000 - Adel im Internet (aus: Oertzenblätter)
18.08.2000 - Adel verpflichtet (aus: Rheinzeitung)
26.06.2000 - Der Geschichte des Adels auf der Spur (aus: Schleswig-Holsteinische Tageszeitung)
27.01.2000 - Spectator. In oder Out? Die Bunte Trendbörse (aus: Bunte)


Adel verpflichtet

Aristokraten, Könige und Kaiser: Auch die Blaublütigen kommen am Internet nicht mehr vorbei.

Von den Windsors über die Welfen bis zu den alten preussischen Geschlechtern lässt sich kaum eine namhafte Adelsfamilie die Chance nehmen, bei der Selbstdarstellung nicht nur auf den Kiosk von nebenan angewiesen zu sein.

Eine eigene Homepage hat der skandalträchtige Prinz Ernst August von Hannover, Gatte von Monacos Caroline zwar noch nicht. Seine Online-Präsenz ist vielmehr eingebettet in die Homepage seiner edlen Dynastie, den Welfen. Unter www.welfen.de erfährt man alles über das älteste Fürstenhaus Europas: Die Stammtafel etwa beginnt im 8. Jahrhundert bei Ruthard Graf in Argenau und führt - unter anderem über Otto, den Milden - bis zu den aktuellen Nachkommen, unter denen sich auch der Pinkel-Prinz aus Hannover befindet.

Aber auch andere Adelsgeschlechter haben das Internet als Präsentationsform längst entdeckt. Die Habsburger stellen sich unter www.habsburg.net ausführlich dar. Ihr Geld verdienen die Abkömmlinge der Donau-Monarchie indes mit E-Commerce: Unter www.habsburg-reisen.net bieten sie Touren zu ihren Besitztümern an. Die ehemaligen Verbündeten der Habsburger treten nicht annähernd so selbstbewusst auf: Die Wittelsbacher aus Bayern erklären unter www.haus-bayern.com nur, was aus ihren Schätzen geworden und übrig geblieben ist.

Ganz anders werden allerdings werden die Stars dieser beiden Geschlechter im Web behandelt. Die Habsburger Kaiserin Sisi hat gar ein eigenes Netz bekommen, während der Wittelsbacher Märchenkönig Ludwig II. von privaten Fans geehrt wird. Die ehemaligen Rivalen der südlichen Adelshäuser treten im Internet entgegen ihrer früheren Forschheit vergleichsweise bescheiden auf: Allein die Seite www.koenigreich-preussen.de trauert den Hohenzollern noch nach, indem sie die Geschichte aller Wilhelms und Friedrichs von 1701 bis zu ihrem Ende im Jahre 1918 rekonstruiert.

Apropos Forschung: Die Seite www.edelleute.de ist für all jene ein stundenlanges Vergnügen, die wirklich über alles Adlige in der deutschen Geschichte wissen wollen. Unter dieser Adresse hat nämlich das Institut Deutsche Adelsforschung seine Archive geöffnet. Und mit Hilfe einer schnellen und einfach zu bedienenden Suchmaschine können Interessierte die Familiengeschichte selbst des kleinsten Landadeligen aus grauer Vorzeit verfolgen oder die kleine Wappenkunde betreiben. Links zu Genealogen- und Heraldikseiten ermöglichen zudem heraus zu finden, ob man vielleicht nicht selbst Spross eines Blaublüters ist. Auch die Seiten www.adel.de oder www.ahnen-und-wappen.de bieten verschiedene Services zur Erstellung einer Familienchronik an.

Wer jetzt traurig geworden ist, dass es in Deutschland keine Monarchie mehr gibt, kann sich immer noch der Initiative Pro-Monarchie anschließen. Auf dieser Web-Seite streben ihre sentimentalen Macher tatsächlich danach, wieder ein deutsches Königreich in Deutschland einzuführen - im Einklang mit dem Grundgesetz natürlich.

Da schaut man doch neidisch ins europäische Ausland. Die britischen Windsors sind, was die Darstellung im Web betrifft, die vorbildlichsten Aristokraten. Die Seite lässt an Vorzeigbarem und Informativem nichts zu wünschen übrig. Selbst die verstorbene Lady Di hat noch ihren eigenen Bereich, während sich Prinz Charles gar auf einer Extra-Seite präsentiert. Auch die Grimaldis von Monaco sind im Web würdevoll präsent. Weiterhin gönnen nur Schweden und Belgien ihren Königsfamilien eigene Web-Seiten. Wer hingegen etwas Genaueres über die Königsfamilien von Dänemark, Norwegen, Holland und Spanien wissen will, muss die Seiten der Botschaften oder der Länderinformationen besuchen.
Joachim Scheible

(Quelle: Rheinzeitung online vom 20.8.2000, Version vom 26.4.2001 unter http://www.rhein-zeitung.de)


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Online gestellt am 26.04.2001