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Im folgenden Abschnitt finden Sie einige Aufsätze zusammengestellt, die aus Artikeln oder Erwähnungen des Instituts Deutsche Adelsforschung in der Online- oder Printpresse bestehen.
22.02.2001 - Adel verpflichtet (aus: Wirtschaftswoche)
01.11.2000
- Adel im Internet (aus: Oertzenblätter)
18.08.2000
- Adel verpflichtet (aus: Rheinzeitung)
26.06.2000
- Der Geschichte des Adels auf der Spur (aus: Schleswig-Holsteinische Tageszeitung)
27.01.2000
- Spectator. In oder Out? Die Bunte Trendbörse (aus: Bunte)
Adel: Dem Erfolg verpflichtet
Offiziell hat der deutsche Adel mit dem Ende des Ersten Weltkriegs sämtliche
Privilegien eingebüßt. Wenn er heute für Aufsehen sorgt,
dann durch die Eskapaden einzelner Mitglieder eines hohen Hauses. Karrierevorteile
scheint das „von“ vor dem
Nachnamen nicht zu bringen.
Das täuscht. Unter den 210 Vorständen der deutschen Dax-30-Unternehmen
fanden sich im Jahr 2000 zwar nur acht Adlige, doch in einigen Branchen
sind sie weit überproportional vertreten: Das Auswärtige Amt
ist eine, wenn auch bröckelnde, Bastion der Blaublütigen, große
Rechtsanwaltskanzleien schmücken ihre Briefköpfe gerne mit Titelträgern.
Besonders häufig sind die aber in den Privatbanken anzutreffen: So
sind von sieben persönlich haftenden Gesellschaftern des Kölner
Instituts Sal.
Oppenheim drei adlig.
„Es gibt ein hervorragendes soziales Netzwerk“, weiß Claus Heinrich Bill vom Institut Deutsche Adelsforschung in Owschlag. Die Kinder lernen gemeinsam reiten und jagen, gehen auf dasselbe Internat und tanzen bei den gleichen Bällen. Bei Adelstreffen fällt später dann schon mal der Hinweis, dass noch ein Praktikumsplatz in der Bank frei sei. Empfehlungen an gute Bekannte öffnen den großen Namen leicht Tür und Tor.
Dennoch muss auch die Leistung stimmen. Die ist für die Nobilität Ehrensache: Sie hat sich einen Kodex gegeben, in dem sich ihre Mitglieder verpflichten, eine standesgemäße Beschäftigung und beruflichen Erfolg anzustreben. Ein Studienabbruch ist ein gravierender Verstoß.
Und nicht zuletzt wissen gerade Adlige, wie man sich in Gesellschaft bewegt. Auf diesem Parkett kennt sich Fürstin Gloria von Thurn und Taxis aus. Um auch Uneingeweihte an ihrem Wissen teilhaben zu lassen, hat sie ein Buch mit dem Titel „Unsere Umgangsformen“ verfasst. „Überall begegnen uns unhöfliche, frustrierte, rüpelhafte Menschen“, empört sie sich. Dabei seien doch „Diplomatie und Höflichkeit keine Karrierekiller“.
(Quelle: Wirtschaftswoche heute, Ausgabe vom 22.2.2001)