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Adelige Grabstätten in Göttingen um 1900

Beerdigte aus deutschen, meist niederdeutschen Adelsfamilien in Niedersachsen

Schon vor nehr als einhundert Jahren gab es im niedersächsischen Göttingen, der Stadt der Georgia-Augusta-Universität, zahlreiche Grabstätten von Adeligen, die auf den Kirchhöfen der Stadt beerdigt lagen, deren Grabdenkmäler aber kaum noch zu entziffern waren. eine damalige Bestandsaufnahme ist daher umso wertvoller in heutigen Zeiten, als sie etwas beschreibt, was heute vielfach gegenständlich nicht mehr existiert.

In Frage kommen für eine solche alte Bestandsaufnahme, die um die Jahrhundertwende angefertigt wurde, der Friedhof von St.Marien, der Friedhof vor dem Gronertor (St.Johannis), der Friedhof am Weender Tor (St.Jacobi) sowie der Friedhof St.Albani. Verzeichnet wurden in der historischen, hier von uns in einem Register vorgestellten Quelle, alle noch vorhandenen, damals entzifferbaren Inschriften ermittelbarer adeliger Grabdenkmäler auf diesen Friedhöfen sowie alle die Namen der Brabstelleninhaber, deren Gräber zwar um 1900 noch bezahlt, aber nicht mehr gegenständlich auffindbar waren.

Jeder Eintrag setzt sich zusammen aus dem vollständigen Namen der beerdigten Person und der entsprechenden Lebensdaten, also beispielsweise "Dr.med. Friedrich v.Werlhof, geboren 14.Januar 1847, gestorben 22.Februar 1882". Obgleich diese Einträge vom Umfang her recht klein sind, können sie doch im Einzelfall recht interessante anderweitig nur schwer ermittelbare genealogische bzw. biographische Auskünfte bringen. Verzeichnet wurden auch die eventuell adeligen Geburtsnamen der Ehefrauen. Bei den meisten Genannten handelt es sich naturgemäß um niedersächsiche Adelsfamilien, die im Hof-, Universitäts- und Staatsdienst, auch als Offiziere im hannoverschen Militär, gestanden haben.

Zu den auf dem Kirchhof am Weender Tor Beigesetzten befand sich übrigens auch der bemerkenswerte Generalmajor Sir Viktor v.Arentschild (1779-1841), der zur Biedermeierzeit allerdings nicht in Göttingen, sondern in Münden (heute: Hannoversch Münden) wohnhaft war, wo er sich nach Beednigung seiner militärischen Karriere niedergelassen hatte. Er war schon rein körperlich eine auffällige Erscheinung, von großem Wuchs und autoritärer Gestalt. Bei Geselligkeiten führte er vielfach das Wort. Oft wohnte er anstatt in seinem festen Haus am Steinweg in dem dahinterliegenden Gartenhaus, wo er durch stets einen Spalt geöffnete Fenster sich abhärtete und eine Aurikelzucht betrieb.

Im Sommer ritt er mehrfach auf seinem Schimmel nach Kassel ins Theater, der Rückritt freilich geschah tief in der Nacht, ständiger Begleiter soll dabei sein buntfarbiger Schirm gewesen sein. Für seine Frau und seine Kinder hatte er zum Reiten nur einen Esel angeschafft, ohne sich dabei etwas zu denken. Als er einmal durch Münden ritt und ein frecher Junge eine unangenehme Bemerkung machte, verfolgte er ihn mitten durch das städtische Gewühl auf seinem Schimmel und stand dann plötzlich mitsamt seinem Pferd lachend in der großen Diele eines Hauses, in das der Junge geflüchtet war.

Als seine Frau einmal zu einer medizinischen Behandlung ausreiten mußte, heftete sich ein Schwarm Neugieriger an Frau und Esel. Als Sir Viktor davon erfuhr, lief er am kommenden Tag neben dem Esel und seiner Frau mit einer großen Peitsche einher, drohend nach links und rechts ausholend, was einen noch größeren Auflauf verursachte. Erst auf das energische Betreiben des Mündener Bürgermeisters Friedrich Wilhelm Bodungen beließ es Sir Viktor bei dieser einmaligen Begleitung (Quelle: Karl Brethauer: Münden, Gesammelte Aufsätze, Vierte Folge, o.D. [erschienen nach 1986], S.61-63 mit Portrait von viktor v.Arentschild).

Auf Wunsch senden wir Ihnen gern die genaue Bezeichnung des Fundortes zu und den Standort, damit Sie sich gegebenenfalls von den betreffenden Einträgen Reproduktionen der originalen Quellen aus einer bestimmten deutschen Staatsbibliothek bestellen können.

Folgende adelige Familiennamen sind mit Grabstätten in Göttingen bis 1900 nachweisbar:

Arentschild, v.
Artaud, d`
Beaulieu, v.
Bennigsen, v.
Berlepsch, v.
Blum, v.
Bobers, v.
Bock v.Wülfingen
Borries, v.
Bothmer, v.
Brandis, v.
Brandis, v.
Brunn, v.
Cramer v.Clausbruch
Dachenhausen, v.
Dannenberg, v.
Decken, v.der
Denffer, v.
Dörnberg, v.
Duisburg, v.
Düring, v.
Grone, v.
Hahn, v.
Halem, v.
Hanstein, v.
Harling, v.
Hartwig, v.
Helbig, v.
Hinüber, v.
Horst, v.der
Ihren, v.
Knesebeck v.dem
Knyohausen, v.
Kobell, v.
Kronenfeldt, v.
Laffert, v.
Leyser, v.
Linsingen, v.
Lochau, v.der
Löwenstein-Wertheim, v.
Maydel, v.
Menger, v.
Mengershausen, v.
Minnigerode, v.
Münchhausen, v.
Oldershausen, v.
Papett, v.
Penzel, v.
Petersdorff, v.
Plato, v.
Ponickau, v.
Pretlack, v.
Reck, v.
Reden, v.
Rodde, v.
Roden, v.
Sartorius v.Waltershausen
Schilling, v.
Schlözer, v.
Schrader, v.
Seebach, v.
Sehlen, v.
St.Simon, de
Stahl de Boer
Stinzing, v.
Storren, v.
Strahlendorff (Stralendorff), v.
Thoden, v.
Ulmenstein, v.
Uslar-Gleichen, v.
Viereck-Weitendorf, v.
Villers, v.
Voigt, v.
Voigt, v.
Warnstedt, v.
Wedemeyer, v.
Werlhof, v.
Werlhoff, v.
Wichmann, v.
Wissel, v.
Wissel, v.
Wurmb, v.


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