Institut Deutsche Adelsforschung Gegründet 1993 - Online seit 1998
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Die Presse berichtete

Medienaufsätze, in denen das Institut Deutsche Adelsforschung erwähnt wird

Im folgenden Abschnitt finden Sie einige Aufsätze zusammengestellt, die aus Artikeln oder Erwähnungen des Instituts Deutsche Adelsforschung in der Online- oder Printpresse bestehen.

Netzkarte. Blaues Blut ist überall.
Die Website www.edelleute.de zeigt eine neue Allianz von ältestem Adel und jüngstem Post-Materialismus

Wer über die so genannten Unterschichten redet, sehnt sich nach Distinktion. Je schwerer die soziale Unterscheidung aber fällt, desto deutlicher umgibt sich dieses Pathos der Distanz mit schillernden Begriffen: Die Unterschichtler, das sind die anderen, wir hier oben sind neues Bürgertum, neue Elite, Exzellenzcluster, Bobos, Yuppies … Die Etiketten wechseln, sie verstauben schnell. Vielleicht wäre es deswegen eine gute Maßnahme, dem Vorschlag des virtuellen Instituts für Deutsche Adelsforschung zu folgen, das mit seiner Website die zeitlose Bezeichnung «Edelleute» neu belebt (www.edelleute.de).

Diese «Internetplattform zum deutschen Adel» will die aristokratische Idee aus der genealogischen Mottenkiste holen. Sie bietet Recherchehilfen, den exklusiven Zugriff auf Zettelkästen zu deutschen Adelsfamilien und ein Online-«Adels-ABC». Mit einer «Taschenlampe, die ins historische Dunkel leuchtet», forscht man akribisch «in Personalakten, Wappenbüchern, Duellschilderungen, Offiziersstammlisten, verstaubten Büchern, in Schlössern, auf Dachböden». Doch soll die Website mehr sein als l’art pour l’art. Sie beantwortet auch sämtliche Fragen zu «Adelsanreden heute» und zu einem zeitgemäßen «Ehrenkodex des Adels». Edelfrau und Edelmann gelten hier als absolut modern: So repräsentierte das adelige Reitpferd «nicht nur einen gewissen Wohlstand, sondern auch erhöhte Mobilität, und diese stand für Erfahrung, Omnipräsenz, Austausch, Bekanntheit, Verknüpfung und soziale Kontakte sowie Netzwerke». Nichts anderes nehmen ja heute gesellschaftlich Bessergestellte für sich in Anspruch, während den Marginalisierten «soziale Armut» zugeschrieben wird.

Es scheint sogar so zu sein, dass die Edelleute Role Models im Widerstand gegen die so genannten «Heuschrecken» der Globalisierung sein könnten. In einem 1989 von den europäischen Adelsverbänden verabschiedeten «Verhaltenskodex» heißt es nämlich: «Er (der Adelige) soll eine Haltung pflegen, die sich nicht an unmittelbarem Profit und an Macht orientiert.» Ist der Blaublütige also die Blaupause des heutigen Post-Materialisten, der so verächtlich auf die konsumgeilen Materialisten herabschaut? Bei so viel Aktualität überrascht es dann aber doch, dass in diesem Verhaltenskodex «die Kultivierung der Ehrenhaftigkeit und des Sinnes für Ehre» weiterhin eine maßgebliche Rolle spielt. Einmal mehr zeigt sich da, wie ideologisch und willkürlich Grenzen zwischen «uns» und «denen», «oben» und unten» gezogen werden. Denn ansonsten wird ein überkommener Ehrbegriff hierzulande ja meist männlichen muslimischen Migranten vorgehalten. Offenbar hat das Institut dies erkannt, betätigt sich nebenbei in der «Erforschung sozialer Randgruppen» und arbeitet an einem «Deutschen Gauner-Repertorium». Edelleute mit verfeinerten Codes und Sitten, so die nahe gelegte Vermutung, gibt es eben nicht nur in der gesellschaftlichen Premier League, sondern überall.

Aram Lintzel, in: Literaturen. Das Journal für Bücher und Themen, Ausgabe 3/2007 (Weltnetzseite http://literaturen.partituren.org/de/archiv/2007/ausgabe0307/index.html?inhalt=20070227132551)

22.02.2001 - Adel verpflichtet (aus: Wirtschaftswoche)
01.11.2000 - Adel im Internet (aus: Oertzenblätter)
18.08.2000 - Adel verpflichtet (aus: Rheinzeitung)
26.06.2000 - Der Geschichte des Adels auf der Spur (aus: Schleswig-Holsteinische Tageszeitung)
27.01.2000 - Spectator. In oder Out? Die Bunte Trendbörse (aus: Bunte)


Spectator. In oder Out? Die Bunte Trendbörse

In: Duelle. Wir hätten´s ja nicht geglaubt, hätten wir nicht im Deutschen Adelsblatt von der wissenschaftlichen Arbeit, Duellkultur norddeutscher Edelleute 1550-2000, erfahren (www.edelleute.de). Spectators Tipp für den Forscher: Welfen-Ernst gegen Mombasa-Joe.

(Quelle: Bunte, Nr.5 vom 27.Januar 2000, Seite 6)


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Online gestellt am 03.03.2001