Panoramatische Wahrnehmungsstrukturen in E.T.A. Hoffmanns Erzählung 
"Des Vetters Eckfenster"

 

Die späte Erzählung "Des Vetters Eckfenster" von E.T.A. Hoffmann (sie erschien nur wenige Monate vor seinem Tod im Jahre 1822) ist in der Forschung durchaus umstritten. Die Forscher verwirrte vor allem die Abwesenheit phantastischer Elemente, für die der "Geister-Hoffmann" doch so berühmt geworden war. Diese Arbeit versucht eine Interpretation der Erzählung, die die sozialen, ökonomischen und ästhetischen Veränderungen ihrer Entstehungsperiode mit berücksichtigt. Es geht dabei weniger um eine literaturhistorische Einteilung (Phantastik vs. Realismus) als um ein Stück Wahrnehmungs- und Mediengeschichte, die an der Darstellungsform des Panoramas erarbeitet wird. Die Erzählung erzählt weniger eine Geschichte, als daß sie eine bestimmte, historisch neue Wahrnehmungs-Konstellation präsentiert und "panoramatische" Strategien entwickelt, um die Wahrnehmungen darstellbar zu machen.

Volker Hummel, Juni 1999. Kommentare an vhummel@foni.net

   

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die künstlerische Krise des Vetters

2. Die Bewältigung der Krise: Das panoramatische Verfahren

   2.1 Parallele 1: Die Totale

   2.2 Parallele 2: Detailgenauigkeit

   2.3 Parallele 3: Strukturierung des Gesamtbildes

   2.4 Parallele 4: Totalitätsanspruch

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Anmerkungen
 
 

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